Webtipps der Woche, 20. Mai 2016

Wie das globale Kapital London zerstört, was Noam Chomsky über amerikanische Eliten zu sagen hat und warum das österreichische Pensionssystem dem deutschen weit überlegen ist. Außerdem: Wutbürger und Rechtspopulisten als Resultat des Endes des sozialpartnerschaftlichen Nachkriegskonsenses. Das alles in Bild, Video und Text in unseren Webtipps der Woche.

Interview: Wie die Schere auf und zu geht

Die Schere zwischen Arm und Reich geht seit Jahrhunderten zyklisch auseinander, sagt US-Ökonom Branko Milanović im Interview mit dem Standard. Ein empfehlenswertes Interview, von dem man mehr über Mechanismen der Verteilung lernen kann.

http://derstandard.at/2000037211411/Nach-jeder-Pestepidemie-wurde-die-Kluft-kleiner

Stagnation, Rechtspopulismus und die Krise der Eliten

Der weltweit renommierte „Financial Times“-Wirtschaftskommentator Martin Wolf sieht Wutbürger und Rechtspopulisten als Resultat des Endes des sozialpartnerschaftlichen Nachkriegskonsenses: „die Staaten [stehen] vor dem Dilemma, dass die Volkswirtschaften in das globale ökonomische System eingebettet sind, die Regierungen aber dafür verantwortlich sind, für die eigenen Bürger innerhalb der nationalen Grenzen zu sorgen.“ „Unsere Fähigkeit, eine halbwegs faire Einkommensverteilung aufrechtzuerhalten, ist erodiert.“

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/international/818587_Stagnation-Rechtspopulismus-und-die-Krise-der-Eliten.html

Auf einen Blick: Im Alter besser versorgt

impuls_grafik_1_2016_1_renteIn einer fein aufgemachten Grafik zeigt die Böckler-Stiftung warum das österreichische Pensionssystem dem deutschen weit überlegen ist.

http://www.boeckler.de/hbs_showpicture.htm?id=63260&chunk=1

London zerstört sich selbst

Die Zeit zeigt in einer Reportage wie das globales Kapital die Menschen aus der Metropole vertreibt, die sie überhaupt erst lebenswert machen.

http://www.zeit.de/2016/19/immobilienmarkt-london-globales-kapital-finanzkrise-verdraengung-mittelschicht/komplettansicht

Noam Chomsky: Security for Whom?