Türkei: Der wilde Mann am Bosporus – kranke Demokratie, verfolgte Gewerkschaften

Die Türkei befindet sich seit fast einem Jahr im Ausnahmezustand. Das Land wird nicht durch parlamentarisch legitimierte Gesetze, sondern durch autokratische Dekrete regiert. Die Zivilgesellschaft – Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen und politische Oppositionsparteien – sieht sich Repressalien, Reiseverboten und anderen psychischen und physischen Druckmitteln ausgesetzt. Die internationale Gemeinschaft ist zweifach gefordert: Sie muss vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien und die Wiederaufnahme des Friedensprozesses einfordern. Außerdem muss sie die türkische Zivilgesellschaft durch kontinuierliche Solidaritätsbeweise stärken.

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Migrantinnen aus der Türkei – 50 Jahre an Versäumnissen

Fünfzig Jahre sind seit dem Anwerbeabkommen zwischen Österreich und der Türkei vergangen. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen türkischer Herkunft ist vergleichsweise niedrig geblieben, was oft mit kulturellen Faktoren erklärt wird. Tatsächlich sind jedoch politische Versäumnisse dafür in hohem Ausmaß dafür verantwortlich.

Bei Zuwanderinnen aus Ländern wie Afghanistan, Tschetschenien oder auch Syrien, wo Frauen auch heute kaum  Bildungschancen haben, stellen sich die gleichen Probleme. Die politische Herausforderung, diesen Frauen eine Chance auf Arbeitsmarktintegration zu sichern, hat somit nichts an Aktualität verloren.

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