Start-ups: wirtschaftspolitische Wunderwaffe?

Im Jahr 2016 gab es in Österreich fast 40.000 Neugründungen, maximal 1.000 davon können überhaupt als Start-ups gelten. Insgesamt dürfte es derzeit rund 4.000 Start-ups geben. Deren Teams bestehen anfangs meist aus zwei bis drei Personen. Start-ups unterscheiden sich von anderen Unternehmensgründungen vor allem dadurch, dass sie auf signifikantes Wachstum ausgerichtet sind und dass ihr Businessmodell „skalierbar“ ist, also mit gleichem Ressourceneinsatz ein immer größerer Markt erreicht werden kann.

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Beschäftigte als EigentümerInnen: Mitarbeiterkapitalbeteiligung als Instrument der Mitbestimmung?

Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung erlebte zu Beginn der 2000er Jahre einen markanten Aufschwung. Seit der Finanzmarktkrise ist es jedoch wegen Kursverluste, Delistings und einer geringeren Anzahl von Unternehmenskäufen ruhiger um die Frage der Mitarbeiterbeteiligung geworden. In Österreich sind derzeit etwa sechs Prozent der Beschäftigten an ihren Unternehmen (z.B. Voestalpine, Flughafen Wien, AMAG) beteiligt. Gegenwärtig entdecken weitere Leitbetriebe die Kapitalbeteiligung für sich. Hintergrund ist dabei, die ArbeitnehmerInnen als stabile Kernaktionäre – etwa über Stiftungsmodelle – zu verankern und so eine Art „Firewall“ gegen unerwünschte Übernahmen zu bauen.

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Weder „retro“ noch „abgesandelt“: Warum die Industrie für Österreich wichtig ist

Es darf also wieder gesudert werden über den Standort Österreich. Egal ob anlässlich der Veröffentlichung der IMD-Standortrankings (International Institute for Management Development in Lausanne) oder wegen der Gegenfinanzierungsmaßnahmen zur Steuerreform, die angeblich so viel Bürokratie ins eh schon überregulierte Österreich bringen: Alles wird schlechter und schwieriger für die Betriebe hierzulande. Besonders die Industriellenvereinigung tut sich dieser Tage mit Kritik an unserer heimischen ökonomischen Performance hervor. Gefordert werden von der IV einmal mehr noch stärkere Flexibilisierungen am Arbeitsmarkt und Verwaltungsreform. Dem hält die ArbeitnehmerInnenseite ihre Sicht auf den Industriestandort entgegen und präsentiert dazu am 23. Juni ein Papier an die Bundesregierung: Es geht um  die Stärkung bisheriger Erfolgsfaktoren, zu denen unter anderem eine gute Infrastruktur, eine ausgebaute Mitbestimmung und gute Qualifikationsmöglichkeiten gehören.

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AK-Unternehmensmonitor: Der jährliche Blick in die Welt der Bilanzen

Wenn man den Botschaften der Unternehmerverbände und ihren gebetsmühlenartigen Predigten Glauben schenkt, dann ist es wahrlich schlecht um das Unternehmertum in Österreich bestellt. Der Eigentümer – eigentlich der Inbegriff des Barmherzigen Samariters – kämpft mit der Konjunktur, schafft trotzdem Arbeitsplätze, zahlt horrende Steuern, nimmt ein hohes Risiko in Kauf und wird bestenfalls mit mickrigen Renditen abgespeist. Keine Frage, die Finanz- und Wirtschaftskrise und die darauffolgende Austeritätspolitik sowie die fragile Konjunktur hinterlassen in den Unternehmen ihre Spuren. Allerdings geht’s den heimischen Betrieben wirklich so schlecht, dass sie nichts zu verteilen haben? Die Arbeiterkammer wirft in ihrem kürzlich veröffentlichten Unternehmensmonitor einen Blick hinter die Kulissen der Unternehmenswelt, konkret in die Bilanzen von rund 1.500 österreichischen Unternehmen…

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Standort-Poker – Managementinstrument zum Sozialabbau

Egal ob in der Banken-, Industrie- oder Bau-Branche: Standortverlegungen, häufig über die Grenzen des Landes hinaus, stehen derzeit an der Tagesordnung. Beinahe täglich berichten die Medien über einen drohenden massiven Stellenabbau an österreichischen Unternehmensstandorten, und nicht immer sind die Gründe dafür in wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu suchen. Ganz im Gegenteil, immer öfter greifen auch erfolgreiche Unternehmen auf die Möglichkeit zurück, Standorte durch die Auslagerung von Unternehmensteilen, Produktionen und Dienstleistungen zu entwerten oder sie gänzlich zu schließen. Ziel solcher Maßnahmen ist in der Regel die Profitsteigerung; Gewinne sollen maximiert und Aktionär/inn/e/n großzügig bedient werden.

 

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Weder „ramponiert“ noch „abgesandelt“: Ein Faktencheck zum Wirtschaftsstandort.

Der Wahlkampf führt den Österreicherinnen und Österreichern immer merkwürdigere Szenarien vor. Zuletzt etwa in Form der harschen Kritik von Wirtschaftsseite am – sonst selbst so hoch gelobten – Standort. (Die Original-URL auf wko.at wurde mittlerweile gelöscht) Tatsächlich halten diese Äußerungen zum Wirtschaftstandort Österreich einem Faktencheck nicht Stand. Wie wichtige Indikatoren zeigen.

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