Gesundheitliche Probleme als zentrales Arbeitsmarktrisiko

Trotz einer eher schlechten Datenlage gibt es doch einige Hinweise: Mit dem Gesundheitszustand der Menschen im Erwerbsalter in Österreich ist es nicht zum Besten bestellt. Knapp ein Drittel der Bevölkerung über 15 Jahre meint, nicht ganz gesund zu sein – neun Prozent beklagen sogar einen schlechten oder sehr schlechten Gesundheitszustand. Österreich liegt damit im Mittelfeld der europäischen OECD-Staaten. Gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sind besonders von (langer) Arbeitslosigkeit betroffen. Es besteht hier also Handlungsbedarf.

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Ein Teilkrankenstand löst keine Probleme

Schwere gesundheitliche Schäden sind für die Betroffenen ein hartes Schicksal. Doch nicht nur die Erkrankten, auch deren Umfeld, die Gesellschaft und die Betriebe werden dadurch erheblich herausgefordert. Neben den medizinischen Maßnahmen stellt sich vor allem die Frage, wie man den Betroffenen die Teilhabe am Arbeitsleben wieder ermöglichen kann. Ein Konzept, welches in letzter Zeit verstärkt in der Diskussion auftaucht, ist der Teilkrankenstand (fallweise auch als „Teilzeitkrankenstand“ bezeichnet). Der folgende Beitrag wirft einen kritischen Blick auf dieses Thema und zeigt auf, welche Konzepte tatsächlich die Rückkehr von Langzeiterkrankten in die Arbeitswelt begünstigen könnten.

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Verhaltens- und Verhältnisprävention – Die ideologische Dimension betrieblichen Gesundheitsmanagements

Eine steigende Anzahl psychischer Erkrankungen, eine alternde Erwerbsbevölkerung, Fachkräftemangel und das politische Ziel, das tatsächliche Pensionsalter zu erhöhen. All dies sind Gründe, weshalb die Gesundheit der Mitarbeiter/-innen zunehmend in den Fokus betrieblichen Handelns rückt. So verbreitet das Problembewusstsein mittlerweile ist, so unterschiedlich sind die Handlungsansätze die verfolgt werden. Auf betrieblicher Ebene werden unterschiedlichste Maßnahmen gesetzt um die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Die Ausgestaltung der jeweiligen Maßnahmen verrät viel darüber, wo Unternehmen die Verantwortung für die Gesundheit des Einzelnen sehen.

 

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„Beraten statt Bestrafen“ – Über die systematische Aushöhlung des Arbeitnehmerschutzes

Ende November 2014 präsentierte die Statistik Austria die Ergebnisse ihres Ad-Hoc Moduls 2013 „Arbeitsunfälle und arbeitsbezogene Gesundheitsprobleme“. Die teilweise alarmierenden Ergebnisse sorgten für einen entsprechenden Widerhall in den Medien. Acht von zehn Beschäftigten sind am Arbeitsplatz Gesundheitsgefährdungen ausgesetzt. Mehr als ein Drittel klagt über psychische Belastung durch Zeitdruck und Überbeanspruchung. Beunruhigend – allerdings für Experten/-innen wenig überraschend. Die Ergebnisse decken sich weitgehend mit den Erkenntnissen, welche man aus den Krankenstandszahlen, den Neuzugängen zur Invaliditätspension oder dem Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer OÖ ableiten kann. Die Vertreter/-innen der Arbeitgeber/-innen sehen jedoch wenig Handlungsbedarf. Im Gegenteil: man treibt gezielt den Abbau von Arbeitnehmerschutzbestimmungen voran.

 

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Betriebliches Eingliederungsmanagement – Von Erkrankten für die Prävention lernen

Prävention ist derzeit in aller Munde. Krankheiten und Unfälle zu verhindern statt deren Folgen zu behandeln oder zu kompensieren ist sinnvoll, verhindert menschliches Leid und spart Kosten. Darüber herrscht ein weitgehender Konsens in der Gesellschaft. Wie Prävention nun jedoch aussehen muss, darüber ist man sich nicht so einig. Insbesondere dann nicht, wenn es sich um betriebliche Prävention handelt.

 

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