Die Spaltung der Lohnabhängigen durch die Zurückdrängung der Kollektivverträge

Letzte Woche sorgte der Wirtschaftssprecher der FPÖ Bernhard Themessl für Aufmerksamkeit: In einem Interview forderte er die Zurückdrängung der kollektiven Verhandlungsmacht der Lohnabhängigen: „Warum halten wir in Österreich an Kollektivverträgen fest?“ Stattdessen sei es sinnvoller die Lohnverhandlungen auf die Betriebsebene zu verlagern und bei Bedarf auch länger als zwölf Stunden arbeiten zu lassen. Den Hintergrund dieser Vorschläge bildet die in den letzten Jahren autoritär durchgesetzte Vertiefung des Neoliberalismus in Europa: Um die Profite der Unternehmen zu steigern, gelang es grenzüberschreitenden „Reformbündnissen“ trotz massiver Proteste eine Schwächung der Kollektivvertragssysteme und weitgehene Einschnitte in das Arbeitsrecht durchzusetzen. Ein Modell für Österreich?

Die Spaltung der Lohnabhängigen durch die Zurückdrängung der Kollektivverträge weiterlesen

Privatisierung statt Schulautonomie – IV wiederholt Fehler des PISA-Absteigers Schweden

Das neue Bildungskonzept der Industriellenvereinigung birgt einige positive Überraschungen: gemeinsame Schule von 5 bis 14; Ganztagsschule für alle; Schwerpunkt Frühförderung im Kindergarten. Was das Bild jäh stört, ist der Vorschlag Schulen zu privatisieren und der staatlichen Leitung zu entziehen. Die schwedischen Erfahrungen mit derartigen Experimenten belegen die Schädlichkeit für Chancengleichheit, Lernerfolg und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Lohnender ist eine Diskussion um echte Schulautonomie durch Mitbestimmung und Mitgestaltung vor Ort.

 

Privatisierung statt Schulautonomie – IV wiederholt Fehler des PISA-Absteigers Schweden weiterlesen

Weder „ramponiert“ noch „abgesandelt“: Ein Faktencheck zum Wirtschaftsstandort.

Der Wahlkampf führt den Österreicherinnen und Österreichern immer merkwürdigere Szenarien vor. Zuletzt etwa in Form der harschen Kritik von Wirtschaftsseite am – sonst selbst so hoch gelobten – Standort. (Die Original-URL auf wko.at wurde mittlerweile gelöscht) Tatsächlich halten diese Äußerungen zum Wirtschaftstandort Österreich einem Faktencheck nicht Stand. Wie wichtige Indikatoren zeigen.

Weder „ramponiert“ noch „abgesandelt“: Ein Faktencheck zum Wirtschaftsstandort. weiterlesen

Lustig: die Presse veröffentlicht inexistente Studie

Die Presse widmete einer angeblichen Studie der IV am 10.7.2013 gleich das ganze Titelblatt. Doch am selben Tag stellte die Statistik Austria klar, dass es diese Studie gar nicht gibt. Es handelt sich vielmehr um drei Tabellen mit Daten von unselbständig Erwerbstätigen, die sowohl 2000 bis 2011 beschäftigt waren. Diese zeigen unter anderem, dass entgegen der IV-Thesen sogar mehr Menschen in der Einkommenshierarchie ab- denn aufgestiegen sind.

Lustig: die Presse veröffentlicht inexistente Studie weiterlesen