Enthüllung als Zeichen der Emanzipation? Ein kritischer Blick auf die aktuelle „Kopftuchdebatte“

Debatten über „das Kopftuch“ sind aktuell stark geprägt durch eine Dichotomie: „Verschleierung“ gilt als Zeichen von Unterdrückung und Rückständigkeit, „Entschleierung“ als Zeichen von Emanzipation und Modernität. Patriarchale Verstrickungen, die in eindimensionaler Weise Muslimen und Musliminnen zugeschrieben werden, erscheinen im „Westen“ längst überwunden – Geschlechterungleichheit wird zum Problem der „Anderen“. Aber wie werden diese eindimensionalen Positionierungen im medialen Diskurs hergestellt und was bedeuten sie für österreichische Musliminnen?

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Mogelpackung „ schlanker Staat “

„Die Macht der Sprache und die Sprache der Macht“ (Ruth Wodak) zeigt sich vor allem auch dann, wenn in wirtschaftspolitischen Debatten öffentliche und private Interessen zusammenstoßen. Umso mehr lohnt sich ein Streifzug durch die Wort- und Bildpolitik der Rede vom schlanken Staat.

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Ökonomische Krisen als Krankheiten und Katastrophen?

Die Bedeutung von Sprache bzw. den darin verwendeten Sprachbildern in öffentlichen Debatten wird oft unterschätzt. Durch das Reden von „heilenden Kräften des Marktes“ oder „ökonomischen Tsunamis“ durch ökonomische ExpertInnen in wirtschaftspolitischen Diskursen werden einerseits dominante Denkmuster offenbart. Andererseits ist damit aber auch eine massive politische Wirkung verbunden, da solche Bilder von wirtschaftlichen Prozessen als Argumentationsgrundlage für ökonomische Austeritätsprogramme zur Kürzung von Staatsausgaben dienen und ein klarer Blick auf die systemische Krisenanfälligkeit des Kapitalismus verdeckt wird.

 

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