Schlagwort-Archive: Arbeitszeit

Teilzeitbeschäftigung ist weiblich

Ulrike Huemer, 15. November 2017

Unter den unselbstständig Beschäftigten hat fast jede zweite Frau und jeder zehnte Mann einen Teilzeitjob. Während somit bei den Frauen beinahe gleich viele Frauen einer Vollzeit- wie einer Teilzeiterwerbstätigkeit nachgehen, ist die Vollzeitbeschäftigung nach wie vor der Arbeitszeitstandard bei den Männern. Zwei Gründe spielen hierbei eine zentrale Rolle: Erstens sorgt die ungleiche Verteilung von Betreuungspflichten in Paarhaushalten für eine ungleiche Aufteilung zwischen bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Familienarbeit. Zweitens ist die betriebliche Akzeptanz von Teilzeitarrangements nicht über alle Berufe hinweg gleichverteilt. Damit steht nicht allen Beschäftigten die Möglichkeit für eine Arbeitszeitreduktion offen. Weiterlesen

Von Eulen und Lerchen und der chronisch müden Gesellschaft

Reinhard Haider, 28. April 2017

In Österreichs Unternehmen, in Behörden und bei Dienstleistern beginnt der Arbeitstag früh. Spätestens um acht Uhr morgens sind alle am Arbeitsplatz und die Kinder in der Schule – und das ist schon spät! ÖsterreicherInnen sind traditionell FrühaufsteherInnen – knapp 40 Prozent beginnen ihren Tag zwischen 5 und 6 Uhr. 17 Prozent stehen zwischen 6 und 6.30 Uhr auf. Lediglich 4 Prozent aller ÖsterreicherInnen wachen nach 8 Uhr auf. Dass dieses Verhalten auf Dauer nicht gesund ist, Arbeitszeitlagen nach chronobiologischen Merkmalen und nach gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet werden sollen, Unternehmen und PolitikerInnen beginnen müssen, die Forschungsergebnisse der Chronobiologie und Schlafforschung bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen, wird in diesem Beitrag thematisiert. Weiterlesen

Unsere Arbeit. Unsere Zeit.

Bettina Csoka, Reinhard Haider, Manuela Hiesmair, 13. April 2017

Arbeitszeit ist Lebenszeit. Sie wirkt sich nicht nur auf Einkommen, Gesundheit und Wohlbefinden jeder/jedes einzelnen Arbeitenden aus, sondern beeinflusst auch die Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstands und die Arbeitslosigkeit. Das Ziel einer kurzen Vollzeit – als Gegenpol zur aktuell diskutierten Ausdehnung von Arbeitszeiten – muss wieder stärker in den Vordergrund rücken. Weiterlesen

Gesunde Vollzeit – das neue arbeitszeitpolitische Leitbild

Martin Griesbacher, 24. März 2017

Die Diskussion über die Ausweitung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeitgrenzen und des Durchrechnungszeitraums macht deutlich, dass es nicht nur um die reine Verlängerung von Arbeitszeit geht. Wesentlich ist nämlich auch, inwieweit die Beschäftigten Einfluss auf die Gestaltung ihrer Arbeitszeit haben. Um Gesundheit und gesellschaftliche Verträglichkeit der Erwerbsarbeitszeiten mit Flexibilisierungstendenzen in Einklang zu bringen, braucht es ein neues arbeitszeitpolitisches Leitbild: die gesunde Vollzeit. Weiterlesen

Was macht der 12-Stunden-Tag mit der partnerschaftlichen Teilung von Beruf und Familie?

Ingrid Moritz, 16. März 2017

Der 12-Stunden-Tag könnte einen massiven Rückschritt bringen. Nicht nur im Arbeitszeitrecht an sich, sondern auch in der Gleichstellung. Denn auch wenn noch große Unterschiede bestehen: Die Arbeitszeiten von Frauen und Männern haben sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich angenähert. Der 12-Stunden-Tag könnte diesen Trend verlangsamen oder sogar stoppen. Viele Frauen mit Kindern wären damit gezwungen ihre Arbeitszeit zu reduzieren oder die Erwerbstätigkeit ganz aufzugeben, weil sich sonst die Kinderbetreuung nicht mehr organisieren lässt, zumal die Männer aufgrund der langen Arbeitstage ausfallen. Es stellt sich allerdings die Frage, wie wirtschaftlich es ist, hoch qualifizierte Frauen mit Kindern aus dem Arbeitsmarkt zu drängen. Weiterlesen

Moderne Lösungen in der Arbeitszeitpolitik

Charlotte Reiff und Adi Buxbaum, 14. März 2017

Vor dem Hintergrund der aktuellen Arbeitszeitdebatte lohnt es sich, die Fakten zur Erwerbsarbeitszeit genauer zu analysieren. Das hat nun das WIFO mit einer aufwändigen Studie (2/2017) getan. Sie zeigt eine Reihe von Herausforderungen: die Vielfalt der Beschäftigungsformen, die alternsgerechte Erwerbsintegration Älterer und das Ziel der Gleichstellung zwischen den Geschlechtern. Um diesen zu begegnen, braucht es eine moderne und progressive Arbeitszeitpolitik.

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Arbeitszeitflexibilisierung: Zukunftsvision oder Rückschritt?

Charlotte Reiff, 20. Februar 2017

Blockzeiten, 12-Stunden-Tag, Digitalisierung und Kinderbetreuung: Arbeitszeitflexibilisierung wurde in den letzten Wochen in den Medien und auch auf Twitter und Facebook laufend diskutiert. Doch die vorgebrachten Argumente sind vielfach nicht sachlich und zielen bewusst darauf ab, Arbeitszeitflexibilität mit Modernität und Zukunft zu verknüpfen. Ist Arbeitszeitflexibilisierung die Voraussetzung für neue Arbeitswelten und Digitalisierung? Plädoyer für eine Diskussion abseits von Phrasen. Weiterlesen

Schichtarbeit bis zur Pension – geht das?

Anna Arlinghaus und Roland Spreitzer, 9. Februar 2016

Die österreichische Erwerbsbevölkerung wird älter, was Betroffene und Betriebe durchaus vor große Herausforderungen stellt. Dies gilt insbesondere dann, wenn Beschäftigte belastenden Arbeitsbedingungen wie etwa Schichtarbeit ausgesetzt sind. Auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist allerdings eine alternsgerechte Gestaltung von Schichtarbeit möglich. Weiterlesen

Innovative Arbeitszeitverkürzungsmodelle im Betrieb

Stefanie Gerold, Michael Schwendinger und Michael Soder, 29. Dezember 2016

Soder_Michael 100x100_michaelschwendinger_100x100stefanie_gerold_100x100Das Thema Arbeitszeit erlebt seit geraumer Zeit eine Renaissance. Dies erscheint angesichts der derzeitigen multiplen Krise nicht verwunderlich, verknüpft das Thema doch so Verschiedenes wie Beschäftigung, Gendergerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Lebensqualität und Gesundheit. Relativ wenig Aufmerksamkeit bekam bisher die betriebliche Praxis: Unter welchen Bedingungen funktioniert Arbeitszeitverkürzung gut und welche Hürden müssen überwunden werden? Weiterlesen

Von guten Arbeitsbedingungen profitieren Alle

Mirna Specht-Prebanda, 1. Dezember 2016

mirna-prebanda100x100Der arbeitsbedingte Stress als ein Symptom von unzureichenden Arbeitsbedingungen ist EU-weit und in Österreich präsent. In Österreich haben wir eine höhere Beschäftigungsqualität im Vergleich zu anderen OECD-Ländern. Sie ist jedoch kein Bewertungskriterium für die Qualität der Arbeitsbedingungen. Was gute Arbeitsbedingungen ausmacht, hat der finnische Forscher Juhani Ilmarinen untersucht. Aktuelle Umfragen bestätigen seine Thesen.

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