Schlagwort-Archive: Arbeitsmarkt

Genug reformiert – Schluss mit der Pensionsdebatte!

Petra Stumptner-Diethör, 29. September 2017

Die Reformen des Pensionssystems in den letzten 14 Jahren waren sehr tiefgreifend und nachhaltig. Weitere Einschnitte – vor allem für ASVG-Versicherte – sind nicht mehr tragbar und darüber hinaus auch gar nicht notwendig. Unser Pensionssystem im Umlageverfahren steht auf einer soliden Basis. Weiterlesen

ALV 4.0 – Arbeitslosenversicherung im digitalen Wandel

Gernot Mitter, 18. September 2017

Die Auswirkungen der „Digitalisierung der Wirtschaft“ auf die Arbeitsmärkte, auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sind Gegenstand zahlreicher Studien, Szenarien und Prognosen. Bei allen Unterschieden zwischen diesen Arbeiten gibt es einen sich durchziehenden Aspekt. Mit dem „digitalen Wandel“ wird eine Verstärkung und Beschleunigung von Trends erwartet, die die Entwicklung der Arbeitsmärkte bereits seit längerem prägen: Entgrenzung von abhängiger Erwerbsarbeit in zeitlicher, örtlicher und auch rechtlicher Sicht, deutliche Flexibilisierung der Arbeitsbeziehungen und der Arbeitszeiten sowie sich stark ändernde Anforderungen an das berufliche Wissen und Können abhängig Erwerbstätiger. Doch was bedeutet das für die Arbeitslosenversicherung? Weiterlesen

Nützt vielen, schadet wenig – Effekte eines flächendeckenden Mindestlohns in Österreich

Stefan Ederer, 15. September 2017

WIFO, Konjunktur, Prognose, WirtschaftspolitikDie Sozialpartner einigten sich im Juni 2017 darauf, in Österreich einen flächendeckenden Mindestlohn von zumindest 1.500 Euro im Monat einzuführen. Bis zum Jahr 2020 soll dieser in allen Branchen umgesetzt werden. Eine neue Studie des WIFO zeigt: Der Mindestlohn würde die Einkommen von Niedriglohnbeschäftigten deutlich erhöhen. Die gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungseffekte sind hingegen gering. Die Ergebnisse passen gut zu vergleichbaren Untersuchungen für Österreich und andere Länder. Weiterlesen

Weiterbildung ermöglichen – neues Qualifizierungsgeld könnte Chancen eröffnen

Silvia Hofbauer, 11. September 2017

Je besser die Qualifikation, desto geringer ist das Risiko, arbeitslos zu werden. Klappt es mit der Erstausbildung nicht so gut, braucht es eine zweite Chance, um einen Abschluss zu erwerben oder sich entsprechend weiterzubilden. Die derzeitigen Systeme weisen jedoch Lücken auf – es ist Zeit für ein neues Qualifizierungsgeld. Weiterlesen

Gesundheitliche Probleme als zentrales Arbeitsmarktrisiko

Gernot Mitter, 7. September 2017

Trotz einer eher schlechten Datenlage gibt es doch einige Hinweise: Mit dem Gesundheitszustand der Menschen im Erwerbsalter in Österreich ist es nicht zum Besten bestellt. Knapp ein Drittel der Bevölkerung über 15 Jahre meint, nicht ganz gesund zu sein – neun Prozent beklagen sogar einen schlechten oder sehr schlechten Gesundheitszustand. Österreich liegt damit im Mittelfeld der europäischen OECD-Staaten. Gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sind besonders von (langer) Arbeitslosigkeit betroffen. Es besteht hier also Handlungsbedarf. Weiterlesen

Anerkennung ausländischer Qualifikationen – Evaluierung der Anlaufstellen

Norbert Bichl, 5. September 2017

Anerkennung und Bewertung einer Ausbildung, die aus dem Ausland nach Österreich mitgebracht wird, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Arbeitsstelle auf demselben beruflichen Tätigkeitsniveau wie im Herkunftsland. Berufliche Dequalifizierung nimmt bei Personen mit anerkannter oder bewerteter Ausbildung ab. Dies ist unter anderem ein Ergebnis der von L&R Sozialforschung OG durchgeführten Evaluierung – im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMASK) – der „Anlaufstellen für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen“. Weiterlesen

Erwerbslose wünschen echte Qualifizierung – Ergebnisse einer Arbeitslosenbefragung

Matthias Specht-Prebanda und Laura Kepplinger, 7. August 2017

Die Ergebnisse einer Erhebung unter Erwerbslosen in Oberösterreich aus 2016 stellen dem AMS und seinen Mitarbeiter/-innen grosso modo ein positives Zeugnis aus. Kritisch werden allerdings Vermittlungsversuche in prekäre Beschäftigung wie zum Beispiel Leiharbeit und kurzfristige, wenig qualifizierende Kursmaßnahmen gesehen. Längerfristigen, wirklich qualifizierenden (Um-)Schulungsmaßnahmen stehen viele Erwerbslose dagegen ausgesprochen positiv gegenüber. Weiterlesen

Dem Strukturwandel mit existenzgesicherten Weiterbildungsmöglichkeiten begegnen

Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger und Ulrike Huemer, 4. August 2017

Der Strukturwandel und die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt erfordern ein leistungsfähiges System der Aus- und Weiterbildung für Erwachsene. Die wesentlichen Instrumente zur Existenzsicherung in Weiterbildungsphasen in Österreich ‑ Bildungskarenz, Bildungsteilzeit, Fachkräftestipendium und Selbsterhalterstipendium ‑ bieten jenen, die insbesondere von dem Strukturwandel und der Digitalisierung betroffen sind, nur unzureichende Unterstützung. Es bedarf daher einer Anpassung der vorhandenen Instrumente der existenzgesicherten Weiterbildung, die insbesondere auf Personen mit geringen und mittleren Qualifikationen fokussiert. Weiterlesen

Berufserfahrung anerkennen: Know-how-Transfer und Qualitätsentwicklung mit ERASMUS+

Franz Fuchs-Weikl, 24. Juli 2017

Berufserfahrung für formale Qualifikationen anzuerkennen, ist ein wichtiger Meilenstein für das lebensbegleitende Lernen und die Beteiligung an Weiterbildung. Der Ansatz ist in Österreich relativ neu. Das Projekt „Du kannst was“ stellt hier eine große Innovation dar. Andere Länder wie Frankreich und die Niederlande verfügen hier über viel mehr Erfahrung, die wir uns zunutze machen können. Weiterlesen

Ein Ranking für die europäischen Arbeitsmärkte

Philipp Stachelsky, 7. Juli 2017

Indikatoren wie die Arbeitslosenquote oder die Beschäftigungszahl können nur einen sehr groben Überblick des Zustands der Arbeitsmärkte liefern. Ein vergleichendes EU-weites Ranking hilft dabei, die Strukturen der jeweiligen Arbeitsmärkte besser zu verstehen. Weiterlesen