Archiv der Kategorie: Raumordnung

Gemeinnützige Wohnungen – Sozialbindung aufrechterhalten

Martin Orner, 11. Oktober 2017

Wohnen, Gemeinnützige, Wohnungsgenossenschaften, Eigentumsoption, Martin OrnerNeu gebaute gemeinnützige Wohnungen sind in Österreich fast ausschließlich im Eigentum gemeinnütziger Wohnbauvereinigungen. Diese sind allerdings in vielen Fällen verpflichtet, den MieterInnen eine sogenannte Eigentumsoption anzubieten, sprich die Wohnung nach zehn Jahren privat zu kaufen. Insbesondere der moderate Gewinnaufschlag sowie die öffentliche Förderung machen dieses Angebot für den Einzelnen lukrativ. Langfristig schmälert diese Angebotspflicht allerdings den gemeinnützigen Wohnungsbestand. Will man leistbares Wohnen auch für zukünftige Generationen erhalten, sollte die verpflichtende Eigentumsoption abgeschafft werden.

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UVP-VERFAHREN: NICHTS GEHT MEHR – WOHIN SOLLTE ES DENN GEHEN?

Werner Hochreiter, 14. Juli 2017

Anfang Februar hat das Bundesverwaltungsgericht den Antrag des Flughafens Wien auf Genehmigung einer dritten Piste abgelehnt, dies mit dem Klimaschutz und dem Bodenverbrauch begründet und eine hitzige öffentliche Debatte ausgelöst. Aus Wirtschaftskreisen war zu vernehmen, dass es nur zeige, dass schon länger nichts mehr geht. Was ist dran an dieser Kritik? Welche Fragen sollten gestellt werden? Und hat das aufhebende Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs eine Lösung gebracht? Alles wieder okay? Weiterlesen

Unter den Füssen wird es knapp – Boden ist wertvoll

Iris Strutzmann, 12. Juli 2017

Österreich ist Meister im Verbrauch von Landflächen. Boden wird immer knapper, was Wohnen immer teurer macht. Mehr strategische Planung auf Landesebene und mehr Zusammenarbeit der Gemeinden wäre notwendig, um Lösungen für mehr Bodenschutz verbunden mit leistbarem Wohnen zu erarbeiten. Weiterlesen

Von Alpinkommunisten lernen: Es geht um den Boden!

Thomas Ritt, 31. Mai 2017

Am Wiener Wohnungsmarkt gibt es beunruhigende Zeichen. Die privaten Mieten steigen dramatisch – um 34 Prozent in sechs Jahren. Das ist zwar bei den Wohnungen im geförderten Bereich nicht so, dafür explodieren dort die Wartelisten. Bis zu 50 Vormerkungen auf eine Wohnung sind keine Seltenheit. Auch Kaufen ist kaum eine Alternative: Bei durchschnittlich 4000 Euro pro Quadratmeter ist das für die meisten Menschen mit legaler Arbeit nicht leistbar. Weiterlesen

Wohnen und Urbanität

Michael Gehbauer, 17. Mai 2017

© WBV-GPA

Das Bevölkerungswachstum in Wien – durchschnittlich wächst die Stadt derzeit um 20.000 bis 40.000 EinwohnerInnen pro Jahr – ist nur mit einer massiven Erhöhung der Wohnbauleistung zu bewältigen. Es erübrigt sich, an dieser Stelle festzuhalten, dass die Versorgung überwiegend mit leistbaren Wohnungen durch eine Steigerung des geförderten Mietwohnungsneubaus erfolgen müsste.

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Gentrifizierung in Wien? Eine Annäherung

Katharina Hammer, Judith Wittrich, 3. Jänner 2017

Während in anderen Großstädten das Phänomen Gentrifizierung schon weitreichend bekannt ist, taucht der Begriff in Wien meist nur am Rand auf. Starker sozialer Wohnbau und ein im internationalen Vergleich entspannter Wohnungsmarkt federten viele Entwicklungen ab, doch heute zeigen sich Grätzl mit steigenden Mieten und hohen Eigentumspreisen. Weiterlesen

Was tun mit dem Wohnungsproblem in den Ballungszentren?

Lukas Tockner, 7. Oktober 2016

Tockner neu 100x100Österreichs Ballungszentren haben ein Wohnungsproblem. Seit rund einem Jahrzehnt steigen die Mieten und Kaufpreise in den gewerblichen Wohnungssegmenten der österreichischen Städte deutlich stärker als die verfügbaren Haushaltseinkommen und die allgemeine Teuerung. Der starke Zuzug in die Ballungszentren und die sogenannte Flucht ins Betongold sind die beiden zentralen Ursachen dafür. In vielen europäischen Städten gibt es derzeit die gleichen fundamentalen Probleme bei der Wohnversorgung. In Österreich sind aber im Gegensatz zu anderen Ländern nach wie vor Institutionen vorhanden, die es der Politik ermöglichen, eine Investitionsoffensive im sozialen Mietwohnungsbau aktiv zu gestalten.

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Zukunftsfähige Strasseninfrastruktur

Franz Greil, 6. Oktober 2016

Franz Greil 100x100Die Straßeninfrastruktur – der Untergrund für unsere Arbeits- und Freizeitwege – zerbröselt. Genauer: Unsere Landes- und Gemeindestraßen sind alt und brauchen eine Sanierung. Wird bei diesem Infrastrukturdefizit nichts getan, wird es in Zukunft noch einmal teurer. Zeit also für einen New Deal für mehr Beschäftigung, Investitionen und Kostenwahrheit! Weiterlesen

Öffentliche Investitionen in die Wasserversorgung absichern

Iris Strutzmann, 27. September 2016

Iris_Strutzmann_kleinOhne Wasserversorgung kein Leben. Der Ressource Wasser kommt daher im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge ein ganz besonderer Stellenwert zu. Die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser und die Entsorgung des Abwassers liegen in Österreich größtenteils in öffentlicher Hand. Investitionen in die Siedlungswasserwirtschaft bringen einen hohen Anschlussgrad an öffentliche Netze der Ver- und Entsorgung. Auch diese Netze müssen regelmäßig erneuert und erneuert werden. Die öffentliche Hand leistete dazu bislang einen guten Beitrag der auch künftig abzusichern ist. Weiterlesen

Wien neu aufstellen

Judith Wittrich, 5. Juli 2016

Foto Blog Judith WittrichWien wächst in rasantem Tempo und wird bald mehr als zwei Millionen EinwohnerInnen haben. Damit sind neue Herausforderungen verbunden, die mit den derzeitigen Strukturen nur schwer zu meistern sind. Die heute noch bestehende Aufgabenverteilung zwischen der Stadt und den Bezirken stammt aus einer Zeit, in der das Wachstum Wiens stagnierte. Da passt heute Vieles nicht mehr zusammen.

Die Projekthaus GmbH hat im Auftrag der AK Wien die Bezirks- und Verwaltungsstrukturen der Stadt untersucht und Reformansätze internationaler Städte aufgezeigt. In der daraus hervorgegangenen Studie „Wien Neu“ wurde überprüft, ob die aktuellen Strukturen und Entscheidungswege auch mit den Herausforderungen einer rasant wachsenden Stadt mithalten können. Weiterlesen