Archiv der Kategorie: Pendeln

Die Mobilität von Jugendlichen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland

Patrick Posch, 17. Oktober 2017

„Mein Auto ist mein Heiligtum“. Diese klare Aussage eines Lehrlings steht für große Herausforderungen in der Planung und Etablierung einer nachhaltigen Mobilität. Schon jetzt sind junge Erwachsene, trotz Vorliebe zum eigenen Pkw, „erzwungenermaßen“ sehr oft NutzerInnen des öffentlichen Verkehrs und sollten – im Sinne eines klimafreundlichen und ressourcenschonenden Unterwegs-Seins – diesen auch in Zukunft in Anspruch nehmen. EntscheidungsträgerInnen aus unterschiedlichen Ebenen müssen vermehrt auf diese Zielgruppe und ihre Bedürfnisse bei der Mobilität eingehen. Weiterlesen

Direktvergabe als Erfolgsmodell für österreichische Bahnen erhalten!

Robert Hofmann und Olivia Janisch, 12. Oktober 2017

Trotz der positiven Bilanz der direkten Vergabe von Schienenverkehrsleistungen durch die öffentliche Hand an österreichische Eisenbahnunternehmen und ohne europarechtliche Notwendigkeit plant die ÖVP derzeit ein Verbot des Systems der Direktvergabe. Um das Erfolgskonzept Direktvergabe zu erhalten, wurde von den Sozialpartnern die Kampagne „Sag JA zur Bahn in Rot Weiß Rot“ ins Leben gerufen.
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Wachsende Regionen – mehr Investitionen in klimafreundliche Mobilität

Thomas Hader, 6. April 2017

Das rasante Bevölkerungswachstum schlägt sich auch auf die Bahnnutzung nieder. Neueste Zahlen zeigen, dass die Fahrgastzahlen in der Ostregion innerhalb von vier Jahren um 20 Prozent gestiegen sind. Damit waren 2015 täglich um 60.000 Personen mehr unterwegs als 2011. Weiterlesen

Die S-Bahn in Wien kann mehr!

Judith Wittrich, 15.November 2016

Foto Blog Judith WittrichDas rasante Bevölkerungswachstum in Wien und in der gesamten Ostregion verursacht enorme kommunalpolitische Herausforderungen – das gilt besonders für den Öffentlichen Verkehr. Vor diesem Hintergrund und in Zeiten angespannter Budgets sind nachhaltige Lösungen gefragt. Das Wiener S-Bahnnetz spielt dabei eine wichtige Rolle. Im Vergleich zum teuren U-Bahn-Ausbau bietet die S-Bahn mit ihrer bestehenden Schieneninfrastruktur für die Stadt Wien ein kostengünstiges Potenzial zur Schaffung eines innerstädtischen öffentlichen Verkehrsmittels mit sehr hoher Verkehrswirksamkeit. Weiterlesen

Mobilitätspass im öffentlichen Verkehr

Bernhard Fellner, 24. Oktober 2016

fotoWer sich Mobilität nicht leisten kann, ob den täglichen Weg in die Arbeit oder zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, ist in seinen sozialen Möglichkeiten stark eingeschränkt. Da die Kosten für Mobilität mitunter einen hohen Anteil des Haushaltseinkommens einnehmen, sind insbesondere AlleinverdienerInnen, Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte dadurch außerordentlich schwer belastet. Beispiele aus dem In- und Ausland zeigen, wie die Nutzung der öffentlichen Mobilitätsnetze für Menschen, die zunehmend ökonomisch und gesellschaftlich ausgegrenzt sind, mit einem Mobilitätspass gefördert werden kann. Weiterlesen

Zukunftsfähige Strasseninfrastruktur

Franz Greil, 6. Oktober 2016

Franz Greil 100x100Die Straßeninfrastruktur – der Untergrund für unsere Arbeits- und Freizeitwege – zerbröselt. Genauer: Unsere Landes- und Gemeindestraßen sind alt und brauchen eine Sanierung. Wird bei diesem Infrastrukturdefizit nichts getan, wird es in Zukunft noch einmal teurer. Zeit also für einen New Deal für mehr Beschäftigung, Investitionen und Kostenwahrheit! Weiterlesen

Öffentlicher Nahverkehr: Ein Widerspruch zu den EU-Wettbewerbsregeln?

Sylvia Leodolter & Susanne Wixforth, 30. Mai 2016

Susanne_Wixforth_100x100leodolter-2012-100x100Die Europäische Kommission argumentiert die Durchsetzung von Markt- und Wettbewerbsregeln auch in den Bereichen der öffentlichen Dienstleistungen bzw der Daseinsvorsorge immer mit der zu erreichenden höheren Effizienz und einem besseren Kundennutzen. Im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs auf der Schiene droht sie dabei jedoch dieses hehre Ziel aus den Augen zu verlieren und will Wettbewerb gegen die Interessen der Fahrgäste und das öffentliche Interesse durchsetzen. Deshalb geht es bei den ÖBB spannend wie in einem Wirtschaftskrimi zu: Kurz vor Weihnachten wurden die Konzernzentrale sowie die Verkehrsverbünde Wien-Niederösterreich (VOR), Oberösterreich und Salzburg von einer Hausdurchsuchung überrascht. MitarbeiterInnen der EU-Kommission forderten Zugang zu allen internen Unterlagen. Verdacht: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung! Kartellabsprachen! Unerlaubte staatliche Beihilfen! Weiterlesen

Für faire Bedingungen im Verkehr

Thomas Moldaschl, 04. April 2016

thomas_moldaschlDie europäische BürgerInnen-Initiative „Fair Transport Europe“ will durchsetzen, dass auf europäischen Straßen und Schienen sowie in der Luft- und Schifffahrt faire Arbeitsbedingungen herrschen. Damit die Initiative erfolgreich ist und die Europäische Kommission sich mit ihren Forderungen auseinandersetzen muss, braucht es europaweit eine Million Unterschriften und davon rund 14.250 aus Österreich.

Leider sind derzeit in der Verkehrsbranche, egal ob Personen- oder Güterbeförderung, Lohn- und Sozialbetrug an der Tagesordnung. In dieser Hinsicht ist Österreich keine Insel der Seligen, auch wenn der Präsident der Industriellenvereinigung Georg Kapsch Anfang März behauptet hat, dass es innerhalb der EU kein Sozialdumping gibt und die Angst davor „paranoid“ sei. Weiterlesen

Der Verkehrsbereich – Achillesferse von Österreichs Klimaschutzpolitik

Heinz Högelsberger, 07. Dezember 2015

Autorenbild_HeinzInnerhalb von drei Jahrzehnten hat sich Österreich vom Umweltmusterland zum Klimaschutzversager gewandelt. Statt wie vereinbart den CO2-Ausstoß zu senken, ist dieser sogar noch weiter angestiegen. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat der Verkehrssektor. Das mag überraschend klingen, sehen wir uns doch selbst als fleißige Bahn- und Öffi-FahrerInnen. Eine eingehende Analyse ist also notwendig. Weiterlesen

Damit Wien nicht unter die Räder kommt

Judith Wittrich, 15. Juli 2015

Wittrich_creit fielhauerWien und sein Umland wachsen. Bis 2030 werden mehr als drei Millionen Menschen in der Ostregion leben. Das Bevölkerungswachstum findet vor allem am Stadtrand und in den Wiener Umlandgemeinden statt. Der dadurch verursachte Verkehr und seine Bewältigung sind eine große Herausforderung in der Ostregion. Nicht nur mehr Wege, sondern bisweilen auch größere Distanzen werden von einer stetig steigenden Anzahl von Personen zurückgelegt: ob mit Auto, Zug, S-Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß. Vom Wohn- zum Arbeitsort, zum Einkaufen oder in der Freizeit – oft queren diese Wege auch die Bundesländergrenze. Weiterlesen