Archiv der Kategorie: Allgemein

Die wahren – und falschen – Kosten der Ungleichheit

Kate Pickett und Richard Wilkinson, 8. November 2017 (Erstveröffentlichung 18.10.2017)

Die ersten Studien über die negativen Auswirkungen gesellschaftlicher Ungleichheit auf Gesundheit und Gewaltentwicklung wurden in den 1970er-Jahren veröffentlicht. Seither hat sich ein ganzer Berg von Beweisen für die negativen Auswirkungen von Ungleichheit aufgetürmt. Weiterlesen

Die Deutsche Arbeitsfront in Kärnten: ein dunkles Geschichtskapitel

Daniel Weidlitsch, 19. Oktober 2017

Bisherige Forschungen zur Geschichte der Arbeiterkammer Kärnten berührten das dunkle Kapitel Nationalsozialismus nur am Rande. Eine jetzt erschienene Publikation versucht nun erstmals, diese Periode zu beleuchten. Nach der Zerschlagung der Arbeitnehmervertretung im Deutschen Reich entstanden, trat die Deutsche Arbeitsfront (DAF) 1938 an die Stelle der Arbeiterkammer Kärnten. Sie wurde ein mächtiges Propagandainstrument. Weiterlesen

Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer – Verteilungsgerechtigkeit in Österreich und Deutschland

Robby Riedel, 15. Oktober 2017

Das Thema der Einkommens- und Vermögensungleichheit hat Konjunktur. Spätestens seit der Finanzmarktkrise ist es mit Wucht ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Es ist noch nicht lange her, da blieben Beobachtungen zur Reichtumskonzentration, zur Armutszunahme oder zur materiellen Spreizung zwischen oben und unten unbeachtet. Während in der Gesellschaft und Wissenschaft verteilungspolitische Missstände weitestgehend erkannt wurden, zeigte sich die Politik wenig beeindruckt. Insbesondere die Forderung nach höherer und gerechterer Besteuerung von hohen Vermögen und Erbschaften lief bisher weitgehend ins Leere. Weiterlesen

Verlosung: 20-mal „Genug gejammert!“ von Martin Schenk und Martin Schriebl-Rümmele gewinnen

Teilnehmen per Mail und ein Exemplar gewinnen, 12. Oktober 2017

Wir verlosen zwanzig Exemplare des aktuellen Buchs „Genug gejammert! Warum wir gerade jetzt ein starkes, soziales Netz brauchen“ von Martin Schenk und Martin Schriebl-Rümmele. Anstatt den Sozialstaat krank zu reden und auszuhöhlen, gilt es gerade jetzt, seine Stärken abzusichern, argumentieren die Autoren. An der Verlosung teilzunehmen geht ganz einfach: Ein Mail bis 27. Oktober genügt – für Details zur Teilnahme hier weiterlesen.

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Die AK ist kein Autofahrerklub

Rudi Kaske, 10. Oktober 2017

Die automatische Mitgliedschaft bei der Arbeiterkammer? Das ist völlig retro, sagen manche Parteien. Wer gut ist, wie etwa der größte Autofahrerklub im Land, kann sich vor freiwilligen Mitgliedern ohnedies kaum retten. Ja, eh. Nur, dass Menschen keine Motoren sind. Und die Summe von Routenplanern und Kfz-Werkstätten noch keine demokratische Gesellschaft mit sozialem Ausgleich ergibt. Unsere Aufgaben und Wirkungen sind nicht mit denen eines Automobilklubs vergleichbar. Bei uns geht’s nicht um Reifenpannen, sondern um menschliche Existenzen und eine gerechtere Gesellschaft. Weiterlesen

Unterschätzte Vermögenskonzentration

Benjamin Ferschli und Rafael Wildauer, 3. Oktober 2017

Wildauer, Krise, Ungleichgewichte, Exporte, Wettbewerbsfähigkeit, Löhne, VermögenskonzentrationVermögenskonzentrationZu Jahresbeginn veröffentlichte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) neue Daten zur Vermögensverteilung in Österreich. Besonders reiche Haushalte sind darin allerdings nur unzureichend erfasst, womit die tatsächliche Vermögenskonzentration noch größer ist als die in den Daten gemessene. Versucht man diese Untererfassung an der Spitze zu berücksichtigen, so ergibt sich für das reichste 1% der Haushalte ein Vermögen von 534 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von 41% des Gesamtvermögens – und damit mehr als das 16-fache der ärmeren Hälfte der Bevölkerung. Weiterlesen

Weniger Staatsausgaben: Abbau des Sozialstaats und Vertiefung von Wirtschaftskrisen

Philipp Heimberger, 28. September 2017

Budgetpolitik, strukturelles Defizit, Investitionen, Austeritätspolitik, StaatsausgabenIm Vorfeld der Nationalratswahlen hat wieder einmal die Forderung Hochkonjunktur, dass der österreichische Staat in Zukunft einschneidend sparen müsse, um die Staatsausgabenquote weiter zu senken. Obwohl bei anhaltend guter Konjunktur die Quote auch ohne Kürzungen sinken wird, wollen einige Parteien eins draufsetzen und fordern strikte Obergrenzen für Staatsausgaben. Dies würde jedoch nicht nur Einschnitte bei Bildung, Gesundheitsversorgung und sozialer Sicherheit bedeuten, sondern mögliche zukünftige Wirtschaftskrisen verschärfen. Weiterlesen

Rationalisierung, Digitalisierung, gesellschaftliche Entwicklungen: Was denken die Angestellten?

Thomas Kreiml und Julia Hofmann, 14. September 2017

Die Umbrüche in der Arbeitswelt werden in der Öffentlichkeit stark diskutiert: Wie viele und welche Jobs werden durch die Digitalisierung wegfallen, welche werden neu entstehen? Wie wird sich die Arbeitsorganisation in Zukunft verändern? Was bedeutet das für die vielbeschworene „Work-Life-Balance“? Wir haben Angestellte in der Bankenbranche und im Handel zu ihren Einschätzungen befragt. Auch wenn sie eher skeptisch in die Zukunft blicken, so sehen sie dennoch Potenziale für Gestaltungsmöglichkeiten – etwa durch mehr Einflussnahme auf die Wirtschaftspolitik und gewerkschaftliches Engagement. Weiterlesen