Alle Beiträge von Michael Heiling

Michael Heiling ist Betriebswirt und Politikwissenschafter in der Abteilung Betriebswirtschaft in der AK Wien mit den Schwerpunkten Branchenanalysen, Betriebsräteberatung und -ausbildung (insbesondere ArbeitnehmervertreterInnen im Aufsichtsrat in den Branchen Metallindustrie, Bildung/Forschung und Gewerbe) sowie Digitalisierung und Mitbestimmung.

Steuer- und Arbeitsgerechtigkeit in der Plattformökonomie – (k)ein europäischer Ansatz?

Uber und Foodora sind zwei der bekanntesten Proponenten von Unternehmen, die Dienstleistungen online auf Abruf anbieten – daneben existieren viele, die weniger bekannt sind, wie Hadi.APP oder Betreut.at. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie bringen Menschen, die Arbeit leisten (FahrerInnen, ZustellerInnen, HandwerkerInnen oder Reinigungskräfte) über eine Internetplattform auf Abruf mit KonsumentInnen zusammen. Und sie werden von der Europäischen Kommission euphemistisch als Teil der sogenannten „kollaborativen Wirtschaft“ gesehen. Wie mit dieser relativ neuen Art von Unternehmen in Steuer- und Arbeitsrechtsfragen umzugehen ist, darüber wird auf europäischer Ebene um Zentimeter gerungen.

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Mitbestimmung 4.0

Die fortschreitende Digitalisierung – also die ständige, immer kostengünstigere und immer dichtere Kommunikation von Daten – hat unsere Arbeit und die Art, wie wir konsumieren, bereits stark verändert. Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ bereiten sich Regierungen und Unternehmen auf zukünftige Geschäftsmodelle vor. In diesem Kontext muss auch die betriebliche Mitbestimmung weiterentwickelt werden.

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Plattformunternehmen: Was das Firmenbuch nicht zeigt

Städte machen gegen Zimmervermietungsplattformen mobil, TaxifahrerInnen demonstrieren und pinke RadbotInnen sind binnen eines Jahres zu einem fixen Bestandteil des Wiener Stadtbildes innerhalb des Gürtels geworden. Um den Aufstiegs dieser Unternehmen fassbar zu machen und über notwendige Regulierungsmaßnahmen zu diskutieren, ist eine Reihe von Fragen zu beantworten. Etwa: welchen Gewinn macht AirBnB in Österreich? Wieviel Umsatz macht Uber? Welchen durchschnittlichen vollzeitäquivalenten Jahreslohn erhält ein/e Foodora-FahrerIn? Die Antwort lautet in sehr vielen Fällen: Wir wissen es nicht. Der Grund für dieses Nicht-Wissen ist auch strukturell verankert.

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Zwischen Teilhabe und Marktanteilen: Landkarte für die „Sharing Economy“

Die „Sharing Economy“ führte in den letzten Jahren zum Entstehen neuer Marktplayer und zumindest einer veränderten Verteilung von Markt und Macht. Eine Einordnung unterschiedlicher „Sharing-Plattformen“ nach ökonomischen Kriterien zeigt, dass a) grundsätzlich sehr unterschiedliche Modelle zwischen profitorientiert und kollaborativ möglich sind aber b) Dienstleistungsplattformen größtenteils kommerziell organisiert sind. Daher sollte diesem Bereich besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, um beim Thema Dienstleistungsarbeit von der „Share Economy“ zur „Fair Economy“ zu kommen

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Umfrage: Wer bestimmt den digitalen Wandel im Betrieb

Potenzial positiv, Wirkung ambivalent, Mitbestimmung ausbaufähig. Der digitale Wandel im Betrieb aus der Sicht von BelegschaftsvertreterInnen.

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Digitale Arbeitsvermittlungsplattformen: Versuch einer strukturellen Bewertung

Online-Plattformen schießen in allen möglichen Feldern aus dem Boden. Reinigung bei Helpling, Paketlieferungen bei CheckRobin, Online-Dienstleistungen bei Clickworker – dies sind nur einige Beispiele für Tätigkeiten, die online vermittelt werden. Die Europäische Kommission ordnet diese Plattformen in einer aktuellen Mitteilung euphemistisch unter dem Schlagwort „Partizipative Wirtschaft“ ein. In diesem Text werden anhand einiger Arbeitsvermittlungsplattformen strukturelle Gemeinsamkeiten identifiziert: Welche Eigentümerstruktur steht hinter den Plattformen? Wie stellen sie sich selbst dar? Welche Geschäftsmodelle liegen ihnen zu Grunde? Wie steht es um die Entlohnung und die Vertragsbedingungen? Und vor allem: Was heißt das für die dort arbeitenden Menschen? Wir stellen  sieben zentrale Thesen dar und wagen genau das, was auch auf den Plattformen auf die Menschen zukommt, die von ihnen vermittelt werden: eine Bewertung.

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Die Macht der Daten

Zwei Grafiken zeigen die wachsende Macht von Internetkonzernen, deren Geschäftsmodelle auf der Sammlung, Analyse und Kombination von Daten basieren. Oft wird in Diskussionen das Gefühl vermittelt, dass man den rasanten Entwicklungen im Bereich von Big Data eigentlich nichts entgegen setzen könnte und der Kampf um den Schutz von Privatsphäre und Persönlichkeitsrechten längst verloren wäre. Ganz so ist es freilich nicht.

 

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Ratingagenturen: Neue Regeln, altes System?

Zu Jahresbeginn stimmte das Plenum des Europäischen Parlaments über neue Regeln für Ratingagenturen ab. Das Abstimmungsergebnis ist dabei eine Kompromisslösung, die im Trilog mit der Europäischen Kommission und dem Rat Ende November ausgehandelt wurde. Aller Tage Abend kann es mit diesem Beschluss schon alleine aus prozeduralen Gründen nicht sein. Und von einer „Zähmung der Agenturen“, die seit 2008 aus durchaus unterschiedlichen politischen Lagern gefordert wird, kann noch keine Rede sein.

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