Schlagwort-Archive: Wien

Entwicklung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung in Wien

Judith Wiesinger und Ursula Ganal, 7. Februar 2017

Seit ihrer Einführung im Jahr 2010 hat sich die Zahl der BezieherInnen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS) in Wien erhöht, ebenso das dafür verwendete Budgetvolumen. Um die zentralen Einflussfaktoren für diese Veränderungen zu identifizieren, beauftragte die Magistratsabteilung 24 der Stadt Wien das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) mit der Erstellung einer Studie. Die Betrachtung exogener und endogener Faktoren zeigte, dass die Inanspruchnahme der BMS stark abhängig von vorgelagerten Systemen, vor allem des Arbeitsmarktes, ist.

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Gentrifizierung in Wien? Eine Annäherung

Katharina Hammer, Judith Wittrich, 3. Jänner 2017

Während in anderen Großstädten das Phänomen Gentrifizierung schon weitreichend bekannt ist, taucht der Begriff in Wien meist nur am Rand auf. Starker sozialer Wohnbau und ein im internationalen Vergleich entspannter Wohnungsmarkt federten viele Entwicklungen ab, doch heute zeigen sich Grätzl mit steigenden Mieten und hohen Eigentumspreisen. Weiterlesen

Was sich MigrantInnen in Wien bei Pflege und Betreuung wünschen

Jana Schultheiß, 12. Dezember 2016

jana-schultheissAlle BürgerInnen sollen den gleichen Zugang zu den Leistungen der öffentlichen Hand – wie etwa zu Pflege und Betreuungsangeboten haben. Das ist ein wesentliches Ziel inklusiver Sozialpolitik. Interne Analysen der KundInnen des Fonds Soziales Wien (FSW) haben aber gezeigt, dass bestimmte Gruppen von WienerInnen mit ausländischer Herkunft die Pflege- und Betreuungsleistungen der Stadt unterdurchschnittlich oft in Anspruch nehmen. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden im Rahmen einer aktuellen Studie MigrantInnen zu ihrem Informationsstand, Einstellungen zum Älterwerden und ihren Erwartungen an die Pflege- und Betreuungsangebote befragt. Die Studienergebnisse bestätigen inklusive Ansätze in der Pflege- und Betreuungspolitik und zeigen zudem Handlungsoptionen auf.

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Die S-Bahn in Wien kann mehr!

Judith Wittrich, 15.November 2016

Foto Blog Judith WittrichDas rasante Bevölkerungswachstum in Wien und in der gesamten Ostregion verursacht enorme kommunalpolitische Herausforderungen – das gilt besonders für den Öffentlichen Verkehr. Vor diesem Hintergrund und in Zeiten angespannter Budgets sind nachhaltige Lösungen gefragt. Das Wiener S-Bahnnetz spielt dabei eine wichtige Rolle. Im Vergleich zum teuren U-Bahn-Ausbau bietet die S-Bahn mit ihrer bestehenden Schieneninfrastruktur für die Stadt Wien ein kostengünstiges Potenzial zur Schaffung eines innerstädtischen öffentlichen Verkehrsmittels mit sehr hoher Verkehrswirksamkeit. Weiterlesen

Wien neu aufstellen

Judith Wittrich, 5. Juli 2016

Foto Blog Judith WittrichWien wächst in rasantem Tempo und wird bald mehr als zwei Millionen EinwohnerInnen haben. Damit sind neue Herausforderungen verbunden, die mit den derzeitigen Strukturen nur schwer zu meistern sind. Die heute noch bestehende Aufgabenverteilung zwischen der Stadt und den Bezirken stammt aus einer Zeit, in der das Wachstum Wiens stagnierte. Da passt heute Vieles nicht mehr zusammen.

Die Projekthaus GmbH hat im Auftrag der AK Wien die Bezirks- und Verwaltungsstrukturen der Stadt untersucht und Reformansätze internationaler Städte aufgezeigt. In der daraus hervorgegangenen Studie „Wien Neu“ wurde überprüft, ob die aktuellen Strukturen und Entscheidungswege auch mit den Herausforderungen einer rasant wachsenden Stadt mithalten können. Weiterlesen

Baugruppen-Trend im geförderten Wohnbau in Wien?

Mara Verlič, 28. Juni 2016

mara verlic fotoWie in vielen deutschen Städten ist auch in Wien der Trend zu Baugruppen angekommen. Neben allgemeiner medialer Begeisterung für das Thema, richten sich auch eigene Internetportale an Baugruppeninteressierte mit Informationen und Vermittlungsangeboten. Auch die dezidierte Ausschreibung von Wettbewerben für Baugruppenprojekte in den großen städtischen Neubaugebieten zeigt, die steigende Bedeutung des Themas. In 13 untersuchten Baugruppenprojekten, die in den letzten drei Jahren realisiert wurden oder sich gerade in Realisierung befinden wurden insgesamt ca. 400 Wohneinheiten realisiert. Die überwiegende Mehrheit der Projekte wird als Mietwohnungen mit Mitteln der Wiener Wohnbauförderung von größtenteils gemeinnützigen Bauträgern gebaut.  Weiterlesen

Der öffentliche Raum wird knapp in Wien

Thomas Ritt, 25. April 2016

ritt aktuell_blog„Der Raum – unendliche Weiten“ gilt nur für das Raumschiff Enterprise aber nicht für Wien. Zum ersten Mal gibt es in Wien ein rasantes Stadtwachstum ohne gleichzeitiges Flächenwachstum. Der Nutzungsdruck auf den öffentlichen Raum wird in der wachsenden Stadt größer.

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Kommunale Antworten auf die Share Economy

Klemens Himpele, 3. März 2016

Himpele, Wien, WirtschaftspolitikIn den vergangenen Monaten ist viel über die neuen technologischen Entwicklungen und ihren Impact auf den Arbeitsmarkt diskutiert worden. Auch hier im Blog wurde die Frage aufgeworfen, ob die neuen Produktionsmöglichkeiten der Industrie 4.0 menschliche Arbeit ersetzen oder verändern und wie neue Arbeitsmodelle wie das Crowdworking einzuschätzen sind (hier und hier). Auch die Share Economy wurde beleuchtet. Die Stadt Wien hat nun einen Bericht vorgelegt, wie sie mit Teilen der Share Economy umgehen will. Weiterlesen

Das wachsende Wien und seine Bezirke: Von der Notwendigkeit einer Reform

Thomas Ritt, 12. November 2015

ritt aktuell 100x100neuDie Bedeutung der unterschiedlichen Verwaltungsebenen in der Stadt – Wien als Bundesland, Wien als Gemeinde und Wien als Summe von 23 Bezirken – hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Das Bundesland Wien hat auch durch den Beitritt zur Europäischen Union an Gewicht verloren, die städtische Ebene ist nach wie vor die wichtigste, hier werden die wesentlichen Entscheidungen getroffen. Die Bezirksebene wurde seit den 70er Jahren zwar ständig aufgewertet, weist aber nach wie vor viele Ungereimtheiten und unklare Zuständigkeiten auf. Weiterlesen

Wien: Eine reiche Stadt wächst

Markus Marterbauer, 22. September 2015

Das Gerede von der Überschuldung der Stadt Wien entbehrt jeder Grundlage. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt und ist deutlich niedriger als beim Spitzenreiter Niederösterreich. Zudem stehen ihr hohes privates und öffentliches Vermögen gegenüber. Als Problem erweist sich viel eher, dass der dringende Ausbau der Infrastruktur in der rasch an Bevölkerung zunehmenden Stadt Wien durch ökonomisch unsinnige Fiskalregeln behindert wird. Weiterlesen