Schlagwort-Archive: Wachstum

Unsere Welt ist sehr ungleich – und wird es wohl auch noch lange bleiben

Max Roser, 28. Dezember 2016

maxroser_100x100Daten zur globalen Einkommensverteilung zeigen, dass wir in einer Periode leben, in der die Ungleichheit auf der Welt zurückgeht. Es gilt aber auch festzuhalten: Die Ungleichheit ist sehr hoch und wird sich unter den gegenwärtigen Bedingungen nur langsam weiter verringern. Weiterlesen

Wer rankt, schafft an – wie Wettbewerbsrankings den Standort schlechtreden

Max Mayerhofer und Miriam Rehm, 28. September 2016

miriam_rehm_foto_blogfoto_max_mayerhofer_blogThomas und Monika füllen einen Fragebogen aus. Thomas ist Manager eines internationalen Versicherungsunternehmens, Monika Angestellte im Einzelhandel. Die Fragen reichen vom österreichischen Kündigungsschutz über das Vertrauen in die Politik bis hin zur Unternehmensbesteuerung. Sie sind für die jährlichen Wettbewerbsrankings des World Economic Forum (WEF), und die beiden haben recht unterschiedliche Einschätzungen. Aber stopp: In Wirklichkeit wird Monika als Arbeitnehmerin vom WEF nicht gefragt, sondern nur Thomas, der Manager. Seine Meinungen werden mit anderen Daten vermischt als „das Ranking“ von Österreich präsentiert.

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Wie Irland zu 26 % BIP-Wachstum kommt

Tom McDonnell, 30. August 2016

BIP Irland WachstumDas irische Statistikamt überraschte vergangenen Juli mit der Veröffentlichung der Revision der inländischen BIP-Wachstumszahlen. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg demnach im Jahr 2015 um 26,3 %. Obwohl die Zahlen korrekt sind, bilden sie dennoch den tatsächlichen Zustand der irischen Volkswirtschaft nicht richtig ab. Der ganz überwiegende Teil des Anstiegs resultiert lediglich aus Patenten für Wirtschaftsaktivitäten außerhalb von Irland. Jene Aktivitäten trugen bisher zum BIP eines anderen Landes bei, werden nun allerdings dem irischen BIP zugerechnet. Die Wirtschaftsaktivitäten selbst haben sich dabei nicht verändert. Das durch diesen Vorgang gestiegene BIP verfälscht alle jene Indikatoren, die im Verhältnis dazu ausgedrückt werden. Eine sinnvolle Wirtschaftspolitik wird somit erschwert. Weiterlesen

Wien neu aufstellen

Judith Wittrich, 5. Juli 2016

Foto Blog Judith WittrichWien wächst in rasantem Tempo und wird bald mehr als zwei Millionen EinwohnerInnen haben. Damit sind neue Herausforderungen verbunden, die mit den derzeitigen Strukturen nur schwer zu meistern sind. Die heute noch bestehende Aufgabenverteilung zwischen der Stadt und den Bezirken stammt aus einer Zeit, in der das Wachstum Wiens stagnierte. Da passt heute Vieles nicht mehr zusammen.

Die Projekthaus GmbH hat im Auftrag der AK Wien die Bezirks- und Verwaltungsstrukturen der Stadt untersucht und Reformansätze internationaler Städte aufgezeigt. In der daraus hervorgegangenen Studie „Wien Neu“ wurde überprüft, ob die aktuellen Strukturen und Entscheidungswege auch mit den Herausforderungen einer rasant wachsenden Stadt mithalten können. Weiterlesen

Wachsende Ungleichheit schadet gesamter Volkswirtschaft

Stefan Trappl, 6. Mai 2016

Foto_Trappl_NEU„Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auf“ – Schlagzeilen wie diese haben es in den letzten Jahren immer wieder in die Medien geschafft. Dieser Blogbeitrag soll beantworten was das eigentlich heißt, aus welchen verschiedenen Perspektiven man dies betrachten muss und warum die steigende Konzentration des Reichtums in den Händen einiger Weniger im Endeffekt der gesamten Volkswirtschaft schaden wird.

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Arbeitslosigkeit: niedriges Wachstum und nicht fehlende Qualifikation ist das Problem

Johannes Schweighofer, 26.Jänner 2016

JohannesSchweighofer_100x100Das Geheimnis hinter der Rekordarbeitslosigkeit. Die wichtigste Ursache ist fehlende Qualifikation, nicht die Konjunktur“ lautet der „populärwissenschaftlichen“ Titel eines der letzten Produkte der Agenda Austria. Damit soll offensichtlich die These, dass der Großteil der Arbeitslosigkeit in Österreich struktureller Natur ist, untermauert und der Boden für weitreichende „Strukturreformen“ bereitet werden: für Maßnahmen wie Kürzungen von Arbeitslosenunterstützung oder die Dezentralisierung der Lohnverhandlungen. Tatsächlich wird im vorliegenden Fall nicht nur ein ökonomisches Konzept missbraucht, sondern es werden auch grundlegende Zusammenhänge schlicht ignoriert. Seriöse wissenschaftliche Argumente sehen anders aus. Weiterlesen

Drängende Fragen der Verteilungspolitik

Matthias Schnetzer, 31. Dezember 2015

ms_smallVerteilungsfragen stehen nach wie vor an der Tagesordnung. Der Jahreswechsel bietet eine gute Gelegenheit für einen knappen Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres und einen Ausblick auf bedeutsame Debatten, die uns 2016 verfolgen werden. Die wichtigste Frage für die Verteilungsforschung und die Wirtschaftspolitik im Allgemeinen wird sein, wie ein hoher Wohlstand ökologisch nachhaltiger produziert und sozial verträglicher verteilt werden kann.  Weiterlesen

Vollbeschäftigung in Europa – Vision oder Illusion?

Arne Heise, 22. Oktober 2015

HeiseNEUDie Wirtschaftspolitik in der EU hat in den vergangenen Jahren darauf gesetzt, die Liberalisierung und Deregulierung voranzutreiben und durch strikte Auslegung des Stabilitäts- und Wachstumspakts die Finanzpolitik der Mitgliedstaaten zu züchtigen. Dies hat die Eurozone nicht auf einen Pfad geführt, der Wachstum und Beschäftigung schafft. Dafür ist vielmehr eine makroökonomisch ausgerichtete Beschäftigungspolitik notwendig, die innerhalb einer EU-weiten Koordinierung von Geld-, Lohn und Finanzpolitik eine deutliche Erhöhung öffentlicher Investitionen ermöglicht. Weiterlesen

Wien wächst: 10.000 Volksschulkinder mehr bis 2020

Philipp Schnell & Andreas Kastner, 7. September 2015

andikastnerDiese Woche begrüßen Österreichs Volksschulen ihre neuen ErstklässlerInnen. Österreichweit ist die Zahl der Volksschulkinder rückläufig. Nur in Wien nimmt die Anzahl der Volksschulkinder zu und wird auch in Zukunft weiter stark wachsen. Ohne eine Bedarfsorientierung im Finanzausgleich droht den Wiener Volksschulen langanhaltende Unterfinanzierung.

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Wohlstandsindikatoren als Instrument der Wirtschaftspolitik

Georg Feigl, 4. Februar 2015

profil_feigl_georgMaterieller Wohlstand und Lebensqualität sind die eigentlichen Zwecke des Wirtschaftens. Die öffentliche Debatte bzw. die Wirtschaftspolitik wird jedoch nicht davon dominiert, sondern von einem potenziellen Mittel zum Zweck, nämlich einem möglichst hohen nationalen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Weltweit gibt es deshalb Initiativen, die Wohlstand und Lebensqualität in den Fokus rücken wollen. In Österreich bietet der Bericht von Statistik Austria eine gute Grundlage, wo eine ausgewogenere Wirtschaftspolitik ansetzen könnte. Weiterlesen