Schlagwort-Archive: Vermögensbesteuerung

Fehlende Erbschaftssteuer in Österreich – eine eklatante Ungerechtigkeit

Markus Marterbauer und Martin Schürz, 3. Mai 2017

Martin Schürz, Verteilung, Vermögen, ErbschaftssteuerMarterbauer, Konjunktur, Experte, WirtschaftspolitikVor zehn Jahren wurde in Österreich die Abschaffung der Erbschaftssteuer eingeleitet, seither schwelt die Debatte über ihre Wiedereinführung. Kaum ein Argument der GegnerInnen hält einer inhaltlichen Prüfung stand. Dennoch ist die Diskussion in der Gesellschaft ambivalent, weil es dabei auch um Ängste und Werte geht. Heute sind die Voraussetzungen für eine neue Erbschaftssteuer in dem Sinn besser, als die Datenlage in Bezug auf das Erbvolumen und seine Verteilung massiv verbessert wurde, sich die Wissenschaft eindeutig äußert und neue Modelle, etwa in Bezug auf die Zweckbindung des Aufkommens für Pflege, entwickelt wurden. Dennoch verhindert die gesellschaftliche Macht der Vermögenden das wirtschaftlich und sozial Vernünftige. Weiterlesen

Steuerpolitische Notwendigkeit zur Vermögensbesteuerung

Gertraud Lunzer, 10.September 2014

lunzer_getraudAnalysen zum Vermögen privater Haushalte, ausgehend von Erhebungen der ÖNB und weiterführende Studien belegen, dass das Vermögen in Österreich nicht nur hoch, sondern auch extrem ungleich verteilt ist. Der steuerpolitische Grundsatz Wirtschaftssubjekte nach ihrer Leistungsfähigkeit zu besteuern, wird durch die höhere Besteuerung der immoblien Faktoren Arbeit und Konsum gegenüber den mobilen Faktoren Kapital und Unternehmen konterkariert. Weiterlesen

Industriestandort Österreich: Viel bejammert, aber sehr gut

Markus Marterbauer, 10. April 2013

In Bezug auf die Attraktivität des österreichischen Industriestandorts kontrastieren die medialen Klagen über hohe Kosten und fehlende Wettbewerbsfähigkeit in bemerkenswertem Ausmaß mit der tatsächlichen Ausweitung der Produktion der Unternehmen.

Wenn es um die wirtschaftliche Lage der Industrie geht, ist in Österreich Schwarzmalerei angesagt: Dem Standort fehlen angeblich die Facharbeitskräfte, die Lohnkosten sind viel zu hoch, ebenso die Abgabenquote und die Umweltstandards. Gewerkschaftliche Forderungen nach der Verkürzung der Arbeitszeit, einer Besteuerung von Vermögen, der Streichung von Steuerausnahmen oder der Umsetzung produktivitätsorientierter Lohnpolitik werden wahlweise als Klassenkampf, Utopie oder Realitätsverweigerung gebrandmarkt. Weiterlesen