Schlagwort-Archive: Vermögen

Eliten, Politik und Ungleichheit – ein Teufelskreis

Michael Hartmann, 1. März 2016

hartmann_michaelDie Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen nimmt seit den 1970ern in den meisten wohlhabenderen Staaten zu. Einer der Gründe liegt in der Senkung der einkommens- und vermögensbezogenen Steuern. Während diese beiden Beobachtungen mittlerweile weitestgehend anerkannt werden, so sind die gesellschaftlichen Prozesse, die zu dieser Steuerpolitik geführt haben, bisher unterbeleuchtet. Studien und Umfragen sprechen dafür, dass ein Teufelskreis aus Elitenbildung, Einkommens- und Vermögenskonzentration und unterschiedlichen politischen Einflussmöglichkeiten hinter dieser Entwicklung steckt, den es zu durchbrechen gilt. Weiterlesen

Die strukturellen Aspekte der Ungleichheit

Branko Milanović, 24.Februar 2016

branko milanovic, (Foto: CUNY), UngleichheitOffenbar glauben viele Politiker, dass sich das Thema Ungleichheit erledigt, sobald die Wirtschaft wieder wächst. Das dürfte sich als Illusion herausstellen. Denn die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat bereits zu tiefgehenden Veränderungen geführt – für die ein stärkeres Heilmittel benötigt wird. Weiterlesen

Wer keinen goldenen Löffel hat … Warum es die Gewerkschaft braucht

Erich Foglar, 17.  Februar 2016

Erich Foglar NEUDie Frage nach Sinn und Zweck von Gewerkschaften ist schnell beantwortet:  Gewerkschaften braucht jeder, der nicht das Glück hatte, mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Munde geboren worden zu sein. Vieles, was heute im Arbeits- und Sozialrecht selbstverständlich erscheint, besteht nur wegen der Gewerkschaften – und kann nur mit ihnen gegen die wiederkehrenden Angriffe verteidigt werden. Weiterlesen

Ist die Vermögensungleichheit in Österreich zu hoch?

Martin Schürz, 28. Oktober 2015

Schuerz Martin SchürzÖkonomInnen verstecken ihre subjektiven Wertungen bei Verteilungsfragen gern. Anstatt die eigenen Kriterien bei Fragen sozialer Gerechtigkeit offenzulegen, ideologisieren sie lieber heimlich. Der Gini-Koeffizient der Nettovermögensverteilung beträgt in Österreich 0,76. Dies scheint hoch zu sein, angesichts einer möglichen Spannbreite für den Wert zwischen 0 (Gleichverteilung) und 1 (absolute Ungleichverteilung). Doch ist ein hoher Gini-Koeffizient gut oder schlecht? Weiterlesen

Immobilienvermögen und Hypothekarverschuldung in Europa

Mario Holzner, 19. August 2015

mario-holznerIn der einen oder anderen Art verfolgen die meisten Länder eine Politik, die auf die Förderung des Eigenheimerwerbs – und damit dem Aufbau privaten Immobilienvermögens – abzielt. Die dezidierte Förderung einer Eigentümergesellschaft ist in vielen Fällen ideologische motiviert. Ökonomisch zeigt sich, dass der Preis für eine bewusst herbeigeführte Eigentümergesellschaft hoch ist, da sie oft mit makroökonomischen Ungleichgewichten – in Form von höherer Einkommensungleichheit, geringerer Wettbewerbsfähigkeit und stärkerer Verschuldung – einhergeht. Weiterlesen

Serie „Pikettys Thesen“ 5: Politische Ableitungen

Die politischen Ableitungen von Thomas Piketty, 7. August, 2015

piketty-vaWas sind Pikettys Ableitungen aus den von ihm festgestellten zunehmenden gesellschaftlichen Ungleichheiten? Im letzten Teil unserer Serie zu „Pikettys Thesen – kurz und bündig“ stellen wir diese vor: Wenn die steigende Ungleichheit nicht durch politische Maßnahmen eingedämmt wird, werden sich soziale Unruhen häufen und demokratische Strukturen ausgehöhlt. Um das weitere Aufgehen der Schere zwischen Arm und Reich zu bremsen, ist eine progressive Besteuerung von Vermögen und Einkommen unerlässlich. Weiterlesen

Serie „Pikettys Thesen“ 4: Vermögen wachsen schneller als Wirtschaftsleistung

Redaktionsteam, 6. August 2015.

piketty-vaDurch die hohen Vermögensrenditen wachsen Vermögen schneller als die Wirtschaftsleistung eines Landes. Einige Jahrzehnte im 20. Jahrhundert stellten zwar eine historische Ausnahme dar, jetzt wachsen die Vermögen jedoch wieder schneller als die Wirtschaft. Weiterlesen

Serie „Pikettys Thesen“ 2: Vermögensverteilung als politische Entscheidung

4. August 2015

piketty-vaNicht nur der Reichtum ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angewachsen, auch die Ungleichheit der Verteilung von Vermögen spitzt sich zu. Wie Piketty zeigt, besitzt etwa die Hälfte der Bevölkerung – unabhängig von der betrachteten Zeitperiode – kein nennenswertes Vermögen. Lediglich 5 % des gesamten Vermögens sind im Besitz der ärmeren Hälfte. Hingegen halten die reichsten 10 % heute mehr als 60 % des gesamten Vermögens. Weiterlesen

Serie: „Pikettys Thesen“ Teil 1: Bedeutung von Kapital steigt

3. August 2015

piketty-vaDer französische Ökonom hat mit seinen Thesen zur Vermögensbildung in den letzte Jahren für sehr viel Aufsehen gesorgt. Wir starten heute eine sechs teilige Beitragsserie, in der wir jeden Tag eine der zentralen Thesen des Ökonomen kurz und gut verständlich erklären. These 1: Die Bedeutung von Kapital im Vergleich zum jährlich erwirtschafteten Einkommen steigt seit Mitte des 20. Jahrhunderts an. Weiterlesen

Wie das Vermögen in Österreichs Haushalten verteilt ist

Christoph Reinprecht und Gerhard Paulinger, 22. Mai 2015

Christoph_Reinprecht_100Gerhard_Paulinger_100Vermögen ist in Österreich ungleich verteilt. Privathaushalte unterscheiden sich nicht nur in Bezug darauf, wie viel sie insgesamt besitzen, sondern auch, wie sich ihr Vermögen zusammensetzt (Guthaben auf Girokonten, Immobilien, Sparbücher, Fonds, etc.). Sie können in acht verschiedene Vermögenstypen eingeteilt werden. Und es zeigt sich: Ein Haushalt, der wenig hat, wird seltener erben als ein vermögender Haushalt. Umgekehrt: Unter jenen Haushalten, die bereits vermögend sind, bekommen bis zu 90 Prozent ein Erbe oder eine Schenkung. Weiterlesen