Mit Erbschaften ins Top-1% der Eurozone

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der internationalen Hilfsorganisation Oxfam stieß auf große Resonanz: Die 62 reichsten Menschen der Erde besitzen etwa genauso viel Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Diese neuen Zahlen und vor allem das steigende Interesse an den „Superreichen“ stehen sinnbildlich für eine Frage, die viele Menschen in Europa betrifft: Welchen Beitrag kann das Arbeitseinkommen heute noch zum Vermögensaufbau leisten? Wie schaffen es Reiche überhaupt an die Spitze der Vermögensverteilung?

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Ist die Vermögensungleichheit in Österreich zu hoch?

ÖkonomInnen verstecken ihre subjektiven Wertungen bei Verteilungsfragen gern. Anstatt die eigenen Kriterien bei Fragen sozialer Gerechtigkeit offenzulegen, ideologisieren sie lieber heimlich. Der Gini-Koeffizient der Nettovermögensverteilung beträgt in Österreich 0,76. Dies scheint hoch zu sein, angesichts einer möglichen Spannbreite für den Wert zwischen 0 (Gleichverteilung) und 1 (absolute Ungleichverteilung). Doch ist ein hoher Gini-Koeffizient gut oder schlecht?

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Forum Alpbach 2015: UnGleichheit

Nachdem das Thema Ungleichheit einen zentralen Stellenwert bei Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eingenommen hat, stellte sich das Europäische Forum Alpbach heuer (endlich) dieser Thematik mit dem Titel: „UnGleichheit“. Dieser Schritt macht deutlich, dass Ungleichheit als brisantes Thema in der Gesellschaft angekommen ist und dass die Gefahren von zu hoher Ungleichheit erkannt wurden.

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Erbschaften und Schenkungen – Hauptursachen für Vermögensungleichheit

Vermögen sind in Österreich ungleicher verteilt als in allen anderen Ländern der Eurozone. Diese Tatsache ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Unklarer ist allerdings, wie stark einzelne Faktoren die Vermögensungleichheit beeinflussen: Werden Vermögen durch erwirtschaftetes Einkommen und Ersparnisse aufgebaut? Oder ist Reichtum hauptsächlich ererbt? Ist die beobachtete Ungleichheit auch Ergebnis der Vermögensunterschiede zwischen jungen (Single-)Haushalten und jenen, die über die Lebensspanne Vermögen aufgebaut haben? Sind höhere Vermögen auch auf bessere Ausbildung zurückzuführen oder eventuell Ergebnis unterschiedlicher Haushaltgrößen? Das wichtigste Ergebnis der Analyse vorweg: Erbschaften und Schenkungen sind der wichtigste Faktor für Vermögensunterschiede – Österreich ist auch hier ein Spitzenreiter in Europa.

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