Schlagwort-Archive: Vermögensungleichheit

Gender Wealth Gap: Frauen besitzen weniger Vermögen als Männer

Alyssa Schneebaum, Barbara Schuster und Julia Groiß, 10. Oktober 2017

Frauen besitzen in Österreich im Durchschnitt um 23 % weniger Nettovermögen als Männer. Dank erstmals zur Verfügung stehender Daten zum Vermögen von Einzelpersonen konnten wir geschlechtsspezifische Vermögensunterschiede innerhalb der Haushalte analysieren. Die Vermögenslücke – der Gender Wealth Gap – resultiert vor allem aus einer enormen Ungleichverteilung innerhalb der reichsten Haushalte. Diese Unterschiede sind nicht folgenlos: Nachdem Vermögen immer auch Macht bedeutet, sichert der männliche Vermögensvorsprung die privilegierte Position von Männern sowohl innerhalb des Haushalts als auch in der Gesellschaft insgesamt. Eine Umverteilung der Vermögen wäre damit ein wichtiger Beitrag zu einer geschlechtergerechteren Gesellschaft. Weiterlesen

Arbeiten oder Erben – was führt zu Reichtum?

Patrick Mayrhofer, 9. Oktober 2017

Vor einem Jahr erschien eine Studie des WU-Forschungsinstituts INEQ und der AK Wien, die sich mit den Einflüssen erhaltener Erbschaften auf die Vermögensverteilung beschäftigt. Dabei stellt sich die Frage, ob Vermögen durch erwirtschaftetes Einkommen oder durch Erbschaften aufgebaut wird? Die Studie zeigt, dass Österreich zu jenen Ländern der Eurozone gehört, in denen das Erben einen maßgebenden Einfluss auf die Vermögensbildung nimmt. Weiterlesen

Mehr Mitte! Wie bitte?

Julia Hofmann, 17. August 2017

In den letzten Monaten tauchte ein Begriff wieder vermehrt in politischen Diskussionen auf, der im Zuge der Verteilungsdebatten der letzten Jahre eher in den Hintergrund getreten ist: der Begriff der „Mitte“. Mehr oder weniger jede politische Partei in Österreich reklamiert für sich, die Interessen der Mitte zu vertreten. Doch wer ist eigentlich diese „Mitte“ und wie lässt sich progressive Politik in ihrem Namen machen? Weiterlesen

Neue Daten zur Vermögensungleichheit in Europa

Martin Schürz, 13. Jänner 2017

Einen Tag vor Weihnachten veröffentlichte die Europäische Zentralbank neue Daten zu Vermögen, Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte im Euroraum (HFCS). Die reichsten 10% der Haushalte im Euroraum besitzen mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens. Ihr Anteil ist während der Finanzkrise zwischen 2010 und 2014 gestiegen. Die Daten können wegen ihrer Qualität und ihrer Vielfalt für eine gesellschaftliche Debatte über soziale Ungleichheit herangezogen werden, doch Informationen zu den wirklich Reichen fehlen immer noch. Weiterlesen

HFCS 2014: Starke Konzentration und erhebliche Unterschätzung des Reichtums in Österreich

Markus Marterbauer, 21. Juni 2016

Marterbauer, Konjunktur, Experte, WirtschaftspolitikEin Prozent der Haushalte besitzt ein Viertel des gesamten Vermögens in Österreich. Der Anteil der obersten 5% der Haushalte, die über ein Nettovermögen von mehr als 800.000 Euro verfügen, liegt bei deutlich mehr als 40%, das ist etwa gleich hoch wie jener der unteren neun Zehntel der Haushalte. Besonders hoch ist das Vermögen im Durchschnitt bei UnternehmerInnen (Mittelwert 1,3 Mio. Euro) und Bauern/Bäuerinnen (0,9 Mio. Euro). BeamtInnen, Angestellte und PensionistInnen fallen demgegenüber weit zurück, darunter liegen noch ArbeiterInnen und Arbeitslose. Das sind die jüngsten Ergebnisse des neuen Household Finance and Consumption Survey (HFCS) 2014 der Oesterreichischen Nationalbank. Weiterlesen

Generationengerechtigkeit mit falschem Fokus

Matthias Schnetzer, 29. März 2016

ms_smallIm Laufe der wiederkehrenden Diskussionen über tiefgreifende Reformen des Pensionssystems fällt immer wieder der Begriff Generationengerechtigkeit. Die Debatte schafft bei jungen Menschen große Verunsicherung, denn der Grundtenor lautet, dass nur drastische Einschnitte im Pensionswesen die soziale Absicherung zukünftiger Generationen gewährleisten können. Generationengerechtigkeit wird dabei als Kampf zwischen Alt und Jung inszeniert, dabei ist sie eine Frage der Verteilung des Reichtums in unserer Gesellschaft. Weiterlesen

Stabil hohe Vermögensungleichheit in Deutschland

Michael Ertl, 23. März 2016

michael ertlAm Montag veröffentlichte die Deutsche Bundesbank die ersten Ergebnisse zur Vermögenslage in Deutschland für 2014. Die Daten stammen aus der zweiten Welle des HFCS, einer Befragung, die in allen Ländern der Eurozone durchgeführt wird. Zum ersten Mal ist nun ein Vergleich mit den Ergebnissen aus der ersten Befragung von 2010 möglich. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltend hohe Vermögensungleichheit. Weiterlesen

Mit Erbschaften ins Top-1% der Eurozone

Matthias Schnetzer, 10. Februar 2016

ms_smallEine kürzlich veröffentlichte Studie der internationalen Hilfsorganisation Oxfam stieß auf große Resonanz: Die 62 reichsten Menschen der Erde besitzen etwa genauso viel Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Diese neuen Zahlen und vor allem das steigende Interesse an den „Superreichen“ stehen sinnbildlich für eine Frage, die viele Menschen in Europa betrifft: Welchen Beitrag kann das Arbeitseinkommen heute noch zum Vermögensaufbau leisten? Wie schaffen es Reiche überhaupt an die Spitze der Vermögensverteilung? Weiterlesen

Ist die Vermögensungleichheit in Österreich zu hoch?

Martin Schürz, 28. Oktober 2015

Schuerz Martin SchürzÖkonomInnen verstecken ihre subjektiven Wertungen bei Verteilungsfragen gern. Anstatt die eigenen Kriterien bei Fragen sozialer Gerechtigkeit offenzulegen, ideologisieren sie lieber heimlich. Der Gini-Koeffizient der Nettovermögensverteilung beträgt in Österreich 0,76. Dies scheint hoch zu sein, angesichts einer möglichen Spannbreite für den Wert zwischen 0 (Gleichverteilung) und 1 (absolute Ungleichverteilung). Doch ist ein hoher Gini-Koeffizient gut oder schlecht? Weiterlesen

Verlosung: 3x Kurswechsel

Teilnehmen per mail und ein Exemplar gewinnen, Einsendeschluss 28. September 2015

kurswechselWir verlosen drei Ausgaben der neuen Ausgabe des Kurswechsel mit dem Schwerpunkt „Vermögensungleichheit, Kapitalismus und Demokratie„. Näheres zum Inhalt im Editorial. Mitmachen ganz einfach, bis spätestens 28. September 2015, per mail – für Details zur Teilnahme, hier weiterlesen. Weiterlesen