Schlagwort-Archive: Umlagesystem

Kapitaldeckung spart keine Kosten beim Pensionssystem

Agnes Streissler-Führer, 15. Oktober 2015

Agnes StreisslerIn einer alternden Gesellschaft ist es richtig und wichtig immer wieder die langfristige Finanzierbarkeit der Pensionssysteme zu prüfen. Anders als in vielen anderen OECD-Ländern ist in Österreich nach wie vor die fast ausschließliche Finanzierungsquelle das Umlagesystem. Dabei sind immer wieder Anpassungen notwendig. Deswegen wird immer wieder für eine verstärkte Ausrichtung auf ein kapitalgedecktes Verfahren plädiert. Das ist aber nur scheinbar eine bessere Lösung.

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Generationengerechtigkeit: Falscher Schauplatz des Verteilungskonfliktes

Angelika Gruber, 10. September 2015

AngelikaGruber100x100Die alternde Gesellschaft und ihre Folgen gelten wegen der damit verbunden Kosten für die öffentliche Hand (insbesondere die Pensionsaufwendungen) als eine große fiskalische Herausforderung in den nächsten Jahrzehnten. Im Blickpunkt steht dabei meist der „demografische Wandel“ dh das veränderte Verhältnis der einzelnen Alterskohorten zueinander. Dieser wird in einem umlagefinanzierten Pensionssystem, wie auch das österreichische eines ist, primär für den steigenden Steueranteil in der Pensionsfinanzierung verantwortlich gemacht. Hat doch eine unter Umständen kleiner werdende Gruppe Erwerbstätiger eine immer größere und länger lebende Gruppe von PensionsbezieherInnen zu finanzieren. Folglich werden Verteilungsprobleme zwischen Jung und Alt als das zentrale gesellschaftliche Konfliktpotenzial konstruiert. Tatsächlich werden damit mindestens ebenso wichtige Faktoren außer Acht gelassen. Weiterlesen

Kapitaldeckung als Pensionssackgasse

Norbert Blüm, 19. Januar 2015

Norbert BlümAuch in der Politik gibt es die Gefahr, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Der Lobbyismus für ein kapitalgedecktes Pensionssystem, das in Deutschland zur Einführung der sogenannten „Riester-Rente“ geführt hat, ist nun auch in Österreich verstärkt aktiv. Fehler sollte man nicht wiederholen, sondern aus ihnen lernen: Das Umlagesystem ermöglicht zwar weniger Gewinne für private Pensionsversicherer, aber höhere Pensionen/Renten und/oder niedrigere Beiträge für die Versicherten. Weiterlesen

MERCER Pensionsstudie: starke Worte, schwache Methodik

David Mum, 30. Oktober 2014

davidmumkleinDie vom Beratungsunternehmen MERCER publizierte Pensions-Studie will zeigen, „dass die künftige Finanzierung der Pensionen fast nirgendwo so wackelig ist wie hierzulande.“ Tatsächlich kann diese in Zusammenarbeit mit Agenda Austria erstellte  Publikation keine Aussagen über die Qualität eines Pensionssystems liefern. Indikatoren zur wichtigsten Säule – den öffentlichen Pensionen – spielen nur eine völlig untergeordnete Rolle, zentrale Annahmen sind unplausibel und viele wichtige Qualitätsmerkmale werden  gar nicht erfasst. Weiterlesen