Schlagwort-Archive: Teilzeit

Gesunde Vollzeit – das neue arbeitszeitpolitische Leitbild

Martin Griesbacher, 24. März 2017

Die Diskussion über die Ausweitung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeitgrenzen und des Durchrechnungszeitraums macht deutlich, dass es nicht nur um die reine Verlängerung von Arbeitszeit geht. Wesentlich ist nämlich auch, inwieweit die Beschäftigten Einfluss auf die Gestaltung ihrer Arbeitszeit haben. Um Gesundheit und gesellschaftliche Verträglichkeit der Erwerbsarbeitszeiten mit Flexibilisierungstendenzen in Einklang zu bringen, braucht es ein neues arbeitszeitpolitisches Leitbild: die gesunde Vollzeit. Weiterlesen

Migration und Geschlecht am Arbeitmarkt: Warum eine gleichstellungspolitische Perspektive wichtig ist

Viktoria Spielmann und Martina Maurer, 22. Dezember 2016

Allzu oft werden Menschen mit „Migrationshintergrund“ oder „Migrant_innen“ homogenisiert, obwohl diese Gruppen in sich sehr heterogen sind: Abhängig vom Herkunftsland, (Aus)Bildung und Alter gibt es unterschiedliche Erfahrungen und Barrieren am Arbeitsmarkt. Neben der Nicht- Unterscheidung zwischen den verschiedenen Gruppen wird die Geschlechterperspektive oft im gesellschafts- und arbeitsmarktpolitischen Diskurs marginalisiert. Dieser Beitrag richtet daher den Blick sowohl auf die Geschlechterdimension als auch auf die Unterscheidung der verschiedenen Gruppen: insbesondere auf Frauen und Männer mit Migrationshintergrund und jene, die in den Vorjahren einen positiven Aufenthaltsstatus erhalten haben. Weiterlesen

Licht und Schatten: Der Arbeitsmarkt im Jahr 2015

Ilse Leidl-Krapfenbauer, 12. Juli 2016

Ilse_LeidlDer Arbeitsmarkt in Österreich verzeichnet widersprüchliche Entwicklungen: Die Beschäftigung steigt weiter, auch 2015 konnte man ein Plus verzeichnen. Dennoch übersteigt das Angebot die Nachfrage: Personen aus dem Ausland und Frauen treten vermehrt auf dem Arbeitsmarkt auf und die Pensionsänderungen bewirken, dass ältere Menschen länger auf dem Arbeitsmarkt verbleiben. Daher steigt die Arbeitslosigkeit weiter an. Doch nicht alle Gruppen sind gleichermaßen von Arbeitslosigkeit betroffen.

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Reden wir über den Arbeitsmarkt und nicht über Pensionen

Dennis Tamesberger, 2. Juni 2016

tamesberger 100x100Wenn es um die Pensionen geht, wird ein Thema allzu voreilig an den Rand geschoben: der Arbeitsmarkt. Dabei müsste dieser bei jeglicher Diskussion über die Pensionen im Mittelpunkt stehen. Junge Menschen sind mit einer äußerst schwierigen Arbeitsmarktsituation konfrontiert. Dies gefährdet ihre aktuellen Arbeits- und Lebenschancen, aber auch ihre Absicherung im Alter.

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Fairness im Arbeitsrecht

Ruth Ettl, 2. Februar 2016

Ruth Ettl_1In Österreich gibt es schon lange Diskussionen rund um das Thema unfaire Vertragsklauseln und daran anknüpfend den Ruf nach mehr Transparenz und Fairness im Arbeitsrecht. Dies zeigt auch die Praxis: ArbeitnehmerInnen wenden sich regelmäßig wegen schikanöser Arbeitsvertragsklauseln an Arbeiterkammer und Gewerkschaft und in einer Studie gaben mehr als 85% der befragten ArbeitnehmerInnen an, solche Klauseln in ihren Verträgen zu haben.

Das Arbeitsrechtsänderungsgesetz 2015 bringt hier nun endlich einige Verbesserungen für neu abgeschlossene Arbeitsverträge. Auf Initiative des ÖGB und der Arbeiterkammer ist es gelungen, viele unfaire Vereinbarungen zu verbieten oder einzuschränken. Weiterlesen

Geschlechterungleichheit bei der Verteilung der Arbeitszeit in Österreich

Judith Derndorfer, 12. Jänner 2016

Derndorfer_kleinIn Österreich sind die klassischen Geschlechterrollen noch immer weit verbreitet. Deutlich wird das vor allem bei der Verteilung der Arbeitszeit. Während 2014 laut Statistik Austria 60,5% des Arbeits­zeit­volumens aller Erwerbstätigen von Männern geleistet wurde, belief sich der von Frauen geleistete Anteil bei 39,5%. Bei der unbezahlten Arbeit war es genau umgekehrt. Laut der aktuellsten Zeitverwendungsstudie von 2008/09 wurde der Großteil, nämlich zwei Drittel von Frauen und nur ein Drittel von Männern geleistet. Weiterlesen

Ein Einkommen, von dem man leben kann

Christa Schlager, 10. Februar 2015

christa schlagerFür einen überwiegenden Teil der erwerbstätigen Menschen ist ein Hauptmotiv, genug Geld zu verdienen um davon leben zu können. Nur wenige sind noch in Ausbildung oder erhalten andere Formen der Unterstützung. Der Einkommensbericht des Rechnungshofs geht in seiner aktuellen Ausgabe unter anderem der Frage nach, wie weit die A-Typisierung von Beschäftigungsverhältnissen in Österreich fortgeschritten ist, und welche Konsequenzen dies auf die Einkommen der Menschen hat. Weiterlesen

Mythen der Arbeitswelt: weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Doris Lutz, 15. Mai 2014

dlGlobalisierung und technischer Fortschritt bringen eine Beschleunigung in vielen Zusammenhängen, sodass es immer wieder zu mythischen Deutungen der wirtschaftlichen Wirklichkeit kommt. Problematische Entwicklungen sind häufig dadurch gekennzeichnet, dass sie im Anfangsstadium klein und unbedeutend sind. Wenn man sie im Entstehungszeitpunkt erkennt und entsprechende Maßnahmen setzt, kann man verhindern, dass sie sich auswachsen. Werden Entwicklungen ignoriert, so droht Gefahr, dass sie im Nachhinein nicht mehr korrigiert werden können. Weiterlesen

Betriebliche Rahmenbedingungen und Vereinbarkeit – ein Widerspruch in sich?

Nadja Bergmann, 10. April 2014

SONY DSCDie Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung ist nach wie vor eine große Herausforderung, die trotz des Trends in Richtung aktiver Vaterschaft, Papamonate und leichter Erhöhung des Männeranteils an der Elternkarenz, noch immer vorwiegend Frauen betrifft bzw. Frauen eher ermöglicht wird. In einer Studie von L&R Sozialforschung im Auftrag der AK Wien zeigen sich nun die tatsächlichen institutionellen und vor allem betrieblichen Rahmenbedingungen, mit denen berufstätige Eltern konfrontiert sind: Eine (fehlende) Vereinbarkeitsunterstützung auf betrieblicher Ebene, geschlechtsspezifische intrapartnerschaftliche Einkommens- und Arbeitsteilung sowie begrenzte institutionelle Kinderbetreuungsmöglichkeiten – drei Seiten derselben Medaille. Weiterlesen

Die Situation der ArbeitnehmerInnen im Handel

Katharina Nagele & Helmut Gahleitner, 7. April 2014

Helmut_Gahleitner_100x100Nagele_KatharinaDie Studie „Beschäftigung im Handel“ des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO und des Instituts für Empirische Sozialforschung IFES analysiert die Situation der ArbeitnehmerInnen im Handel seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise. Neben Daten der Statistik Austria und des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger von 2008 bis 2012 wurde der von IFES im Auftrag der AK vierteljährlich erhobene Arbeitsklimaindex der Jahre 2009 bis 2013 mit Interviews von 2.869 Einzelhandelsbeschäftigten herangezogen. Weiterlesen