Schlagwort-Archive: Sozialpartnerschaft

Arbeiterkammern im Visier der Gegner/innen des Sozialstaats

Brigitte Pellar, 6. September 2017

Arbeiterkammern entstanden 1920/1921 im Rahmen der Sozialoffensive der ersten österreichischen Republik als Gegenüber der Handelskammern. So deklarierte das Parlament die Anerkennung der ArbeitnehmerInnen als vollwertige BürgerInnen über das Wahlrecht hinaus. Immer wenn der demokratische Sozialstaat unter Beschuss geriet, ob durch die autoritär-faschistische Politik der Zwischenkriegszeit oder den Neoliberalismus des 21. Jahrhunderts, waren die Arbeiterkammern zusammen mit den Gewerkschaften im Visier. In der Zweiten Republik setzten die GegnerInnen jedoch nicht mehr auf eine Abschaffung der demokratisch bestellten Selbstverwaltung, sondern auf ein ähnlich effektives Instrumentarium: die Abschaffung der „Pflichtmitgliedschaft“ und eine massive Kürzung der Kammerumlage – bisher ohne Erfolg. Weiterlesen

Solidarische Lohnpolitik hat Zukunft!

Rainer Wimmer, 21. Dezember 2016

Rainer WimmerEinige stellen Kollektivvertragsverhandlungen als überholt dar: „Nicht zeitgemäß“ ist die Meinung jener, die entweder kein Interesse mehr an einer funktionierenden Sozialpartnerschaft haben oder gerne allein über die Löhne und Gehälter ihrer Beschäftigten bestimmen wollen. Die PionierInnen der österreichischen Gewerkschaftsbewegung haben aber ein Sozialpartnersystem miterschaffen, welches immer noch ein weltweites Vorbild ist. Weiterlesen

Sozialpartnerschaft: Bildet der historische Erfolg ein Versprechen für die Zukunft?

Markus Marterbauer, 12. Oktober 2016

Marterbauer, Konjunktur, Experte, WirtschaftspolitikDas sozialpartnerschaftliche Konsensmodell der österreichischen Wirtschaftspolitik hat in allgemein anerkannter Weise zum wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg des Landes beigetragen. Das Bemühen, die Wirtschaftspolitik ausgewogen an allen Zielen des magischen Vielecks und am gesellschaftlichen Wohlstand auszurichten, alle Akteure in die Entscheidungen einzubinden und den Einsatz verschiedener Instrumente der Wirtschaftspolitik zu koordinieren, ist nach wie vor zeitgemäß. Dies steht allerdings in auffallendem Gegensatz zur Wirtschaftspolitik in der EU und auch in Österreich harren die Grundpfeiler einer Erneuerung. Weiterlesen

Neue Aufklärung für Fortschritt

Werner Muhm, 18. August 2016

Werner_MuhmDas Europäische Forum Alpbach widmet sich im heurigen Sommer der „Neuen Aufklärung“. Das ist erfreulich, denn mit Aufklärung verbinden wir wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt, die Vorherrschaft der Vernunft und der Demokratie. Die Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts hatte den Anspruch, mit rationalem Denken jene überkommenen Strukturen – wie etwa den mittelalterlichen Aberglauben – zu überwinden, die den Fortschritt behindern. Weiterlesen

Webtipps der Woche, 4.11.2015

Hintergründe, die ans Licht wollen, 4. November 2015

webtipps 2Was will Google eigentlich politisch? Wie wird es Beschäftigten in der Industrie 4.0 gehen? Und: Was haben ein Bauarbeiter aus Madrid, eine Journalistin in Berlin und eine Athener Sekretärin gemeinsam? Das und mehr in unseren Webtipps der Woche. Weiterlesen

Mitbestimmung: Jeden Tag neu erkämpfen

Bernhard Achitz, 21. November 2014

 Bernhard_Achitz„Ihr habt es gut“, sagte ein ungarischer Kollege über die Mitbestimmungsrechte in Österreich.  „Eure Regierung verhandelt mit euch über Gesetzesänderungen, für fast alle ArbeitnehmerInnen gelten Kollektivverträge und eure Betriebsräte haben echte Mitspracherechte.“ Verglichen mit den Bedingungen der ungarischen Gewerkschaften unter der Orban-Regierung scheint unsere Situation paradiesisch. Weiterlesen