Schlagwort-Archive: Soziale Selektion

Die Londoner Schulreform – eine Erfolgsgeschichte

Heidi Schrodt, 20. Jänner 2017

Die Londoner Schulen zählten zu den schlechtesten in ganz England. 2003 wurde die Londoner Schulreform – die „London Challenge“ – gestartet. Nach nur fünf Jahren zeigten sich erhebliche Fortschritte.

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Die heimliche Stärke der österr. Hochschule: Studierende mit verzögertem Studienbeginn

Sarah Zaussinger und Martin Unger, 1. Juli 2016

Martin Unger Sarah ZaussingerEin Viertel der österr. StudienanfängerInnen beginnen ihr Studium mehr als zwei Jahre nach der Matura oder mit einer Berufsreifeprüfung über den 2. Bildungsweg. Diese Studierenden mit verzögertem Übertritt sind die heimliche Stärke des österr. Hochschulsystems, sie werden aber während des Studiums mit spezifischen Problemen konfrontiert.

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Stipendienreform – Trippelschritte sind zu wenig!

Martha Eckl & Andreas Kastner, 15. Juni 2016

andikastnerDie neue Studierenden-Sozialerhebung belegt erneut den akuten Verbesserungsbedarf bei der Studienförderung. Nur mehr 12 Prozent der Studierenden bekommen ein normales, sprich vom Einkommen der Eltern abhängiges Stipendium und die Beihilfenhöhe ist mit im Schnitt € 310,- pro Monat vielfach unzureichend. Die aktuelle Novelle des Studienförderungsgesetzes leistet diesbezüglich nur wenig Abhilfe.

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Berufstätige Studierende stehen besonders unter Druck

Martha Eckl und Andreas Kastner, 9. November 2015

andikastnerFür die überwiegende Mehrheit der heutigen Studentinnen und Studenten sind Studieren und Arbeiten der Normalfall – und das nicht nur in den Semesterferien. Laut der letzten Studierenden-Sozialerhebung von 2011 sind rund  63 Prozent der Studentinnen und Studenten während des Semesters berufstätig. Studierende aus sozial schwächeren Haushalten und ohne akademischen Background arbeiten deutlich öfter über 20 Stunden pro Woche bzw. in Vollzeit.

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Das große Geschäft mit Vorbereitungskursen für Uni-Aufnahmetests

Martha Eckl und Marlene Moser, 28. Juli 2015

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Die Zugangsbeschränkungen an Universitäten haben sich zu einem lukrativen Geschäftsfeld entwickelt. Für StudienwerberInnen aus sozial schwächeren Schichten sind Anmeldegebühren, Kosten für Bücher zur Vorbereitung und vor allem teure Vorbereitungskurse eine große finanzielle Hürde.
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Zugangsbeschränkungen an Universitäten: BMWFW-Studien lassen wichtige Fragen offen

Martha Eckl und Andreas Kastner, 23. Juni 2015

andikastnerDe©rzeit existiert im Universitätssektor ein für Außenstehende nur schwer durchschaubares „Flickwerk“ aus unterschiedlichen Zugangsbeschränkungen, -regeln und Eingangsphasen. Umso erfreulicher, dass das Wissenschaftsministerium die vier detailreichen Evaluierungen zum Thema „Uni-Zugang“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Leider lassen das Erhebungsdesign und Probleme mit der Datenlage viele Fragen offen. Weiterlesen

Privatisierung statt Schulautonomie – IV wiederholt Fehler des PISA-Absteigers Schweden

Gabriele Schmid, 22. Jänner 2015

gabriele schmid_100x100Das neue Bildungskonzept der Industriellenvereinigung birgt einige positive Überraschungen: gemeinsame Schule von 5 bis 14; Ganztagsschule für alle; Schwerpunkt Frühförderung im Kindergarten. Was das Bild jäh stört, ist der Vorschlag Schulen zu privatisieren und der staatlichen Leitung zu entziehen. Die schwedischen Erfahrungen mit derartigen Experimenten belegen die Schädlichkeit für Chancengleichheit, Lernerfolg und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Lohnender ist eine Diskussion um echte Schulautonomie durch Mitbestimmung und Mitgestaltung vor Ort.

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Zugangsbeschränkungen und soziale Selektion im Hochschulsystem

Claudia Friesinger & Anna Palienko, 29. Oktober 2014

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Der offene Hochschulzugang wird durch wachsende Ausnahmeregelungen kontinuierlich eingeschränkt. Dabei zeigt sich einmal mehr wie in Österreich Probleme gelöst werden: Regelungen, die nur für manche Studienfächer gelten, Nachbesserungen im Zwei-Jahres-Takt und teure Aufnahmeprüfungen, die nur wenig mit Studieren zu tun haben. Treffen solche Zugangsbeschränkungen alle im gleichen Maße? Wer bleibt bei der Verschärfung des Hochschulzugangs auf der Strecke? Und kommt es durch die Aufnahmeverfahren zur sozialen Selektion?

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Soziale Selektion von Anfang bis Ende

Anna Palienko & Claudia Friesinger, 23. Oktober 2014

Palienko_Anna Friesinger_ClaudiaGanz nach dem Motto „Zeig mir deine Eltern und ich sag dir deine Bildung“ lässt sich am österreichischen Schulsystem nach wie vor eine starke Vererbung von Bildungsmöglichkeiten und –chancen nachzeichnen. Durch die Individualisierung von Erfolg und Misserfolg bleiben strukturelle Mechanismen unangetastet. Die Verantwortung verlagert sich vom Kollektiv hin zum Individuum. Weiterlesen

Neu an der Uni: Arbeiterkinder und andere First Generation Students

Martha Eckl, 8.September 2014

©Trotz oft übervoller Hörsäle sind Studierende aus nichtakademischem Milieu an den Universitäten nach wie vor unterrepräsentiert. Das Projekt Ufirst  hat sich mit der Situation der sogenannten „First Generation Students“ an der Universität Wien auseinandergesetzt, die spezifischen Problemlagen, mit denen sie sich im Unterschied zu „Akademikerkindern“ konfrontiert sehen, analysiert und Empfehlungen erarbeitet. Weiterlesen