Schlagwort-Archive: Schule

Kostenfaktor weiterführende Schulen – eine zusätzliche Barriere für bildungsferne Schichten?

Regina Gottwald-Knoll, Stefan Schober, 17. März 2017

Die im September 2016 veröffentlichte AK-Studie zum Thema Schulkosten zeigt, dass die schulbedingten Ausgaben von Eltern mit zunehmender Schulstufe der Kinder stark steigen. Auch die soziale Zusammensetzung der SchülerInnen verändert sich beim Übergang in weiterführende Schulen deutlich, was nicht zuletzt auch die Ergebnisse des nationalen Bildungsberichts für Österreich 2015 bestätigen. Die nachfolgende Sonderauswertung der Schulkostenerhebung in Niederösterreich 2016 geht den Fragen nach, wie sich der hohe Ausgabensprung zwischen Pflichtschule und weiterführender Schule erklärt und inwiefern der Kostenfaktor beim Besuch einer weiterführenden Schule eine (zusätzliche) Barriere für unterrepräsentierte SchülerInnengruppen in der Sekundarstufe 2 darstellt.

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Kinderbetreuung, Finanzausgleich und die teuflischen Details

Sybille Pirklbauer, 18. Jänner 2017

Mehr Geld für mehr Leistung – so lautet ein recht einfache Grundprinzip für eine komplizierte Baustelle: den Finanzausgleich. Nach der Einigung von Bund und Ländern soll ab 2018 im Bereich der Kinderbetreuung und Elementarbildung diese neue Art der Mittelverteilung zum Einsatz kommen. Ab 2019 soll der Pflichtschulbereich folgen. Das dazugehörige Stichwort heißt „Aufgabenorientierung“. Länder und Gemeinden, die ihre Aufgaben besonders gut erfüllen, sollen künftig dafür auch mehr Geld erhalten. Woran das gemessen wird, ist allerdings noch offen und soll im heurigen Jahr erarbeitet werden. Dabei könnten echte Fortschritte erzielt werden – und es kann Vieles schiefgehen. Die Details sind eben gern einmal ein wenig teuflisch.

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Drei Eckpunkte für ökonomische Bildung in der Schule aus gewerkschaftlicher Sicht

Tobias Hinterseer, Florian Preisig, Michaela Schmidt, 22. November 2016

schmidt_blogpreisigfloriantobi_blogDurch Erfahrungen aus der gewerkschaftlichen Bildung blicken wir mit einer speziellen Brille auf den schulischen Ökonomieunterricht. Bei der ArbeiterInnenbewegung spielte der Bildungsauftrag historisch eine wesentliche Rolle – sie entstand vorwiegend aus Arbeiterbildungsvereinen. Heute soll gewerkschaftliche Bildungsarbeit ein Bewusstsein schaffen: Problemlagen mit denen BetriebsrätInnen bei ihrer täglichen Arbeit in den Unternehmen konfrontiert sind, sollen als Ausdruck gesamtgesellschaftlicher Gegensätze verstanden werden. Gewerkschaftliche Erwachsenenbildung soll Verbindungen zwischen beruflicher Fachbildung und Allgemeinbildung herstellen. Gleichzeitig soll eine unabhängige Position gegenüber bürgerlichen Bildungseinrichtungen eingenommen werden. Klarerweise muss die ökonomische Bildungsarbeit in der Schule andere Anforderungen erfüllen. Einige Aspekte und Erfahrungen aus der gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung können aber auch auf den Schulunterricht angewandt werden.

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Echte Ganztagsschule erspart die Nachhilfe

Ulrike Gollonitsch-Gehmacher, 5. September 2016

Ulrike GollonitschDie Ganztagsschule hat in Österreich leider noch Seltenheitswert. Deswegen müssen viele Eltern abends nach der Arbeit noch schnell mit den Kindern Mathe lernen oder Vokabeln abprüfen. Dass das nicht so sein muss, zeigt die neueste österreichweite AK-Nachhilfeerhebung. Schulkinder in Ganztagsschulen benötigen bedeutend weniger oft die Hilfe der Eltern beim Lernen und bei der Hausübung. Gibt es auch noch regelmäßig Förderunterricht, dann sinkt auch der Nachhilfebedarf markant.

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Wer wird LehrerIn? Die soziale Herkunft von Lehramtsstudierenden an Universitäten und PH

Iris Schwarzenbacher, 8. Februar 2016

Iris_Schwarzenbacher2Sowohl an Pädagogischen Hochschulen als auch an Universitäten gibt es nur wenige Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund. PHs weisen eine höhere soziale Durchmischung als das Uni-Lehramt auf, doch auch die einzelnen PH-Fächer unterscheiden sich deutlich. Wie lassen sich diese Unterschiede erklären und welche Rolle wird die PädagogInnenbildung NEU spielen?

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Die Patientin Schule heilen!

Gabriele Schmid, 30. November 2015

gabriele schmid_100x100Stellen wir uns der Einfachheit halber vor, die österreichische Schule sei eine Patientin und liege im Spital. Der Befund ist eindeutig, das österreichische Bildungswesen leidet hochgradig an zwei Krankheiten: Chancenungerechtigkeit und Bildungsarmut. Ein erklecklicher Teil der Jugendlichen hat mit Ende der Pflichtschule nicht einmal die grundlegenden Grundkompetenzen in Lesen und Rechnen erlangt. Weiterlesen

Wo sind eigentlich die elternautonomen Tage?

Mendim Deari und Michael Tölle, 26. März 2015

Mendim_Deari100x100michael toelle 100x100 v2Die schulautonomen Tage sind für berufstätige Eltern eine große Herausforderung. Das gilt besonders für Familien, in denen mehr als ein Kind die Schule besucht. Gleichzeitig leeren sich die Klassen nach Notenschluss und rund um Fenstertage. Elternautonome Tage könnten hier Abhilfe schaffen. Weiterlesen

Soziale Selektion von Anfang bis Ende

Anna Palienko & Claudia Friesinger, 23. Oktober 2014

Palienko_Anna Friesinger_ClaudiaGanz nach dem Motto „Zeig mir deine Eltern und ich sag dir deine Bildung“ lässt sich am österreichischen Schulsystem nach wie vor eine starke Vererbung von Bildungsmöglichkeiten und –chancen nachzeichnen. Durch die Individualisierung von Erfolg und Misserfolg bleiben strukturelle Mechanismen unangetastet. Die Verantwortung verlagert sich vom Kollektiv hin zum Individuum. Weiterlesen

Mehr Geld für benachteiligte Schulstandorte

Ulrike Gollonitsch-Gehmacher, 18.November 2013

Foto_Ugolloni_100x100Die soziale Zusammensetzung der SchülerInnen einer Schule spielt derzeit im österreichischen Schulsystem bei der Mittelzuteilung von Personal- und Sachaufwand keine Rolle. Zum besseren Ausgleich von sozialer Benachteiligung im Schulwesen wäre eine Umstellung der Finanzierung auf eine indexbasierte Mittelverteilung für jeden Schulstandort notwendig. Weiterlesen

Ganztagsschule: Potenziale durch Chancengerechtigkeit nutzen

Mevlüt Kücükyasar, 26. April 2013

Thumbnail imageIn Österreich wird die Diskussion über die Ganztagsschule seit Jahrzehnten ideologisch geprägt und parteipolitisch ausgenutzt. Kaum bezieht man Position, wird man in eine Ecke gedrängt und ein sachlicher, ernsthafter und konstruktiver Meinungsaustausch ist nicht mehr möglich. Obwohl internationale Vergleichsstudien wie PISA, PIRLS und TIMSS den Erfolg der Ganztagsschule belegen, werden diese empirischen Erfahrungen kaum zur Kenntnis genommen. Dabei war die Ganztagsschule bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts eine traditionelle Schulform in Österreich[1]. Die Einführung des Halbtagsunterrichts ist vielmehr auf den Einsatz von Kinderarbeit in der Landwirtschaft und den fehlenden räumlichen Kapazitäten der Schulen zurückzuführen, als auf pädagogische Gründe.

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