Schlagwort-Archive: Schulden

Öffentliche Vermögen – abseits der Schuldenparanoia

Georg Feigl, 12. September 2017

Georg Feigl, Europäische Wirtschaftspolitik, Spanien, öffentliche Haushalte, Budgetpolitik, Exportorientierung, öffentliche VermögenLaufende Debatten über öffentliche Haushalte drehen sich vor allem um eines: Schulden. Ausgeblendet bleibt die andere Seite der Bilanz, nämlich das Vermögen der öffentlichen Hand: Dieses setzt sich aus öffentlicher Infrastruktur wie Schulen, Spitälern und anderen Gebäuden, Verkehrswegen, öffentlichen Transportmitteln, Grundstücken, Seen, Wäldern, Kunstgegenständen, Wissen u. v. m. zusammen. In Summe übersteigt dieses öffentliche Vermögen die Schulden um Milliarden. Aber warum wird die Vermögensbilanz so einäugig betrachtet, obwohl die Bruttoschulden für sich genommen wenig aussagen? Jedenfalls nicht „für die Zukunft unserer Kinder“, für die eine gute öffentliche Infrastruktur relevanter ist. Weiterlesen

Griechenland war auf gutem Weg?

Heiner Flassbeck, 20. Februar 2015

heiner_flassbeck_100x100In einem Interview im Deutschlandfunk hat der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kurz vor den Verhandlungen der europäischen Finanzminister mit Griechenland am vergangenen Montag seine Sicht der Dinge dargelegt. Es ist ein bemerkenswertes Interview, weil darin klar zu Tage tritt, dass Wolfgang Schäubles Wahrnehmung der griechischen Realität vollkommen verzerrt ist. Weiterlesen

Österreich ist Schulden-frei! Ist Österreich Schulden-frei?

Sepp Zuckerstätter, 18. Juni 2014

Angesichte der omnipräsenten Spar-Apelle scheint es an der Zeit einige Begriffsklärungen zum Thema Sparen und Verschulden vorzunehmen. Vor allem aber gilt es klarzustellen: Es ist fatal wenn alle Geld zur Seite legen wollen und niemand etwas sinnvolles damit tut. Weiterlesen

Ökonomische Krisen als Krankheiten und Katastrophen?

Stephan Pühringer, 16. Jänner 2014

puehringerDie Bedeutung von Sprache bzw. den darin verwendeten Sprachbildern in öffentlichen Debatten wird oft unterschätzt. Durch das Reden von „heilenden Kräften des Marktes“ oder „ökonomischen Tsunamis“ durch ökonomische ExpertInnen in wirtschaftspolitischen Diskursen werden einerseits dominante Denkmuster offenbart. Andererseits ist damit aber auch eine massive politische Wirkung verbunden, da solche Bilder von wirtschaftlichen Prozessen als Argumentationsgrundlage für ökonomische Austeritätsprogramme zur Kürzung von Staatsausgaben dienen und ein klarer Blick auf die systemische Krisenanfälligkeit des Kapitalismus verdeckt wird.

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