Schlagwort-Archive: Pensionen

Rawls wäre gegen eine Senkung der Abgabenquote!

Karl Brandstetter, 24. August 2017

Der Staat, das sind wir alle! Wie gerecht oder ungerecht ist unser Gesellschaftssystem? Wo beginnt Gerechtigkeit? Diese Frage sollten sich zusehends die Vermögenden stellen. Ist es gerecht, wenn ein Prozent der österreichischen Bevölkerung 37 Prozent allen privaten Vermögens besitzt? Die ständigen Forderungen neoliberaler Interessenvertreter für Einsparungen bei Sozialleistungen gefährden den Sozialstaat. Die kürzlich kommunizierte Ankündigung, die Abgaben um 14 Milliarden Euro senken zu wollen, kann wohl ohne drastische Kürzungen bei den Sozialleistungen nicht vonstattengehen. Dabei basiert der Sozialstaat auf einer grundlegenden gesellschaftlichen Verpflichtung: dem Solidaritätsprinzip! Dieses Prinzip hat seine theoretische Grundlage im philosophischen Gesellschaftsvertrag. Sein Zweck: Gerechtigkeit! Weiterlesen

„Wann kommt die grosse Pensionsreform?“, ist die falsche Frage.

Wolfgang Panhölzl, 11. April 2017

Das war eine Aufregung im Herbst 2013 bei den Koalitionsverhandlungen. Ein „Pensionsloch“ von 8,7 Mrd. € habe sich aufgetan, sagten die ÖVP-Verhandler und forderten, dass jetzt die große Pensionsreform kommen müsse. (A&W-Blog Erik Türk) Und obwohl erst im Jahr 2012 weitreichende Reformen beschlossen wurden, die noch nicht einmal Zeit zum Atmen hatten, wurden im Regierungsprogramm noch ehrgeizigere Ziele festgelegt. Jetzt – in der Abendröte der Koalition – hat das Tauziehen um die Zielerreichung längst begonnen und die Frage nach der „großen Pensionsreform“ scheint aktuell wie eh und je. Höchste Zeit also zu fragen, was haben all die Reformen gebracht und was wurde aus dem 8,7 Mrd.-Loch? Weiterlesen

Das Zynische am inszenierten Streit über das Pensionsantrittsalter

Wolfgang Panhölzl, 7. April 2017

Die Pensionsreformen der letzten Jahre greifen, die Finanzierung steht so gut da wie lange nicht und in Deutschland boomt das „Modell Österreich“ gar als Referenzsystem.

Das sind sehr gute Nachrichten, aber anstatt diese positive Entwicklung zur Kenntnis zu nehmen, versuchen ein paar unbeirrte „apokalyptische Reiter“ weiterhin unser Pensionssystem schlechtzureden. Der Bundeszuschuss zu den Pensionen gibt als Reizthema so gut wie nichts mehr her, denn hier ist die tatsächliche Entwicklung gleich um Milliarden (und das ist nicht einmal übertrieben) besser als noch die Prognosen von vor 2 Jahren. Jetzt reitet man auf dem Pensionsantrittsalter herum. Worum geht es nun bei diesem inszenierten Streit über das Antrittsalter und warum ist die Argumentation letztlich zutiefst destruktiv und zynisch? Weiterlesen

Die Pensionsreformen wirken – und belasten den Arbeitsmarkt

Sepp Zuckerstätter, 13. Februar 2017

Lohnpolitik, Arbeitsmarkt, PensionsreformenMänner und Frauen in Österreich arbeiten bereits deutlich länger als noch vor 6 Jahren. Die Pensionsreformen wirken und erhöhen das Arbeitsangebot im Vergleich zu 2010 um rund 128.000 Personen, allein aufgrund gestiegener Erwerbsquoten der 55-65 jährigen. Auch wenn es keinen 1:1 Zusammenhang gibt, so trug die Pensionsreform auch mit zum Anstieg von Arbeitslosen und SchulungsteilnehmerInnen um 100.000 Personen bei. Weiterlesen

Pensionen in Zahlen

Arbeit & Wirtschaft, 9. Juni 2016

AWblog-Logo-100x100Wie werden sich die Pensionsausgaben in Zukunft entwickeln? Wer und wieviele kommen eigentlich für die Pensionen auf? Wieviel PensionsbezieherInnen gibt es und wie hoch ist die die Durchschnittspension? Wir lieferen Zahlen. Weiterlesen

Webtipps der Woche, 20. Mai 2016

Das Beste der Woche aus dem Netz, 20. Mai 2016

Wie das globale Kapital London zerstört, was Noam Chomsky über amerikanische Eliten zu sagen hat und warum das österreichische Pensionssystem dem deutschen weit überlegen ist. Außerdem: Wutbürger und Rechtspopulisten als Resultat des Endes des sozialpartnerschaftlichen Nachkriegskonsenses. Das alles in Bild, Video und Text in unseren Webtipps der Woche. Weiterlesen

Die Ausgleichszulage am Prüfstand

Martina Thomasberger, 10. Mai 2016

Thomasberger100x100Das österreichische Sozialversicherungssystem trägt seinen Namen nicht nur, weil individuelle soziale Risiken auf die Gemeinschaft der gesetzlich Versicherten verteilt werden, sondern auch, weil es Instrumente zur Entschärfung sozialer Notlagen enthält. Das wichtigste dieser Instrumente, die Ausgleichszulage für BezieherInnen von gesetzlichen Pensionen, wurde im Jahr 2015 vom Rechnungshof näher untersucht und es zeigt sich, dass es bei der Ausgleichszulage durchaus einen Anpassungsbedarf gibt. Weiterlesen

Anhebung vom Frauenpensionsalter als Scheindiskussion

Ingrid Mairhuber, 28. April 2016

ingrid mairhuber1993 wurde das unterschiedliche Frauenpensionsalter verfassungsrechtlich festgeschrieben. Mit der schrittweisen Anhebung darf laut Verfassungsbestimmung erst 2024 begonnen werden. Die lange Übergangsfrist ist aber kein Privileg für Frauen. Grundlage war die Erkenntnis, dass einer Angleichung des Frauenpensionsalters eine „weitgehende Gleichstellung von Frauen und Männern in gesellschaftlichen, familiären und wirtschaftlichen Belangen“ vorausgehen muss. Mehr als 20 Jahre später sind wir von einer „weitgehenden Gleichstellung“ aber immer noch ziemlich weit entfernt. Die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters ist daher eine Scheindiskussion, die vom eigentlichen Problem der anhaltenden Benachteiligungen von Frauen und ihren niedrigen Pensionsleistungen ablenkt.

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Webtipps der Woche, 14. April 2016

Mittel zur geistigen Selbstverteidigung, 14.April 2016

AWblog-Logo-100x100Wie Medien das geringe Staatsdefizit bejubeln und damit die Wirtschaftspolitik als ganzes nur mit meinen können. Warum in Deutschland jede/r zweite PensionistIn von Altersarmut bedroht ist und in Österreich nicht.  Wie sich TTIP auf Arbeitsplätze und Bauern auswirkt. Und: Wie offshore ist Deutschland?

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Unbegrenzter Zuverdienst zur Alterspension. Ist das fair?

Wolfgang Panhölzl, 30. März 2016

11141_Panhoelzl_Wolfgang_012 BlogBeim Pensionsgipfel am 29. Februar 2016 wurden auch Ruhensbestimmungen bei Bezug einer Alterspension (60/65) und einem Erwerbseinkommen vereinbart. Mehr hat man nicht gebraucht: Die Aufregung in den Medien war groß. Arbeiten in der Pension werde bestraft. Bernd Marin sprach in einem Trend-Interview gar von Vertrauensbruch und „Pensionsraub“. Gerade jene ExpertInnen und JournalistInnen, die immer für Pensionsreformen sind, waren nun plötzlich vehement gegen die Anrechnung von Einkommen auf die Pension. Sie sind zwar für eine Pensionsautomatik und für die Anhebung des Regelpensionsalters, sie fordern regelmäßig eine Begrenzung des Bundesbeitrages zu den Pensionen, aber zu moderaten Ruhensbestimmungen bei einem Zuverdienst zur Alterspension, sagen sie nein. Das passt nicht zusammen. Weiterlesen