Schlagwort-Archive: öffentliche Haushalte

Österreichs Bildungs-, Gesundheits- und Sozialausgaben im europäischen Vergleich: Wenn der Staat spart, kann das für private Haushalte teuer werden

Philipp Heimberger, 11. August 2017

Budgetpolitik, strukturelles Defizit, Investitionen, AusteritätspolitikNachdem die Frage nach der Finanzierung des österreichischen Sozialstaates in der wirtschaftspolitischen Debatte neuerlich an Bedeutung gewinnt, erscheint es wertvoll, die politische Auseinandersetzung durch relevantes Datenmaterial zu fundieren. Vor diesem Hintergrund gibt der folgende Beitrag einen Überblick zu Österreichs staatlichen Ausgabenstrukturen im europäischen Vergleich – mit besonderem Augenmerk auf die Bereiche Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung. Es zeigt sich, dass höhere öffentliche Ausgaben die privaten Haushalte entlasten – insbesondere jene mit niedrigen Einkommen. Weiterlesen

Privatisierung der Gewinne?

Georg Feigl, 25. September 2013

profil_feigl_georgFast schon vermisst, taucht im Wahlkampf doch noch die Forderung nach der Privatisierung öffentlicher Unternehmen auf. Als Gründe werden etwa der Abbau der Staatsverschuldung, zusätzliche Förderungen für forschungsintensive Unternehmen oder – besonders bizarr – die Banken-Verstaatlichung vorgeschoben. Das alles in einem Jahr, indem etwa in Deutschland „rekommunalisiert“ wird, sich die Republik so günstig wie nie zuvor finanzieren kann und die Staatsschuldenquote zurückgehen wird. Dabei sind Privatisierungen nicht nur wirtschafts- und beschäftigungspolitisch sowie aus finanzieller Sicht verfehlt, sondern schlichtweg unnötig. Weiterlesen

Ist die Kritik am Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) berechtigt?

Georg Feigl, 17. September 2013

profil_feigl_georgDer Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) wurde nicht erst im laufenden Wahlkampf zur Zielscheibe der Kritik am Krisenmanagement der Europäischen Union. Im Mittelpunkt steht dabei die Ablehnung der Übernahme von öffentlichen Haftungen, die angeblich alleine für Österreich 65 Milliarden Euro betragen würden. Diese Kritik basiert einerseits auf übertriebenen Zahlen – zB beträgt das derzeitige Verlustrisiko Österreichs 1,23 Mrd Euro. Andererseits wird ausgespart, dass weitaus größeren Verluste, die durch eine Auflösung der Eurozone entstehen würden, gerade auch durch den ESM selbst verhindert wurden. Weiterlesen