Schlagwort-Archive: Ökonomie

Wirtschaft neu denken – Blinde Flecken der Lehrbuchökonomie: Wir verlosen 3 Ausgaben

Teilnehmen per mail und ein Exemplar gewinnen, 5. März 2017

„Es ist mir egal, wer die Gesetze einer Nation schreibt – solange ich ihre Volkswirtschafts-Lehrbücher schreiben kann“ – dieser Satz von Wirtschaftsnobelpreisträger Paul A. Samuelson ist symptomatisch für das Selbstverständnis vieler ÖkonomInnen. Die volkswirtschaftliche Theorie ist nicht nur extrem einflussreich, sondern erhebt zugleich einen Allgemeingültigkeitsanspruch. Umso bedauerlicher ist die einseitige Ausrichtung in Lehre der Ökonomie. Weiterlesen

Der Zweifel an Fakten und die Krise der Volkswirtschaftslehre

Janina Urban, 16. Februar 2017

Volkswirtschaftslehre, Buch, FGWOb Lohnhöhe, Stellung von Gewerkschaften, Freihandelsabkommen oder die Integration von Geflüchteten – ÖkonomInnen haben auf all diese Fragen Antworten, wie sich Politik und Gesellschaft dazu optimalerweise verhalten könnten. Das Vertrauen in die Wirtschaftswissenschaften ist allerdings spätestens mit der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 gründlich erschüttert worden. Denn der Großteil der ÖkonomInnen hatte nicht etwa die tiefste Krise seit der Großen Depression von 1929 vorausgesagt, sondern Jahre der Stabilität und des Wachstums. Die „Krise der Volkswirtschaftslehre (VWL)“ ist damit zum Politikum geworden und fällt aktuell mit der Erosion des Vertrauens in „allgemein anerkannte Wahrheiten“, aber auch faktenbasierte Analysen zusammen. Weiterlesen

Webtipps der Woche, 3. Juni 2015

Links, die das Anklicken wirklich lohnen, 3. Juni 2015

webtipps der wocheEin Comic, der ganz simpel zeigt, wie man privilegiert lebt ohne es zu merken,  ein Interview mit dem IMK-Chef der erzählt wie sich die wirtschaftspolitische Debatte in den letzten Jahren gewandelt hat und Jean Ziegler über den Zusammenhang von Gewissen und Gerechtigkeit. Das alles für euch gesammelt in unseren Webtipps der Woche. Weiterlesen

Unhilfreiche Ökonomik: Die Tugend der Verantwortungslosigkeit

Benjamin Ferschli & Daniel Grabner, 26.Mai 2015

Grabner Daniel 100x100Ferschli Benjamin 100x100Misst man die gegenwärtige Ökonomik (Volkswirtschaftslehre) daran, was sie zur Beschreibung, Erklärung und dem Verstehen von Wirtschaft als Teil sozialer Wirklichkeit beiträgt, liefert sie ein dürftiges, ein unhilfreiches Ergebnis. Unserer Meinung nach tragen dazu eine spezifische erkenntnistheoretische Tradition und ideengeschichtliche Entwicklung bei. Die Kombination aus beiden führt schlussendlich dazu, dass Verantwortungslosigkeit verblümt als neue Tugend zelebriert wird. Weiterlesen

Webtipps der Woche: 10. Jänner 2015

Welche Links diese Woche das Anklicken lohnen, 10.Jänner 2015

webtipps der wocheIn den „Webtipps der Woche“ zeigt Owen Jones warum der Staat die Voraussetzung zur Entfaltung des Unternehmergeistes erst schafft und Reiche lieber nicht über selbigen schimpfen sollten. Gehen wir auf Tour mit einem Kurierfahrer und lesen dass man auch auf nationaler Ebene durchaus etwas gegen Steuervermeidung tun kann. Und: Wer will kann sich ausrechnen, wie ihn eine Millionärsabgabe treffen würde. Good luck.

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Standardsituationen der Ökonomiekritik: Für und Wider den Mainstream

Leonhard Dobusch, 5. Jänner 2015

Leonhard DobuschTrotz einer seit Jahren wachsenden Bewegung für mehr Pluralismus in der Ökonomie ist die ökonomische Forschung und Lehre weiterhin von theoretischer und methodischer Einseitigkeit gekennzeichnet. Zur Verteidigung dieser Forschungsausrichtung gegenüber internen und externen KritikerInnen folgt die etablierte ökonomische Forschung einem standardisierten Muster der Kritikabwehr. Dieser Blogeintrag widmet sich deshalb einer Auswahl der häufigsten Standardsituationen der Ökonomiekritik. Weiterlesen

Der Fiskalpakt – Hauptkomponente einer Systemkrise

Stephan Schulmeister, 13. November 2014

Stephan Schulmeister 100x100Mit dem Fiskalpakt hat die EU wesentliche Forderungen der ideologischen Hauptgegner des Europäischen Sozialmodells, der „Schule von Chicago“, übernommen. Erstens: Der Pakt bindet die Fiskalpolitik noch enger an Regeln. Zweitens: Die Europäische Kommission (EK) schätzt das „strukturelle Defizit“ mit Hilfe des Konzepts der „natürlichen Arbeitslosenrate“ – sie ist jene, die nötig sei, damit sich der Lohnanstieg nicht erhöht (NAWRU). Drittens: Es wird unterstellt, dass Sparpolitik keine negativen Folgen für Produktion und Beschäftigung hat. Viertens: Das Staatsdefizit soll durch „Strukturreformen“ verringert werden – eine Umschreibung für den weiteren Abbau des Sozialstaats und des Arbeitnehmerschutzes. Weiterlesen

Relevanz, Realität, Modelle – Was braucht die Ökonomie?

„Gesellschaft Plurale Ökonomik“, „VrauWL“ & „Roter Börsenkrach“, 27.Oktober 2014

plurale-oekonomieDie Volkswirtschaftslehre (VWL) befindet sich in der Krise. Proteste von Studierenden gegen Einseitigkeit im VWL-Lehrplan erregten 2014 großes Aufsehen. Ökonomiestudierende aus 19 Ländern veröffentlichten ein Manifest, das harsche Kritik an der herrschenden Lehre beinhaltet. Diese Kritik bezieht sich auf den fehlenden Pluralismus im Lehr- und Forschungsbetrieb. Mit einer Podiumsdiskussion am 29. Oktober soll zur Lösung dieser Krise beigetragen werden. ÖkonomInnen von Universitäten, Wirtschaftsforschungsinstituten und der Nationalbank werden an der WU diskutieren, wie es um die derzeitige Debatte um Pluralismus in der Ökonomie steht. Weiterlesen

Arbeit und Kapital bei Piketty

Hagen Krämer, 18. Juli 2014

Hagen_Kraemer 2Was bestimmt langfristig die Einkommensverteilung? Für die heute dominierende neoklassische Theorie sind es langfristig die ökonomischen Gesetze, gegen die sich die um die Verteilung ringenden sozialen Gruppen nicht durchsetzen können. Machtfaktoren spielen in der herkömmlichen Analyse praktisch keine Rolle, obwohl sie in Lohnverhandlungen stets präsent sind. Im Bestseller Capital in the 21st Century von Thomas Piketty ist das kaum anders. In seinem Modellrahmen wird die funktionale Einkommensverteilung, wie Piketty selbst an einigen Stellen schreibt, ausschließlich „technisch“ bestimmt. Für eine Berücksichtigung des Einflusses von Macht auf die Verteilung bleibt hier kein Raum. Weiterlesen

Der Aufstand der Wirtschaftsstudierenden

Gesellschaft für Plurale Ökonomik, 13. Mai 2014

plurale-oekonomieLetzte Woche wurde ein Manifest für mehr Vielfalt in der Wirtschaftswissenschaft von einem Zusammenschluss aus über 40 Studierendengruppierungen aus 19 Ländern veröffentlicht, um sich gegen die neoklassische Vorherrschaft an den Unis zu wehren. Die Gesellschaft für Plurale Ökonomik Wien ist Teil dieser Initiative. Auch Peter Mooslechner, Direktor der Österreichischen Nationalbank, unterstützt die Initiative: „Viele Aspekte der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise haben gezeigt, dass es neuer, innovativer und methodisch breiterer Ansätze in den Wirtschaftswissenschaften bedarf, um eine relevante Wirtschaftspolitik entsprechend zu fundieren. Dafür ist es entscheidend, dass Volkswirtschaftslehre fundamental als multiparadigmatische Wissenschaft verstanden, gelehrt und ‚gelebt‘ wird“. Weiterlesen