Schlagwort-Archive: Lohnstückkosten

Lohnnebenkosten auf dem Prüfstand

Josef Wöss, 25. August 2017

Anders als immer wieder zu hören, ist Österreich bei den Lohnnebenkosten bei weitem nicht internationaler Spitzenreiter. Falsch ist auch der oft erweckte Eindruck, dass die Lohnnebenkosten laufend steigen. Bei den (Gesamt-)Arbeitskosten und bei den für die internationale Wettbewerbsfähigkeit relevanten Lohnstückkosten liegt Österreich besser als viele andere wettbewerbsstarke Länder. All das belegt eine vom Wifo für den Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen erstellte Studie.

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Ist Arbeit zu teuer?

Bettina Csoka, 17. April 2014

Bettina Csoka_web_kleinDer in Wirtschaftskreisen vorherrschende isolierte Blick auf die Höhe der Arbeitskosten führt zu kurzsichtigen Lohnsenkungsfantasien. Nicht die Höhe der Löhne sondern das Ausmaß der Löhne an der geschaffenen realen Wertschöpfung  ist für internationale Vergleiche relevant (= Lohnstückosten). Und nicht die gesamte Wirtschaft mit jeder einzelnen Pore muss sich international messen, sondern insbesondere die Produktion. Aktuelle internationale Werte zur „preislichen“ Wettbewerbsfähigkeit können da Klarheit bieten.

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Der Mythos der Wettbewerbsfähigkeit und seine Widersprüchlichkeiten

Florian Schall, 5.September 2013

flo schallIm wirtschaftspolitischen Diskurs in Österreich ist immer wieder von „internationaler Wettbewerbsfähigkeit“ die Rede, welche um jeden Preis zu halten bzw. zu verbessern sei. So waren zuletzt Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und Finanzministerin Maria Fekter mit der Aussage, Österreich sei in internationalen Wettbewerbsrankings „abgesandelt“ und die Arbeitskosten sollten gesenkt werden um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten in den Medien. Der  allgemeine Tenor reduziert das Thema auf die Kernaussage: je schlechter die Lohnentwicklung und je niedriger die Steuerleistung, desto höher die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der folgende Beitrag soll zeigen, dass die Ausführungen der DiskursprotagonistInnen über internationale Wettbewerbsfähigkeit, jeglicher seriösen Grundlage entbehren. Weiterlesen