Schlagwort-Archive: Kündigungsschutz

Kündigungsschutz bei Familienzeit?

Martin Risak, 2. Mai 2016

martin risak. 100x100Trotz der im Zuge des Begutachtungsverfahrens mehrfach geäußerten Kritik enthält der Regierungsentwurf des Familienzeitbonusgesetzes keinen ausdrücklichen Kündigungsschutz für Personen, welche die Familienzeit („Papamonat“)  in Anspruch nehmen. Wie ist nun eine Kündigung wegen der (beabsichtigten) Inanspruchnahme derselben rechtlich zu beurteilen? Und: Entspricht der Entwurf den europarechtlichen Vorgaben?   Weiterlesen

Abbau des Kündigungsschutzes in Europa: Politischer Konsens auf schwachem Fundament

Daniel Unterweger, 7. Jänner 2016

Daniel_UnterwegerIm ökonomischen Mainstream wurde seit langer Zeit ein starker Kündigungsschutz als schädlich gegenüber Beschäftigung sowie wirtschaftlichem Wachstum empfunden. Dies äußerte sich politisch, auch insbesondere während der Wirtschaftskrise, durch Strukturreformen in Gegenleistung für Finanzhilfe der Europäischen Institutionen (beispielsweise in Griechenland oder Portugal). Es lässt sich aber auch ein allgemeiner europäischer Trend zu einem schwächeren Kündigungsschutz erkennen. Allerdings ist die theoretische Grundlage dieser Reformen empirisch alles andere als unumstritten – besonders im Hinblick auf neuere wissenschaftliche Erkenntnisse. Dieser Beitrag stellt eine kritische Auseinandersetzung mit der ökonomischen Theorie des Kündigungsschutzes dar und soll aufzeigen, dass ein starker Kündigungsschutz auch positive Effekte auf Beschäftigung haben kann. Weiterlesen

Quotenmodell zur Älterenbeschäftigung

Wolfgang Panhölzl, 13. November 2013

11141_Panhoelzl_Wolfgang_012 BlogDie beschlossenen Pensionsreformen und die demographischen Veränderungen verschärfen in den kommenden Jahren die Situation der Älteren am Arbeitsmarkt und und stellen eine beträchtliche Herausforderung für die sozialen Systeme dar. Der Politikwechsel „Arbeitsmarkt statt Pension“ ist ab 2014 in einem beachtlichen Ausmaß angelegt, das durch die Demographie eine zusätzliche Steigerung erfährt. Doch der Wechsel erfasst nur eine Seite der Marktteilnehmer. Das heißt im Klartext, der Druck auf ältere, auf arbeitslose und auf gesundheitlich beeinträchtigte ArbeitnehmerInnen wird erhöht. Sie werden an Maßnahmen der beruflichen und medizinischen Rehabilitation, an Case-Managment-, an Beratungs- und sonstigen Integrationsprozessen mitwirken müssen. Kurz, es sind alle Anstrengungen zu unternehmen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und alle Chancen zu wahren, um in Beschäftigung oder am Arbeitsmarkt zu bleiben. Wobei die Grenzen des Zumutbaren weit gesteckt sind; Hüft- oder Knieoperationen, psychiatrische Behandlungen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, sind – bei sonstigem Leistungsverlust – jedenfalls zumutbar (wenn kein besonderes Risiko mit ihnen verbunden ist). Weiterlesen