Schlagwort-Archive: Kollektivverträge

Infografik Kollektivvertragsverhandlungen

10. April 2017

Die Kollektivvertragsverhandlungen sind im Gange bzw. vielfach schon abgeschlossen. Wie laufen sie ab und welche Vorteile bringt ein Kollektivvertrag für ArbeitnehmerInnen? Eine Antwort in Bildern. Weiterlesen

Solidarische Lohnpolitik hat Zukunft!

Rainer Wimmer, 21. Dezember 2016

Rainer WimmerEinige stellen Kollektivvertragsverhandlungen als überholt dar: „Nicht zeitgemäß“ ist die Meinung jener, die entweder kein Interesse mehr an einer funktionierenden Sozialpartnerschaft haben oder gerne allein über die Löhne und Gehälter ihrer Beschäftigten bestimmen wollen. Die PionierInnen der österreichischen Gewerkschaftsbewegung haben aber ein Sozialpartnersystem miterschaffen, welches immer noch ein weltweites Vorbild ist. Weiterlesen

Europaweite Stärkung der Kollektivvertragssysteme gefragt

Thorsten Schulten, Guy Van Gyes und Torsten Müller, 2. Dezember 2016

Lohnpolitik, Kollektivvertragssysteme, EULöhne, EGI, ETUI, lohnpolitischer InterventionismusIn der EU ist derzeit eine Sichtweise auf Löhne und Kollektivvertragssysteme vorherrschend, die diese einseitig als Problem für die Wettbewerbsfähigkeit definiert. Diese Sichtweise führte zu Reformen der „Economic Governance“ bzw. der wirtschaftspolitischen Steuerung in der EU, die als neuer lohnpolitischer Interventionismus verstanden werden kann. In unserem neuen Sammelband analysieren wir die Auswirkungen dieser Politik auf die Arbeitsbeziehungen in den einzelnen Ländern, aber auch auf den Verlauf der wirtschaftlichen und sozialen Krise, die auf diese Art nicht überwunden werden konnte. Demgegenüber steht eine alternative Sichtweise, die auf eine expansivere und solidarischere Lohnpolitik in Europa setzt. Weiterlesen

Die Spaltung der Lohnabhängigen durch die Zurückdrängung der Kollektivverträge

Susanne Haslinger und Lukas Oberndorfer, 31. August 2016

Susanne_Haslingerlukas oberndorfer berabeitetLetzte Woche sorgte der Wirtschaftssprecher der FPÖ Bernhard Themessl für Aufmerksamkeit: In einem Interview forderte er die Zurückdrängung der kollektiven Verhandlungsmacht der Lohnabhängigen: „Warum halten wir in Österreich an Kollektivverträgen fest?“ Stattdessen sei es sinnvoller die Lohnverhandlungen auf die Betriebsebene zu verlagern und bei Bedarf auch länger als zwölf Stunden arbeiten zu lassen. Den Hintergrund dieser Vorschläge bildet die in den letzten Jahren autoritär durchgesetzte Vertiefung des Neoliberalismus in Europa: Um die Profite der Unternehmen zu steigern, gelang es grenzüberschreitenden „Reformbündnissen“ trotz massiver Proteste eine Schwächung der Kollektivvertragssysteme und weitgehene Einschnitte in das Arbeitsrecht durchzusetzen. Ein Modell für Österreich? Weiterlesen

Mitbestimmung: Jeden Tag neu erkämpfen

Bernhard Achitz, 21. November 2014

 Bernhard_Achitz„Ihr habt es gut“, sagte ein ungarischer Kollege über die Mitbestimmungsrechte in Österreich.  „Eure Regierung verhandelt mit euch über Gesetzesänderungen, für fast alle ArbeitnehmerInnen gelten Kollektivverträge und eure Betriebsräte haben echte Mitspracherechte.“ Verglichen mit den Bedingungen der ungarischen Gewerkschaften unter der Orban-Regierung scheint unsere Situation paradiesisch. Weiterlesen

Lohnkonkurrenz als Ausweg aus der Krise?

Nacho Álvarez, 22. Mai 2014

Nacho AlvarezIn der aktuellen Krise hat sich einmal mehr die Fähigkeit der ökonomischen und politischen Eliten zur Durchsetzung ihrer Leseart der Realität gezeigt, die mit dieser aber nur wenig gemein hat. So präsentierten sie die Eurokrise als logische Konsequenz aus dem „Leben über den Verhältnissen“ in der wirtschaftlichen Peripherie – vor allem hinsichtlich der Löhne. Obwohl diese Behauptung für Spanien nicht das Geringste mit der durch fehlende Reallohnzuwächse und einer fallenden Lohnquote charakterisierten Realität zu tun hatte, führte diese Eliteninterpretation zu einem beispiellosen Angriff auf die ArbeitnehmerInnen. Wenn es den Gewerkschaften nicht gelingt diesen Angriff abzuwehren, wird sich diese Aggression auch auf der europäische Ebene verschärfen und zu einem Lohnkonkurrenzkampf zum Schaden der Mehrheit der EuropäerInnen führen. Internationale Solidarität ist daher unerlässlich. Weiterlesen

Bemerkenswerte Innovation: Die Freizeitoption im Kollektivvertrag

Markus Marterbauer, 8.Jänner 2014

marterbauerDen Gewerkschaften ist in einer Reihe von Kollektivvertragsvereinbarungen 2013 eine der bemerkenswertesten sozialen Innovationen der letzten Jahre gelungen: Die Lohnerhöhung kann in zusätzliche Freizeit umgewandelt werden. Diese Maßnahme wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern, die Lebenszufriedenheit erhöhen und einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Sicherung von Beschäftigung leisten. Weiterlesen

Unter dem Deckmantel der Flexibilisierung

Bettina Csoka, 28.10.2013

Bettina Csoka_web_kleinIm Zuge der aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen geraten Wirtschaftsseite und Gewerkschaften neben dem Ausmaß der Lohn- und Gehaltserhöhung auch bezüglich Arbeitszeitregelungen in Konflikt. Mehr als 700.000 ArbeitnehmerInnen erbringen regelmäßig Über- bzw. Mehrarbeitsstunden. Ein Viertel dieser Arbeitsleistung bleibt unbezahlt. Das von Wirtschaftsseite unter dem Deckmantel der Flexibilität geforderte „Zeitkonto“ in der Metallindustrie würde die ArbeitnehmerInnen noch mehr unter Druck setzen und ihnen mehr als 600 Euro im Jahr kosten. Weiterlesen

Eine soziale Dimension für die WWU: Kein Feigenblatt für den neoliberalen Umbau der EU

Oliver Röpke, 8. Mai 2013

Oliver Röpke 100x100In den nächsten Wochen ist mit Vorschlägen für eine „soziale Dimension“ der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) zu rechnen. Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) hat seine Kernforderungen dazu kürzlich formuliert. Eine „soziale Dimension“ darf sich nicht in kosmetischen Alibivorschlägen erschöpfen, die keinen Politikwechsel herbeiführen. Weiterlesen