Schlagwort-Archive: HFCS

HFCS 2014: Starke Konzentration und erhebliche Unterschätzung des Reichtums in Österreich

Markus Marterbauer, 21. Juni 2016

Marterbauer, Konjunktur, Experte, WirtschaftspolitikEin Prozent der Haushalte besitzt ein Viertel des gesamten Vermögens in Österreich. Der Anteil der obersten 5% der Haushalte, die über ein Nettovermögen von mehr als 800.000 Euro verfügen, liegt bei deutlich mehr als 40%, das ist etwa gleich hoch wie jener der unteren neun Zehntel der Haushalte. Besonders hoch ist das Vermögen im Durchschnitt bei UnternehmerInnen (Mittelwert 1,3 Mio. Euro) und Bauern/Bäuerinnen (0,9 Mio. Euro). BeamtInnen, Angestellte und PensionistInnen fallen demgegenüber weit zurück, darunter liegen noch ArbeiterInnen und Arbeitslose. Das sind die jüngsten Ergebnisse des neuen Household Finance and Consumption Survey (HFCS) 2014 der Oesterreichischen Nationalbank. Weiterlesen

Erbschaften in Österreich: Wer viel verdient, bekommt am meisten

Anita  Tiefensee und Christian Westermeier, 9. Mai 2016

westermeierTiefenseePrivate Vermögen sind weitaus ungleicher verteilt als verfügbare Haushaltseinkommen. Dies zeigt sich darin, dass sehr wenige Menschen sehr viel Nettovermögen (Vermögenswerte minus Verbindlichkeiten) besitzen. Welche Rolle spielen Erbschaften und Schenkungen (Vermögenstransfers) für die Vermögensposition der Haushalte und für die Vermögensungleichheit im Euroraum? Weiterlesen

Stabil hohe Vermögensungleichheit in Deutschland

Michael Ertl, 23. März 2016

michael ertlAm Montag veröffentlichte die Deutsche Bundesbank die ersten Ergebnisse zur Vermögenslage in Deutschland für 2014. Die Daten stammen aus der zweiten Welle des HFCS, einer Befragung, die in allen Ländern der Eurozone durchgeführt wird. Zum ersten Mal ist nun ein Vergleich mit den Ergebnissen aus der ersten Befragung von 2010 möglich. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltend hohe Vermögensungleichheit. Weiterlesen

Bei Vermögenseinkommen gibt es keinen Mittelstand

Michael Ertl, 15. Jänner 2014

michael ertlWie hoch ist das jährliche Einkommen aus Ihrem Vermögensbesitz? Könnten Sie auf Ihren Arbeitsplatz verzichten und ausschließlich von Mieteinkünften, Zinsen, Dividenden, Gewinnausschüttungen und ähnlichem leben? Falls Sie diese Frage verneinen, dann zählen Sie nicht zu den obersten wenigen Prozent, die dies durchaus könnten und aus diesem Umstand heraus mit einer gewissen Gelassenheit in die Zukunft blicken können. Weiterlesen

Wir sind nicht alle Kapitalisten

Miriam Rehm & Sepp Zuckerstätter, 11.November 2013

miriamkArbeitnehmerInnen verdienen ihr Einkommen vor allem aus Arbeit. Allen Finanz-Hochglanzbroschüren für die private Pensionsvorsorge, dem konservativen Trommeln einer postmodernen Gesellschaft, in der es keine Klassen mehr gibt, und Studien über Managereinkommen  zum Trotz, hat sich diese Lebensrealität nicht geändert. Der Klassenbegriff ist in der modernen österreichischen Gesellschaft keineswegs bedeutungslos geworden. Die Daten zeigen, dass Klassengegensätze für den Großteil der Bevölkerung die Realität sind: ArbeitnehmerInnen haben vor allem Arbeitseinkommen, während Gewinn- und Zinseinkommen bei UnternehmerInnen konzentriert sind. Weiterlesen