Schlagwort-Archive: Hartz IV

Hartz IV für Österreich: Finger weg von der Notstandshilfe, Herr Finanzminister!

Christine Stelzer-Orthofer, 31. August 2017

Ende Mai gab es Schlagzeilen zu einer möglichen Abschaffung der Notstandshilfe und die Aufregung war groß: Nur über Umwege hat eine vom Finanzministerium beauftragte Studie zur „Simulation der Umlegung der Hartz-IV-Reform auf Österreich“ die Öffentlichkeit erreicht. Im Rahmen dieser Studie wurde geprüft, wie sich die Übernahme des deutschen Modells, das de facto eine Aussteuerung aus der Arbeitslosenversicherung nach einem Jahr vorsieht, in Österreich auswirken würde. Der politische Vorstoß dazu ist nicht ganz neu; immer häufiger wird in Österreich von jenen, die mehr der freien als der sozialen Marktwirtschaft anhängen, die Abschaffung der Notstandshilfe gefordert. Weiterlesen

Hartz IV – Klassenkampf von oben

Josef Wallner, 3. Juli 2017

Darum ginge es wohl in Wahrheit bei Hartz IV für Österreich: Die Löhne im unteren Bereich weiter abzusenken und die soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit zu beschädigen, ohne dass Langzeitarbeitslose bessere Arbeitsmarktchancen hätten. Weiterlesen

Warum Hartz IV alles andere als ein Erfolgsmodell ist

Judith Pühringer und Josef Pürmayr, 19. Juni 2017

In Deutschland hat das dortige Hartz-IV-System aus erwerbslosen Armen arme Erwerbstätige gemacht und zu einer wachsenden Entsolidarisierung in der Gesellschaft geführt. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Nachbarland hat zudem andere Gründe. Statt über die Grenzen zu schielen, fordern die AutorInnen von Österreich eine Beschäftigungspolitik, die Sinn macht und Sinn gibt. Dazu gehört die Umsetzung der Aktion 20.000 für ältere langzeitarbeitslose Menschen. Weiterlesen

Verlosung: 3x „Bewährungsprobe für die Unterschicht“ gewinnen

Teilnehmen per mail und ein Exemplar gewinnen, 5. Oktober 2016

doerre_buchcoverWir verlosen drei Ausgaben des Buches „Bewährungsprobe für die Unterschicht? Soziale Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik“ von Klaus Dörre, Karin Scherschel, Melanie Booth u.a.. In dem Buch beleuchten verschiedene Autorinnen und Autoren die Erwerbsorientierungen und Handlungsstrategien von arbeitsuchenden Personen in Deutschland. Dabei zeigt sich: fehlender Aufstiegswille oder Motivation sind nicht das Problem.

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Hartz IV und das Hamsterrad von Erwerbsarbeitslosen und Beschäftigten

Klaus Dörre, 1. September 2016

Klaus_DoerreFür marktliberale ÖkonomInnen ist die Sache klar. Der gründliche Umbau der Arbeitslosen- und Sozialhilfe, wie ihn die deutsche Regierung unter dem Kanzler Schröder zum Beginn der Nullerjahre betrieben hat, sei ein Erfolgsmodell. Die sogenannten „Hartz-Reformen“ haben den „Anspruchslohn“ gesenkt und dadurch Stellen geschaffen. Tatsächlich sinkt die Erwerbslosigkeit seit Jahren kontinuierlich und die Zahl der Erwerbstätigen ist mit über 43 Millionen auf ein Rekordniveau gestiegen. Doch es gibt einen hohen Preis des vermeintlichen „deutschen Jobwunders“. Weiterlesen

Arbeitslosigkeit ist ein/kein Full-Time-Job

Ilse Leidl-Krapfenbauer, 10. August 2016

Ilse_Leidl-KrapfenbauerDa ist sie wieder – wie auch schon im letzten Sommer: die Debatte rund um die Leistung und die Moral von Arbeitsuchenden. Und die MindestsicherungsbezieherInnen. Sommerloch? Oder ist da etwas dran? Personen, die auf Arbeitsuche sind, sind nicht gleich und daher nicht in einem Topf zu werfen oder gar zu verurteilen. Die Situation und die Problemlagen der Menschen sind höchst unterschiedlich. Doch eines haben fast alle der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen gemein: sie hätten gerne einen guten Job von dem man leben kann. Weiterlesen

Videoblog: Warum ist die Arbeitslosigkeit in Österreich höher als in Deutschland?

Markus Marterbauer im Videoblog, 2. Oktober 2015

In Österreich steigt die Arbeitslosigkeit, während sie in Deutschland sinkt. Warum?

Und: Wie erreichen wir in Österreich eine nachhaltige Trendumkehr.

Markus Marterbauer bringt in unserem A&W-Videoblog die Gründe auf den Punkt und hat konkrete Vorschläge, über die wir reden sollten. Weiterlesen

Arbeitsmarktreform: Die Sündenbockstrategie des Finanzministers

Josef Wallner, 31. Juli 2015

bak_jwallner_LThumbHans Jörg Schelling hat den Ruf eines besonnenen Ministers. Dann kam sein Dictum, das Arbeitslosengeld sei zu hoch. Oder eigentlich die Mindestsicherung. Vielleicht aber sollten die Zumutbarkeitsregeln verschärft werden. Nein, es sei das Fachkräftestipendium: Das war – nach Meinung Schellings – nur für Arbeitslose da und daher sinnlos. Hartz IV in Deutschland funktioniere dagegen ganz nach seinem Geschmack. Jedenfalls brauche es daher bei uns nun auch so eine Arbeitsmarktreform. Soweit, so irritierend. Was ist das Ziel des Ministers – hat Schelling einen Plan? Weiterlesen

Schleichender Abschied von der Sozialversicherungslogik: Wie die „Hartz“-Reformen die Arbeitslosenversicherung schwächen

Peer Rosenthal, 10. September 2014

Rosenthal_PortraitIn seinem Beitrag „Gesund dank Dr. Hartz“ hat Matthias Knuth eindrucksvoll dargelegt, wie gering der Anteil der „Hartz“-Reformen am deutschen „Beschäftigungswunder“ ist. Insgesamt scheint der Politikmix aus „Hartz“-Reformen und „Agenda 2010“ das Ausschöpfen der Beschäftigungspotenziale eher verhindert als gesteigert zu haben. Und trotzdem wird für die Reformen ein hoher Preis bezahlt: Mit den Veränderungen im System der Arbeitslosenversicherung, der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und der spezifischen Ausgestaltung von „Hartz IV“ ist ein schleichender Abschied von der Sozialversicherungslogik eingeleitet worden. Das ursprüngliche Ziel, bei Arbeitslosigkeit den Einkommens- und den beruflichen Status zu garantieren, wurde dem Ziel der schnellen Wiederbeschäftigung untergeordnet. Weiterlesen

Sozialhilfe für MigrantInnen aus den neuen Mitgliedsländern? – eine Klarstellung

Walter Gagawczuk, 14. Jänner 2014

Walter BlogIn den letzten Tagen konnte man regelmäßig Meldungen aus Großbritannien und Bayern lesen, wo eindringlich vor einem Sozialtourismus gewarnt wird bzw wonach EU-Ausländer Anspruch auf Sozialhilfe oder Hartz IV hätten. Die Aufregung ist groß und es zeigt sich wieder einmal, dass derartige Themen in der Öffentlichkeit kaum emotionslos und sachlich diskutiert werden können. Das Folgende soll ein kleiner Beitrag zur Versachlichung sein. Weiterlesen