Schlagwort-Archive: Geschlechtergerechigkeit

Endstation Mittleres Management – mit der Frauenquote ans Ziel

Sonja Spitzer, 24. Februar 2017

„Frauen sind nicht fürs Führen gemacht. Es fehlt ihnen an Qualifikation und Erfahrung. Im Grunde wollen sie gar nicht. Und überhaupt: Es ist wirklich schwierig, gute Frauen für Führungspositionen zu finden.“ Erklärt das die Männerquote von 92,8 % in den österreichischen Geschäftsführungen? Nein. Was Frauenkarrieren wirklich bremst, sind Arbeitspraktiken und Berufslaufbahnen, die auf veraltete Geschlechterrollen ausgerichtet sind. Männerfreundliche Strukturen sorgen dafür, dass die weibliche Repräsentanz mit jeder Sprosse der Karriereleiter abnimmt – der Weg nach oben führt für Frauen durch eine „Leaky Pipeline“. Weiterlesen

Die geschlechtsspezifischen Folgen der Finanzkrise

Stefanie Wöhl, 14. Juni 2016

Woehl-StefanieDie Veränderungen in der politisch-institutionellen Architektur der EU seit Beginn und in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise verdecken sowohl die exekutiven Maßnahmen, als auch die Belastungen der Privathaushalte durch Austeritätspolitik, die zur Krisenbekämpfung eingesetzt wurden. Und es fehlt der Blick auf die geschlechtsspezifischen Folgen der Finanzkrise. Weiterlesen

Frauenbeschäftigung – Zu langsame Fortschritte

Renate Anderl, 13. August 2015

Renate_Anderl„Gläserne Decke“, Einkommensnachteile und Teilzeitbeschäftigung: Dies sind Schlagworte, die viele kennen und die leider bis heute absolut nichts an Aktualität verloren haben. Besonders häufig fallen sie in Verbindung mit Frauenbeschäftigung. Denn Frauen sind in der Arbeitswelt nach wie vor benachteiligt: Obwohl sie in den vergangenen Jahrzehnten im Bildungsbereich massiv aufgeholt haben und heute allgemein qualifizierter sind als Männer, suchen Frauen Chancengleichheit am Arbeitsmarkt meist vergebens. Weiterlesen

Geschlechtergerechte Arbeitszeit: Kürzer arbeiten – besser leben

Claudia Sorger, 24. Juli 2015

sorger claudiaDie im Rahmen der Aktionswoche „Kürzer arbeiten – leichter leben!“ der GPA-djp präsentierte Befragung von Erwerbstätigen zeigt einmal mehr, wie brisant das Thema  Arbeitszeitverkürzung ist. Obwohl es in den letzten Jahren wieder verstärkt Initiativen zu einer Neugestaltung der Arbeitszeit im Interesse der ArbeitnehmerInnen gab,  sind wir von einer neuen Arbeitszeit weit entfernt. Es liegt mittlerweile 40 Jahre zurück, dass die gesetzlich festgelegte wöchentliche Arbeitszeit von 45 Stunden auf 40 Stunden reduziert wurde und die in vielen Branchen kollektivvertraglich festgelegte Arbeitszeit von 38,5 Stunden ist bereits seit 25 Jahren unverändert. In der Arbeitszeitdiskussion der letzten Jahrzehnte dominierten Fragen der Flexibilisierung und Ausweitung der Arbeitszeit (vgl. Sorger 2014). Weiterlesen

Wir wollen die Hälfte vom Kuchen!

Sabine Oberhauser, 13. Juni 2013

OberhauserEs kann nicht sein, dass Mädchen und junge Frauen bei der Berufswahl noch immer mit Aussagen wie „Das ist kein Beruf für Mädchen“ demotiviert werden und sich enttäuscht abwenden.
Es kann auch nicht sein, dass junge Väter, die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen wollen und in Karenz gehen, an ihrem Arbeitsplatz belächelt werden. Weiterlesen