Schlagwort-Archive: Gender

Gesundheitsschutz geschlechtergerecht gestalten

Dagmar Andree, 22. Jänner 2016

Dagmar AndreeDie Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz ist eine gute Gelegenheit, mehr Geschlechtergerechtigkeit bei den Arbeitsbedingungen zu schaffen. Auf den ersten Blick objektiv-neutrale Vorgehensweisen müssen durchleuchtet werden. Es muss gelingen, Stereotypen und Machtverhältnisse aufzuzeigen und zu hinterfragen. Dann können auch Maßnahmen gesetzt werden, die vor allem Frauen nachhaltig vor Fehlbelastungen und somit vor psychischen Erkrankungen schützen.

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Mythos: „Reich werden kann jedeR“

Attac, Armutskonferenz & BEIGEWUM,  31. Dezember 2014

mythen_reichtum_bildDass die Einkommen von Frauen und Männern auseinanderklaffen, ist gründlich belegt und allgemein bekannt. Viel hartnäckiger hält sich jedoch der Mythos, dass Frauen mehr erben und somit die gleichen Chancen haben, Vermögen zu erlangen wie Männer. Doch das ist nicht richtig. Auch bei Vermögen gibt es eine Schere zwischen Männern und Frauen, was vor allem an einer „gläsernen Vermögensdecke“ liegt. Die Einführung von Vermögenssteuern ist deswegen auch für Geschlechtergerechtigkeit wichtig. Weiterlesen

Gendersensible Statistik: Lebensrealitäten sichtbar machen

Edith Waltner, 23. September 2014

EdithWaltnerbUnterschiedliche Lebensrealitäten von Frauen und Männern zu (er-)kennen ist Voraussetzung dafür, diese zu verändern. Für die Gestaltung von Rahmenbedingungen und die Erarbeitung von Gleichstellungsmaßnahmen braucht es valide Zahlen, Daten und Fakten. Doch welche Merkmale sollen wie erhoben werden und welche Maßzahlen berechnet werden, um die Lebensverhältnisse von Frauen und Männern messbar zu machen und möglichst wirklichkeitsgetreu darzustellen? Eine neue Broschüre der Stadt Wien zum Thema „Gendersensible Statistik“ setzt sich mit den inhaltlichen und methodischen Fragestellungen zur Aufbereitung, Interpretation und Analyse von Genderdaten auseinander. Weiterlesen

Vermögen: Frauen haben das Nachsehen

Katarina Hollan, Patricia Klopf, Katharina Mader und Alyssa Schneebaum, 5. Juni 2014

katarina_hollanDie Unterschiede im Einkommen zwischen Männern und Frauen sind inzwischen weitgehend bekannt – man denke an den „Equal Pay Day“ oder die vielen Studien, die die Diskriminierung von Frauen beim Einkommen aufzeigen. Völlig ausgeblendet wurden bisher die Vermögensunterschiede zwischen Geschlechtern, obwohl auch hier von einer weit auseinander klaffenden Schere ausgegangen werden muss. Für Österreich zeigen wir in unserer neuen Studie eine derartige deutliche Lücke beim Vermögen zwischen den Geschlechtern. Diese Lücke ist vor allem auf Unterschiede am oberen und unteren Rand der Vermögensverteilung zurückzuführen. Die ungleichen Vermögenspositionen führen wir auf ungleiche gesellschaftliche Rollen, Normen und Strukturen ebenso zurück wie auf Diskriminierung und kleineren Erbschaften von Frauen. Weiterlesen

Geschlechtergerechtigkeit steuern. Ein Blick auf Deutschland und Österreich

Jana Schultheiss, 25.April 2014

Steuergesetze sind geschlechtsneutral formuliert, d.h. sie gelten für Frauen und Männer gleichermaßen. Aufgrund der unterschiedlichen sozio-ökonomischen Realitäten der Geschlechter wie etwa Einkommensunterschiede, ein unterschiedliches Ausmaß der Arbeitszeit und die ungleiche Verteilung von unbezahlter Arbeit haben Steuergesetze aber de facto geschlechtsspezifische Auswirkungen. Weiterlesen

Geschlechtergerechtigkeit: Die einäugige Wirtschaftspolitik

Christa Schlager, 22. April 2014

christaskFrauen stellen über die Hälfte der Weltbevölkerung. Sie arbeiten mehr als Männer, haben  jedoch ein niedrigeres Einkommen und geringeres Vermögen. Ihr Beitrag zum Wohlstand ist untererfasst und unterschätzt. Diese Tatsachen wirken auch gesamtgesellschaftlich negativ insbesondere durch geringere Teilhabemöglichkeiten von Frauen. Trotzdem spielt dieses Thema in der Wirtschaftswissenschaft kaum eine Rolle. Ein „Engendern“ der Makroökonomie, daher die systematische Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Effekte in der Wirtschaftswissenschaft, würde nicht nur zu mehr Gleichheit führen, sondern hätte insgesamt einen positiv Effekt auf Wirtschaft und Gesellschaft. Von alleine wird dies allerdings nicht passieren. Weiterlesen