Schlagwort-Archive: Forschung

Haltung bewahren: Marie Jahoda als Vorbild

Georg Hubmann, 27. Juni 2017

Marie Jahoda ist ein Vorbild für Sozialwissenschaftler und Sozialwissenschaftlerinnen. Sie war nicht nur Wissenschaftlerin und an der Erforschung von Fakten alleine interessiert, sondern richtete ihren Fokus immer auch auf die Betroffenen und deren reale Probleme. Diese Einstellung zur Arbeit als Wissenschaftlerin ist im heutigen Wissenschaftsbetrieb selten geworden. Unter dem Titel „Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850–1930“ erscheint demnächst im Studienverlag ihre Dissertation aus dem Jahr 1932 mit einer umfangreichen Würdigung von Marie Jahoda und ihrer Arbeit. Weiterlesen

Bei der staatlichen Finanzierung von F&E ist Österreich Spitze

Miron Passweg, 14.September 2015

Immer wieder wird eine Ausweitung der Forschungsförderung Passweg_Miron_100x100für Unternehmen gefordert. Dabei liegt Österreich mit einem Anteil der staatlich finanzierten F&E-Gesamtausgaben von mehr als 1 Prozent am BIP an der Spitze aller Industrieländer. Dies ist keine Überraschung: Zum einen zählt Österreich OECD-weit zu den Spitzenländern betreffend F&E-Förderung des Unternehmenssektors und zum anderen werden auch die F&E-Aktivitäten des vorwiegend staatlich finanzierten Hochschulsektors überdurchschnittlich stark gefördert. Weiterlesen

Universitäre Personalpolitik: Laufbahnen mit Perspektive statt Kettenarbeitsverträge

Angelika Striedinger & Katharina Kreissl, 19. Mai 2015

striedingerkreisslSeit ihrer Einführung zu Beginn der 2000er ist die Regelung der Kettenarbeitsverträge an österreichischen Universitäten heiß umstritten. Die Diskussion ist geprägt von unterschiedlichen Interessen, Problemdiagnosen und Perspektiven. Ein Überblick über die verworrenen Hintergründe universitärer Personalpolitik. Weiterlesen

Arbeitsplätze durch Innovation

Miron Passweg, 16. Juli 2013

Im Auftrag der AK untersuchte das WIFO, wie sich technische Innovationen auf die Beschäftigung auswirken. Das Ergebnis: Die in der Studie hochgerechneten Beschäftigungseffekte für die untersuchten Innovationen im Zeitraum 2004 bis 2006 ergeben, dass diese in den beiden Folgejahren für über ein Drittel des gesamten damaligen Beschäftigungszuwachses in Österreich verantwortlich waren. Netto wurden jährlich 19.000 Arbeitsplätze geschaffen – überwiegend durch Prozess- bzw. Produktinnovationen. Damit wird deutlich, dass das Angebot innovativer und qualitativ hochwertiger Produkte und Dienstleistungen und keine rein kostenorientierte Strategie, die auf Massenproduktion und Lohndruck abzielt, für Österreichs Wirtschaft am erfolgversprechendsten ist. Eine aktivere Innovationspolitik, Verbesserungen im Bildungssystem und die Einbindung der Belegschaft sind daher gefordert, um mehr Beschäftigung durch Innovation zu schaffen. Weiterlesen