Schlagwort-Archive: Erbschaften

Fehlende Erbschaftssteuer in Österreich – eine eklatante Ungerechtigkeit

Markus Marterbauer und Martin Schürz, 3. Mai 2017

Martin Schürz, Verteilung, Vermögen, ErbschaftssteuerMarterbauer, Konjunktur, Experte, WirtschaftspolitikVor zehn Jahren wurde in Österreich die Abschaffung der Erbschaftssteuer eingeleitet, seither schwelt die Debatte über ihre Wiedereinführung. Kaum ein Argument der GegnerInnen hält einer inhaltlichen Prüfung stand. Dennoch ist die Diskussion in der Gesellschaft ambivalent, weil es dabei auch um Ängste und Werte geht. Heute sind die Voraussetzungen für eine neue Erbschaftssteuer in dem Sinn besser, als die Datenlage in Bezug auf das Erbvolumen und seine Verteilung massiv verbessert wurde, sich die Wissenschaft eindeutig äußert und neue Modelle, etwa in Bezug auf die Zweckbindung des Aufkommens für Pflege, entwickelt wurden. Dennoch verhindert die gesellschaftliche Macht der Vermögenden das wirtschaftlich und sozial Vernünftige. Weiterlesen

Erbschaften in Österreich: Wer viel verdient, bekommt am meisten

Anita  Tiefensee und Christian Westermeier, 9. Mai 2016

westermeierTiefenseePrivate Vermögen sind weitaus ungleicher verteilt als verfügbare Haushaltseinkommen. Dies zeigt sich darin, dass sehr wenige Menschen sehr viel Nettovermögen (Vermögenswerte minus Verbindlichkeiten) besitzen. Welche Rolle spielen Erbschaften und Schenkungen (Vermögenstransfers) für die Vermögensposition der Haushalte und für die Vermögensungleichheit im Euroraum? Weiterlesen

Webtipps der Woche, 28. April 2016

Weiterlesen und Weiterdenken im Web, 28.April 2015

AWblog-Logo-100x100Schäubles Plan gegen Geldwäsche als reine Ablenkung. Die F.A.Z. im Dienste der Lobby. Erbschaften verstärken die ökonomische Ungleichheit, besonders in Österreich. Mythen und falsche Behauptungen rund um Asyl und Flucht analysiert und richtiggestellt.  Weiterlesen

Mit Erbschaften ins Top-1% der Eurozone

Matthias Schnetzer, 10. Februar 2016

ms_smallEine kürzlich veröffentlichte Studie der internationalen Hilfsorganisation Oxfam stieß auf große Resonanz: Die 62 reichsten Menschen der Erde besitzen etwa genauso viel Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Diese neuen Zahlen und vor allem das steigende Interesse an den „Superreichen“ stehen sinnbildlich für eine Frage, die viele Menschen in Europa betrifft: Welchen Beitrag kann das Arbeitseinkommen heute noch zum Vermögensaufbau leisten? Wie schaffen es Reiche überhaupt an die Spitze der Vermögensverteilung? Weiterlesen

Ist die Vermögensungleichheit in Österreich zu hoch?

Martin Schürz, 28. Oktober 2015

Schuerz Martin SchürzÖkonomInnen verstecken ihre subjektiven Wertungen bei Verteilungsfragen gern. Anstatt die eigenen Kriterien bei Fragen sozialer Gerechtigkeit offenzulegen, ideologisieren sie lieber heimlich. Der Gini-Koeffizient der Nettovermögensverteilung beträgt in Österreich 0,76. Dies scheint hoch zu sein, angesichts einer möglichen Spannbreite für den Wert zwischen 0 (Gleichverteilung) und 1 (absolute Ungleichverteilung). Doch ist ein hoher Gini-Koeffizient gut oder schlecht? Weiterlesen

Wie das Vermögen in Österreichs Haushalten verteilt ist

Christoph Reinprecht und Gerhard Paulinger, 22. Mai 2015

Christoph_Reinprecht_100Gerhard_Paulinger_100Vermögen ist in Österreich ungleich verteilt. Privathaushalte unterscheiden sich nicht nur in Bezug darauf, wie viel sie insgesamt besitzen, sondern auch, wie sich ihr Vermögen zusammensetzt (Guthaben auf Girokonten, Immobilien, Sparbücher, Fonds, etc.). Sie können in acht verschiedene Vermögenstypen eingeteilt werden. Und es zeigt sich: Ein Haushalt, der wenig hat, wird seltener erben als ein vermögender Haushalt. Umgekehrt: Unter jenen Haushalten, die bereits vermögend sind, bekommen bis zu 90 Prozent ein Erbe oder eine Schenkung. Weiterlesen

Spielen soziale Klassen eine Rolle bei der Vermögensbildung?

Hilde Weiss und Julia Hofmann, 22. April 2015

hofmanFoto WeissGibt es überhaupt noch soziale Klassen oder doch nur Milieus und Lebensstile? Gerade am Beispiel der Vermögen in Österreich sind Klassenlagen deutlich erkennbar. In unserem Artikel arbeiten wir mit den österreichischen HFCS-Daten und analysieren die Ungleichheitsstrukturen in der Bevölkerung. Zwar finden sich in den Klassenlagen teilweise fließende Übergänge zwischen den niedrigeren, mittleren und oberen Segmenten, gleichzeitig treten jedoch markante Grenzen zwischen den einzelnen Klassenlagen hervor – eine breite Mittelschicht wie bei den Einkommen lässt sich bei den Vermögen nicht finden. Weiterlesen

Warum es soziale Mobilität in der Realität kaum gibt

Matthias Schnetzer, 9.September 2014

ms_smallSoziale Mobilität beschreibt gesellschaftlichen Auf- und Abstieg. In der Realität gibt es sie aber kaum. Dabei fügen sich zahlreiche Puzzleteile zusammen, z.B. die Vererbung von Bildungschancen, die Wirkung des früh erworbenen Habitus, die Ungleichverteilung von Erbschaften und sozialen Netzwerken. In Summe führen diese Faktoren dazu, dass der Traum, durch harte Arbeit reich zu werden, lediglich Stoff für die Filmindustrie bleibt.

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Piketty-Vermögenssteuer in Österreich?

Miriam Rehm, 8. Juli 2014

MiriamREHM_kleinThomas Piketty präsentierte sein Buch „Capital in the 21st Century“ in der Arbeiterkammer. Zentrale Aussage: Die Ungleichheit steigt, daher sind Vermögenssteuern nicht nur eine Frage des ökonomischen Hausverstandes, sondern sichern unser demokratisches System. Der neue internationale Trend gehe auch in diese Richtung; das könne den Weg zurück zu einer ungleichen Verteilung wie vor dem Ersten Weltkrieg blockieren. Weiterlesen

Erbschaften in der Gesellschaft der Ungleichen

Martin Schürz, 4. Juli 2014

mskLange wurde das Thema der sozialen Ungleichheit von Mainstream-ÖkonomInnen vernachlässigt. Doch Thomas Piketty hat in Capital in the 21. Century die Frage wieder in den Mittelpunkt gestellt. Die extreme Einkommens- und Vermögenskonzentration in den Händen einiger weniger ist nun unbestritten und ihre desaströsen Folgen werden breit diskutiert. In der neuen AK-Broschüre „Top-Vermögen und Einkommen in Österreich“ werden die wichtigsten Ergebnisse zur ungleichen Verteilung, zu Reichtum und Erbschaften anschaulich präsentiert. Piketty wird mit den darin enthaltenen Forderungen keine Probleme haben – im Gegenteil: Ausgehend von den gravierenden Problemen durch Vermögenskonzentration ist er in seinen wirtschaftspolitischen Forderungen radikaler. Weiterlesen