Schlagwort-Archive: Einkommensungleichheit

Unsere Welt ist sehr ungleich – und wird es wohl auch noch lange bleiben

Max Roser, 28. Dezember 2016

maxroser_100x100Daten zur globalen Einkommensverteilung zeigen, dass wir in einer Periode leben, in der die Ungleichheit auf der Welt zurückgeht. Es gilt aber auch festzuhalten: Die Ungleichheit ist sehr hoch und wird sich unter den gegenwärtigen Bedingungen nur langsam weiter verringern. Weiterlesen

Ungleichheit und makroökonomische Instabilität: Eine Bestandsaufnahme

Jan Behringer, Thomas Theobald & Till van Treeck, 23. Dezember 2016

In den vergangenen Jahren rückte der Zusammenhang zwischen Einkommensverteilung und makroökonomischer Instabilität zunehmend in den Fokus der Forschung. In einem aktuellen Literaturüberblick werden ausgewählte Kanäle diskutiert: Steigende Einkommensungleichheit kann zur Entstehung außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte beitragen, wenn in einzelnen Ländern die Schwächung der Massenkaufkraft entweder vermehrt eine kreditfinanzierte private Haushaltsnachfrage nach Konsum und Wohnungsbauinvestitionen (USA, Vereinigtes Königreich) oder eine Binnennachfrageschwäche mit steigenden Exportüberschüssen (China, Deutschland, Japan) zur Folge hat. Zudem weisen neuere empirische Studien darauf hin, dass steigende Einkommensungleichheit einen negativen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum haben kann. Weiterlesen

Schadet Ungleichheit der Demokratie?

Martina Zandonella und Evelyn Hacker, 11. November 2016

hacker_100x100zandonella_100x100Politische Partizipationsmöglichkeiten sind ein zentrales Grundgerüst demokratischer Gesellschaften: Partizipation erweitert individuelle Handlungsspielräume und trägt auf kollektiver Ebene dazu bei, Machtunterschiede zu verringern. Sie geht einher mit Selbstbestimmung, der Gestaltung der eigenen Lebensumstände und der Mitgestaltung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Zahlreiche Studien weisen jedoch darauf hin, dass Gruppen mit höherem Einkommen auch eine höhere politische Partizipation aufweisen. Auch für Österreich zeigt sich, dass Einkommensungleichheit die Wahlteilnahme von exkludierten Gruppen zusätzlich senken kann.

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Kein Fortschritt beim sozialen Zusammenhalt in Europa

Michael Dauderstädt und Cem Keltek, 5. August 2016

Cem_Keltek_100x100michael-dauderstaedtEuropas politischer Zusammenhalt bröckelt – nicht zuletzt angesichts der Krise des sozialen Zusammenhalts. Menschen aus armen Ländern strömen in reichere, in denen viele ihre Einkommens- und Lebenschancen durch die Immigration bedroht sehen. Diese Befürchtungen vermischen sich mit Zorn und Frustration über die steigende gesellschaftliche Polarisierung. In der Europäischen Union (EU) bestätigen die aktuellen Daten für 2014 den besorgniserregenden Trend, der seit 2011 zu beobachten ist: Die Einkommensungleichheit hält sich hartnäckig auf dem Niveau, auf das sie 2010 angestiegen war. 2009 hatte sie nach deutlichen Fortschritten in den Vorjahren ihren niedrigsten Wert erreicht. Weiterlesen

Wachsende Ungleichheit schadet gesamter Volkswirtschaft

Stefan Trappl, 6. Mai 2016

Foto_Trappl_NEU„Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auf“ – Schlagzeilen wie diese haben es in den letzten Jahren immer wieder in die Medien geschafft. Dieser Blogbeitrag soll beantworten was das eigentlich heißt, aus welchen verschiedenen Perspektiven man dies betrachten muss und warum die steigende Konzentration des Reichtums in den Händen einiger Weniger im Endeffekt der gesamten Volkswirtschaft schaden wird.

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Die ewige Einkommensschere? Eine Kurzanalyse zum 8. März 2016

Nadja Bergmann, 8. März 2016

Nadja BergmannDer internationale Frauenkampftag ist ein Tag, um die noch immer bestehenden Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern sichtbar zu machen – und gemeinsam dagegen aufzutreten. Ein besonders sichtbares Zeichen dafür sind die nach wie vor sehr ausgeprägten Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. Ein länderübergreifendes EU-Projekt zeigt, dass es branchenspezifische Ursachen gibt und daher auch branchenspezifische Strategien braucht, will man den Gender Pay Gap verringern.

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Schadet Ungleichheit in der Einkommensverteilung der Wirtschaft?

Till van Treeck, 25. Jänner 2016

vanTreeck_TillNeuere Forschungsergebnisse weisen auf einen negativen Zusammenhang zwischen ökonomischer Ungleichheit und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung hin. Hohe Einkommensungleichheit kann angebotsseitig das Wachstumspotenzial schwächen, wenn sie z. B. zu geringeren Ausgaben für Bildung führt. Nachfrageseitig kann sie destabilisierend wirken, wenn der private Konsum zunehmend auf Verschuldung basiert. Diese Erkenntnisse sollten in Politik und Wissenschaft stärker berücksichtigt werden. Weiterlesen

Forum Alpbach 2015: UnGleichheit

Michael Ertl, 8. September 2015

michael ertlNachdem das Thema Ungleichheit einen zentralen Stellenwert bei Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eingenommen hat, stellte sich das Europäische Forum Alpbach heuer (endlich) dieser Thematik mit dem Titel: „UnGleichheit“. Dieser Schritt macht deutlich, dass Ungleichheit als brisantes Thema in der Gesellschaft angekommen ist und dass die Gefahren von zu hoher Ungleichheit erkannt wurden. Weiterlesen

Serie „Pikettys Thesen“ 3: Einkommensungleichheit spitzt sich zu

5. August 2015

piketty-vaSeit den 1980ern steigen hohe Einkommen besonders stark, mittlere und niedrige Einkommen stagnieren hingegen. Die Einkommensungleichheit spitzt sich folglich zu.

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OECD: Steigende Ungleichheit – warum eine Trendumkehr notwendig ist

Christa Schlager, 7. Juli 2015

christa schlagerIn den entwickelten Industriestaaten waren die ökonomischen Unterschiede in den letzten 30 Jahren nie höher als heute. Währenddessen vor einigen Jahren die Problematisierung von Ungleichheit als politische Agitation abgetan wurde, sind die inzwischen zahlreich publizierten Statistiken schwer zu widerlegen. Steigende Ungleichheit, eigentlich erschüttert eine derartige Nachricht nur mehr wenig. „Die Welt ist schlecht und ungerecht“ heißt es schon bei Heinrich Heine. Ja, aber: Ist es gut, sich an diesen Zustand zu „gewöhnen“? Keinesfalls, wie der neueste OECD Report in it together zeigt, denn solche sozialen Schieflagen sind selbst für die Ökonomie nachteilig, wird hier vorgerechnet. Weiterlesen