Schlagwort-Archive: Deregulierung

Lohnpolitischer Paradigmenwechsel in der EU

Michael Mesch, 23. Juli 2015

michael-meschIm Bereich der Lohnpolitik brachte die im Zuge der Wirtschaftskrise seit 2010 eingeführte neue wirtschaftspolitische Steuerung der EU einen grundlegenden Wechsel mit sich. Dieser führte von der Akzeptanz der Tarifautonomie der Kollektivvertrags(KV)-Partner hin zu einem europäischen Interventionismus in den nationalen Lohnpolitiken. Als nachhaltige Ausrichtung gewerkschaftlicher Politik erscheint eine Strategie der autonomen Revitalisierung  erfolgversprechend für eine Reregulierung des Arbeitsmarktes und die Stärkung der institutionellen Säulen. Weiterlesen

Die Ein-Personen-Gesellschaft – eine neue skurrile Idee der Kommission

Walter Gagawczuk, 11. Juni 2014

Walter BlogDie Europäische Kommission hat vor kurzem einen Vorschlag für eine neue Rechtsform im Gesellschaftsrecht vorgelegt, die SUP oder Ein-Personen-Gesellschaft. Nun ist die Konstruktion einer Ein-Personen-Gesellschaft an sich schon absurd, die eine oder andere vorgeschlagene Regelung ist aber darüber hinaus skurril. Es bleibt zu hoffen, dass uns die Realität dieser Gesellschaftsform erspart bleibt. Weiterlesen

Nach der Krise ist vor der Krise? „Change Finance!“

Jakob Luger, 18.Oktober 2013

„Finance Watch“ hat anlässlich des fünfjährigen „Jubiläums“ der Lehman-Brothers Insolvenz eine Kampagne zur Regulierung der Finanzmärkte gestartet. Damit wagt sich das NGO-Netzwerk erstmals auf neues Terrain und kombiniert seine bisherige Krisenanalyse mit einer breiteren politischen Initiative. „Change Finance!“ ist auch die erste europaweite Kampagne, welche die Krisenursachen benennt, ein Fazit über bisherige Regulierungsmaßnahmen zieht und auf die Gefahren einer zukünftigen Krise hinweist. Weiterlesen

Aktive Beschäftigungspolitik statt Austerität und Deregulierung

Alexander Herzog-Stein, 15.April 2013

Die Gegensätze könnten fast nicht größer sein. Die Eurozone insgesamt befindet sich in der schwersten Beschäftigungskrise seit Einführung der Gemeinschaftswährung. Gleichzeitig wurde in Deutschland im abgelaufenen Jahr 2012 erneut ein neuer Beschäftigungsrekord vermeldet. Die Arbeitslosenquote belief sich laut Eurostat in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2012 auf 5,5 Prozent, dem niedrigsten Stand seit 1991, während sie in der Eurozone ein besorgniserregendes Niveau erreicht hat und insgesamt bei 11,4 Prozent lag. Und die aktuell vorliegenden Prognosen deuten darauf hin, dass sich diese gegensätzliche Entwicklung in diesem und im nächsten Jahr noch weiter zuspitzen wird.

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