Schlagwort-Archive: Ausbildung

Berufliche Aus- und Weiterbildung: Förderung für Umstiege, Aufstiege und Absicherung

Ulrike Papouschek, 19. Juli 2017

Dass berufliche Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle für Arbeitsmarktpositionen und Berufsverläufe und -karrieren von Beschäftigten spielen, ist unumstritten. Um berufliche Aus- und Weiterbildung zu unterstützen, wurde in Österreich daher eine Reihe von Fördermaßnahmen geschaffen, darunter Fachkräftestipendium, Weiterbildungsgeld und Bildungsteilzeitgeld. Genauere Einblicke in die Umsetzung der Fördermaßnahmen aus der Perspektive von BezieherInnen dieser Förderungen waren bislang kaum vorhanden. Die Studie „BezieherInnen von Fachkräftestipendium, Weiterbildungsgeld und Bildungsteilzeitgeld“ stellt einen Schritt dar, diese Lücke füllen. Das Ergebnis grob skizziert: hohe Zufriedenheit, aber auch Stolpersteine auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss; ohne Fördermaßnahme aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit der Teilnahme an einer Aus- oder Weiterbildung, aber trotz Fördermaßnahmen finanzielle Einschränkungen bis zur Armutsgefährdung; berufliche Um- und Aufstiege und Arbeitsplatzsicherung nach Ausbildungsabschluss. Weiterlesen

Mit der Lehre auf der Überholspur

Wolfgang Fronek, 18. Juli 2017

Der Beitrag des Programms Lehre mit Matura zur sozialen Durchlässigkeit im Wiener Bildungssystem.

Im internationalen Vergleich erinnert das Ranking zu blockierter Bildungsmobilität an ein Ergebnis im Schifahren: Österreich ist immer vorne dabei! Es zeigt sich deutlich, dass die Bildungsvererbung hierzulande sehr stark ist und durch das Bildungssystem nur in geringem Ausmaß kompensiert werden kann. Umso wichtiger ist es, Möglichkeiten zu schaffen, dem entgegenzuwirken, wenn uns Chancengerechtigkeit im Bildungssystem ein Anliegen ist. Eine Maßnahme dazu ist das Programm Lehre mit Matura (Berufsmatura Wien). Eine 2016 in Wien durchgeführte Evaluierungsstudie zeigt, dass das Programm deutlich zu einer Erhöhung der sozialen Durchlässigkeit und zur positiven Bildungsmobilität beiträgt. Der folgende Beitrag stellt die Berufsmatura Wien vor und fasst die Befunde dieser Studie zusammen. An der Onlinebefragung haben sich 1179 Teilnehmende und 213 AbsolventInnen beteiligt. Weiterlesen

Unsichere Jobs beeinflussen Arbeitsqualität und Gesundheit

Patricia Mayrhofer, 6. Dezember 2016 

foto_patricia_neuDie Arbeitswelt ist im Wandel – atypische und unsichere Beschäftigungsformen sind mittlerweile durchaus üblich. Mit derartigen Beschäftigungsverhältnissen geht meist eine große Unsicherheit einher: Wer nicht weiß, ob der befristete Vertrag verlängert wird, fühlt sich oft als Arbeitnehmer/-in zweiter Klasse und kann die persönliche Zukunft kaum planen. Nicht nur die drohende Arbeitslosigkeit, auch die Ungewissheit nach Umstrukturierungsprozessen ist eine große Belastung für die Betroffenen. Die Sorge um den Arbeitsplatz wirkt sich nicht nur negativ auf die Arbeitsqualität aus, sondern führt auch zu erheblichen psychischen und körperlichen Belastungen. Weiterlesen

Berufsbegleitendes Fachhochschul-Studium in Österreich – Eine kritische Analyse einer Erfolgsgeschichte

Georg Pilz, 23. September 2016

Mit der Etablierung der ersten Fachhochschulen im Jahr 1994 in Österreich wurde der Zugang für berufstätige Menschen zu Ausbildungen im tertiären Bereich erleichtert bzw. erweitert. Die Angebote an speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittenen Studiengängen, welche ein Studium neben einer Vollzeitbeschäftigung erlauben, wurden sukzessiv ausgebaut. So erfreulich diese Entwicklung in quantitativer Hinsicht zu beurteilen ist, so muss auch genauer hinterfragt werden, ob die aktuellen Rahmenbedingungen für die Studierenden immer optimal gegeben sind oder ob etwas geändert werden sollte.

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Bildung ist der Schlüssel

Rudi Kaske, 16. September 2016

Rudi KaskeWie schaffen wir es, dass aus „Geflüchteten“, aus „Fremden“, aus AsylwerberInnen und MigrantInnen ArbeitnehmerInnen in Österreich werden? Der Schlüssel dafür liegt nicht in Ein-Euro-Jobs. Bildung ist der Schlüssel. Und das gleich auf mehreren Ebenen. Weiterlesen

Warum das Stellenangebot trotz hoher Arbeitslosigkeit steigt

Kai Biehl, 9. September 2016

Stellenangebot, ArbeitsmarktNach 2011 war das Stellenangebot des Arbeitsmarktservice (AMS) in Österreich sehr niedrig. In den Jahren 2013 und 2014 waren beim AMS sogar weniger offene Stellen gemeldet als im Krisenjahr 2009. Seit der Jahresmitte 2015 kam es jedoch zu einem erfreulichen Wiederanstieg, der sich mit Beginn des Jahres 2016 weiter beschleunigt hat. Das wird jetzt fälschlicherweise als Zeichen gedeutet, dass Arbeitslose weniger bereit wären die angebotenen Jobs anzunehmen. Was es braucht ist nicht eine Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen, sondern mehr Mittel für das AMS – für mehr Personal und für bessere Qualifizierungsangebote. Weiterlesen

Aus Leid wird Freud: Wie kann zur Weiterbildung motiviert werden?

Iris Gugenberger, 25. August 2016

Iris1_2Sogenannte „weiterbildungsferne“ Personen haben kaum bzw. deutlich geringere Chancen, an beruflicher Weiterbildung teilzunehmen und folglich davon zu profitieren. Sie dürfen oder wollen nicht am Prozess des Lebenslangem Lernen teilnehmen. In diesem Beitrag soll beleuchtet werden, wer dieser Zielgruppe angehört und welche Möglichkeiten es gibt, diese Personen (besser) zu erreichen. Weiterlesen

Jugendarbeitslosigkeit als Folge oder Ursache psychischer Beeinträchtigungen?

Christina Koblbauer, 22. August 2016

Koblbauer neuJugendliche, die mit psychischen Problemen kämpfen, fallen häufig aus dem Arbeitsmarkt heraus. Umgekehrt nehmen durch Inaktivität und Frustration auch die psychischen Probleme zu – ein Teufelskreis, der bis jetzt wenig Beachtung gefunden hat. Eine aktuelle Studie der Universität Linz hat erstmals die Zusammenhänge für Österreich analysiert. Weiterlesen

Das „Praktikum“ in der Praxis: Praktisch oder prekär?

Lisa Sinowatz, 2. August 2016

Lisa Sinowatz neu 100x100Sommerzeit heißt Urlaub, Sonne, Ferienspaß – könnte man meinen. Für viele junge Menschen bedeuten die Sommermonate nämlich auch das: Erste Erfahrungen mit Arbeitsmarkt, Lohnabhängigkeit und betrieblichen Arbeitsrealitäten. Und diese zeigen sich durchwachsen – so viel schon vorweg…

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Migration damals und heute: Was hat sich geändert?

Mevlüt Kücükyasar, 15. März 2016

Thumbnail imageAufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs Mitte der 1950er und des damit einhergehenden Bedarfs an Arbeitskräften schloss Österreich mit mehreren Ländern Anwerbeabkommen ab. Die dann als GastarbeiterInnen bezeichneten Arbeitskräfte wurden im provisorischen Arbeitsamt für „GastarbeiterInnen“ am Ostbahnhof empfangen und oft schon am nächsten Tag als HilfsarbeiterInnen in der Produktion, auf der Baustelle oder in der Landwirtschaft eingesetzt. Vor 50 Jahren hat das noch reibungslos funktioniert. Nun haben sich die Zeiten aber geändert: Sowohl die Situation auf dem Arbeitsmarkt als auch die Struktur der MigrantInnen, die ist heterogener als noch vor 50 Jahren.

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