Schlagwort-Archive: Arbeitskräfteüberlassung

Crowdwork – Alte Spielregeln für die neue Arbeitswelt?

Johannes Warter, 23. Februar 2017

Crowdwork ist in aller Munde. Aber UberfahrerInnen als ArbeitnehmerInnen, Clickworker als HeimarbeiterInnen?! Viele Menschen übernehmen ungeprüft die Selbstbeschreibungen der PlattformenbetreiberInnen, die sich selbst als VermittlerInnen und die Arbeitenden als Selbstständige bezeichnen. Langsam lichtet sich jedoch der rechtliche Nebel um die neuen Arbeitsformen in der internet- und plattformbasierten Arbeitswelt und es zeigt sich: Auch die neue Arbeitswelt muss sich an „alte“ Spielregeln halten.

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Markttransparenz, Herrschaftswissen und das Netz – ein Praxistest mit Zeitarbeitsfirmen

Ulrich Schönbauer, 18. März 2014

uli_schoenbauer 100x100„Mit Hilfe des Webs werden Märkte besser informiert, intelligenter und fordernder hinsichtlich der Charaktereigenschaften, die den meisten Organisationen noch fehlen.“ Dieses Intro zum Cluetrain Manifesto – formuliert vor fast 20 Jahren – hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt: Unternehmen müssen vor den Augen einer kritischen Öffentlichkeit wenigstens minimalen ethischen Standards genügen. Tun sie das nicht, so ist mit einer gnadenlosen Offenlegung der Praktiken im Internet zu rechnen. So wie bei Nestlé. Das größte Industrieunternehmen der Schweiz wurde wegen der Zerstörung des indonesischen Urwalds an den Pranger gestellt:  1,5 Millionen Klicks verzeichnete das Greenpeace-Video „Give rainforests a break“, begleitet von einem Shitstorm auf der Nestlé-Facebookseite.

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Auch für Zeit-ArbeitnehmerInnen gilt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Hannes Schneller, 2. Mai 2013

Schneller Portrait 2009Als die schlimmste Phase der Wirtschaftskrise 2008/2009 (vorläufig) überstanden war, wurden mehrere repräsentative Umfragen unter personalverantwortlichen ManagerInnen durchgeführt. Wie würden sie offene Stellen in Zukunft besetzen? Durchgängige Antworten: Rund 25% der künftigen Jobs würden nur noch mit überlassenen Arbeitskräften und nicht mehr dauerhaft mit StammarbeitnehmerInnen besetzt werden. Leichteres hire&fire (kostenlose Beendigung der Arbeitsverhältnisse) sowie die Bilanzierung dieses Personals unter „Sachaufwand“ waren die Hauptargumente. Als „angenehmer Nebeneffekt“ wird aber oft auch eine geringere Entlohnung angestrebt. Weiterlesen