Schlagwort-Archive: Agenda Austria

Webtipps der Woche, 28. April 2016

Weiterlesen und Weiterdenken im Web, 28.April 2015

AWblog-Logo-100x100Schäubles Plan gegen Geldwäsche als reine Ablenkung. Die F.A.Z. im Dienste der Lobby. Erbschaften verstärken die ökonomische Ungleichheit, besonders in Österreich. Mythen und falsche Behauptungen rund um Asyl und Flucht analysiert und richtiggestellt.  Weiterlesen

Neoliberale Think Tanks in Österreich: Was wollen sie, was bewirken sie?

Christine Stelzer-Orthofer und Stephan Pühringer, 18. Februar 2016

puehringer_100x100STELZER-ORTHOFERIn den letzten Jahren treten vermehrt neoliberale Think Tanks als Akteure im gesellschaftspolitischen Diskurs in Erscheinung, ein für Österreich relativ neuer Trend. Wiewohl immer wieder betont wird, dass sie autonom und politisch unabhängig agieren, sind sie in bestehenden Netzwerken finanzkräftiger, privatwirtschaftlicher AkteurInnen und wirtschaftlicher Interessensvertretungen bestens verankert; sie sind international und medial gut vernetzt und beeinflussen die österreichische gesellschaftspolitische Diskussion und Politik immer mehr. Weiterlesen

Arbeitslosigkeit: niedriges Wachstum und nicht fehlende Qualifikation ist das Problem

Johannes Schweighofer, 26.Jänner 2016

JohannesSchweighofer_100x100Das Geheimnis hinter der Rekordarbeitslosigkeit. Die wichtigste Ursache ist fehlende Qualifikation, nicht die Konjunktur“ lautet der „populärwissenschaftlichen“ Titel eines der letzten Produkte der Agenda Austria. Damit soll offensichtlich die These, dass der Großteil der Arbeitslosigkeit in Österreich struktureller Natur ist, untermauert und der Boden für weitreichende „Strukturreformen“ bereitet werden: für Maßnahmen wie Kürzungen von Arbeitslosenunterstützung oder die Dezentralisierung der Lohnverhandlungen. Tatsächlich wird im vorliegenden Fall nicht nur ein ökonomisches Konzept missbraucht, sondern es werden auch grundlegende Zusammenhänge schlicht ignoriert. Seriöse wissenschaftliche Argumente sehen anders aus. Weiterlesen

MERCER Pensionsstudie: Und ewig grüßt das Murmeltier

Erik Türk & David Mum, 20. Oktober 2015

davidmumkleinErik BlogWie nicht anders zu erwarten hat auch die neue Fassung des MERCER Pensionsindex ergeben, dass die finanzielle Nachhaltigkeit des österreichischen Pensionssystems nicht gegeben ist. Die Auswertungen zu Österreich liegen nun zum zweiten Mal vor und wurden vom wirtschafsliberalen PR Institut Agenda Austria unterstützt. Da Rankings beliebt sind, hier gleich das Ergebnis: 2015 liegt Österreich auf Platz 18 von 25, letztes Jahr auf Platz 17. Dieses Ergebnis wird medial inszeniert, ist aber für sich genommen nicht beunruhigend. Denn wenn man einen Blick in die Indexzusammensetzung wagt, wird man feststellen, dass er völlig ungeeignet ist, die Angemessenheit und Nachhaltigkeit eines Pensionssystems zu beurteilen. Weiterlesen

Hat die kalte Progression die Steuerreform schon gefressen? – Nur wenn man falsch rechnet!

Vanessa Mühlböck, 23. April 2015*

4,9 Milliarden Euro beträgt das Entlastungsvolumen der Tarifänderungen im Zuge der Steuerreform 2016. Dennoch meinen Kritiker, wie die ua. von Industriellen und Privatstiftungen finanzierte Agenda Austria, dass man nicht von einer Entlastung sprechen könne. Würde doch die die kalte Progression weit höher ausfallen als die Entlastung. Nun, zu so einem Ergebnis kann nur kommen, wer sich verrechnet oder auf fragwürdige Tricks zurückgreift. Weiterlesen

MERCER Pensionsstudie: starke Worte, schwache Methodik

David Mum, 30. Oktober 2014

davidmumkleinDie vom Beratungsunternehmen MERCER publizierte Pensions-Studie will zeigen, „dass die künftige Finanzierung der Pensionen fast nirgendwo so wackelig ist wie hierzulande.“ Tatsächlich kann diese in Zusammenarbeit mit Agenda Austria erstellte  Publikation keine Aussagen über die Qualität eines Pensionssystems liefern. Indikatoren zur wichtigsten Säule – den öffentlichen Pensionen – spielen nur eine völlig untergeordnete Rolle, zentrale Annahmen sind unplausibel und viele wichtige Qualitätsmerkmale werden  gar nicht erfasst. Weiterlesen

Neoliberale Spardoktrin führt weiter in die Krise

Atila Kilic, 8.November 2013

atilia picWir schreiben das fünfte Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise. Spätestens mit dem Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers im September 2008 kamen die unterschätzten Schwächen und Gefahren von unregulierten Finanzmärkten zum Vorschein. Finanzinstitute waren weltweit in Bedrängnis. Die Krisenfolgen für die Realwirtschaft waren nicht einschätzbar und Stimmen wurden laut, dass eine Große Depression wie jene der 1930er Jahre droht. Weiterlesen

Öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich? Ist das überhaupt ein Problem?

Manuel Melzer, 7.November 2013

Manuel MDie Frage ob in Österreich die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden, hat in jüngster Vergangenheit erneut polarisiert. Von wirtschaftsliberaler Seite, wie zuletzt von Agenda Austria, wird dabei die Entwicklung zunehmender Ungleichheiten in der Verteilung des gesamtgesellschaftlichen Wohlstandes bezweifelt. Eine ungleiche Verteilung wird zudem als förderlich für ökonomisches Wachstum angesehen. Und von Wirtschaftswachstum würden alle profitieren.

Ein Blick auf die Datenlage und auf empirische Studien schafft Klarheit über die tatsächliche Verteilungssituation von Einkommen und Vermögen in Österreich. Weiterlesen

Die Wirtschaft schwächelt, deshalb braucht es höhere Löhne

Florian Schall, 6.November 2013

flo schallBleiben die Löhne hinter den Gewinnen und Vermögenseinkommen zurück, dann bremst das das die Wirtschaftsentwicklung und zerstört Arbeitsplätze. Die Frage der funktionellen Einkommensverteilung, also wie sich das Einkommen einer Volkswirtschaft auf Löhne und Gewinne verteilt, ist eine der fundamentalsten der Ökonomie. Bereits der klassische britische Ökonom David Ricardo hat sie Anfang des 19. Jahrhunderts als „principal problem in Political Economy“ bezeichnet. Weiterlesen