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Video: Warum eine massive Senkung der Abgabenquote schlecht ist

Im Wahlkampf sind wieder die Steuersenker unterwegs. Warum ist das gar nicht gut? Sieh selbst:

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Täglich grüsst der Mythos der zu hohen Abgabenquote

Vanessa Mühlböck, 12.Mai 2017

Wieder einmal ist die Höhe der Abgabenquote im Zentrum der Debatte: Österreich müsse dringend seine Steuern und Abgaben senken, da die Abgabenquote im internationalen Vergleich zu hoch sei.

Nur oberflächlich betrachtet klingt dies verlockend: Die Abgaben und Steuern werden gesenkt, wir können alle billiger und mehr einkaufen bzw. mehr Geld zur Seite legen. Komplett übersehen wird hierbei die Tatsache, dass das Einheben von öffentlichen Abgaben und Steuern kein Selbstzweck ist. Mit diesen Einnahmen werden wichtige sozialpolitische Leistungen finanziert, von der kostenfreien Bildung, über die Krankenversorgung für alle bis hin zur Bereitstellung der öffentlichen Infrastruktur (Straßen, Schienen, öffentliche Sicherheit etc.). Diese sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und könnten sich viele von uns allein in dieser Qualität nicht leisten. Weiterlesen

Der Mythos der hohen Abgabenquote

Vanessa Mühlböck, 24. Oktober 2014

Im Zuge der aktuellen Steuerdebatte wird vehement eine Senkung der Lohnsteuer gefordert. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es sich nicht um eine generelle Senkung der Steuereinnahmen handeln soll. Mit öffentlichen Abgaben werden schließlich wichtige sozialpolitische Errungenschaften wie freie Bildung und Krankenversorgung für alle sowie die öffentliche Infrastruktur (zB: Straßen, öffentliche Sicherheit) finanziert. Institutionen und Personen, die sich für eine Senkung der Gesamtabgabenbelastung einsetzen, halten dem entgegen, dass andere wirtschaftlich hoch entwickelte Staaten derartige Aufgaben mit geringeren Abgabenquoten (Summe der Steuern und Abgaben im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung) erfüllen. Weiterlesen

Industriestandort Österreich: Viel bejammert, aber sehr gut

Markus Marterbauer, 10. April 2013

In Bezug auf die Attraktivität des österreichischen Industriestandorts kontrastieren die medialen Klagen über hohe Kosten und fehlende Wettbewerbsfähigkeit in bemerkenswertem Ausmaß mit der tatsächlichen Ausweitung der Produktion der Unternehmen.

Wenn es um die wirtschaftliche Lage der Industrie geht, ist in Österreich Schwarzmalerei angesagt: Dem Standort fehlen angeblich die Facharbeitskräfte, die Lohnkosten sind viel zu hoch, ebenso die Abgabenquote und die Umweltstandards. Gewerkschaftliche Forderungen nach der Verkürzung der Arbeitszeit, einer Besteuerung von Vermögen, der Streichung von Steuerausnahmen oder der Umsetzung produktivitätsorientierter Lohnpolitik werden wahlweise als Klassenkampf, Utopie oder Realitätsverweigerung gebrandmarkt. Weiterlesen