Archiv der Kategorie: Gleichstellung

Digitalisierung – Selbstläufer Richtung Gleichstellung?

Gerlinde Hauer, 25. Jänner 2017

Die Digitalisierung ist gleichermaßen voller Versprechungen und voller Schrecken. Einerseits werden hohe Gleichstellungspotenziale und bessere Vereinbarkeitschancen gesehen, Andrerseits verunsichern Beschäftigungsszenarien, die hohe Jobverluste prognostizieren. Was bringt der digitale Wandel für Frauen? Oder besser gesagt: Was braucht es, damit die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen für Arbeitsmarktchancen von Frauen genutzt werden können?

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Weit entfernt von Gleichstellung

Renate Anderl, 23. November 2016

Renate AnderlFrauen kümmern sich so gut wie allein um Haushalt und Kinderbetreuung. Sexismus ist nach wie vor für viele Frauen ein alltägliches Problem – von Gewalt gegen Frauen gar nicht zu reden. Die Benachteiligungen von Frauen hören hier aber nicht auf: Frauen verdienen weniger als Männer, Frauen stoßen an die gläserne Decke, Frauen arbeiten häufig in Teilzeit und laufen Gefahr, im Alter arm zu werden. Weiterlesen

Equal Pay Day: Über 82 Brücken musst du gehen?

Nadja Bergmann und Hannah Steiner, 11. Oktober 2016

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Am 11. Oktober ist wieder einmal Equal Pay Day. Ab dann arbeiten Frauen statistisch gesehen bis zum Jahresende, also 82 Tage, gratis. Im EU-Durchschnitt liegt Österreich seit Jahren am unteren Ende, nur Estland hat noch schlechtere Werte. Zwar schrumpft der Gender Pay Gap (GPG), aber nur äußerst langsam und das, obwohl Maßnahmen auf verschiedensten Ebenen gesetzt werden. Eine umfassende Strategie zur Bekämpfung der Einkommensschere fehlt jedoch, sowohl in Österreich als auch in der EU. Internationale Beispiele zeigen, was getan werden könnte.

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Neue AK/ÖGB-Kampagne geht gegen Steueroasen vor

Frank Ey, 22. September 2016

frank eyBahamas-Leaks. So lautet der Name für den nächsten Skandal rund um Steueroasen. Das neue Leak dürfte für besonderen Sprengstoff sorgen: Denn offensichtlich sind in den neu aufgetauchten Informationen die Namen einer Reihe hochrangiger PolitikerInnen enthalten. So wird unter anderem die britische Innenministerin Amber Rudd und der kanadische Finanzminister William Francis Morneau in den Papieren genannt. Der neue Skandal zeigt deutlich: In Sachen Steueroasen hat sich den Beteuerungen zum Trotz noch immer nicht viel geändert. Um den Druck in der Diskussion um „Steueroasen“ zu erhöhen, haben AK und ÖGB nun die Kampagne No to Tax Havens gestartet. Denn Steueroasen wie in Luxemburg, Panama oder den Bahamas müssen nun endlich ein Ende haben. Weiterlesen

Die geschlechtsspezifischen Folgen der Finanzkrise

Stefanie Wöhl, 14. Juni 2016

Woehl-StefanieDie Veränderungen in der politisch-institutionellen Architektur der EU seit Beginn und in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise verdecken sowohl die exekutiven Maßnahmen, als auch die Belastungen der Privathaushalte durch Austeritätspolitik, die zur Krisenbekämpfung eingesetzt wurden. Und es fehlt der Blick auf die geschlechtsspezifischen Folgen der Finanzkrise. Weiterlesen

Anhebung vom Frauenpensionsalter als Scheindiskussion

Ingrid Mairhuber, 28. April 2016

ingrid mairhuber1993 wurde das unterschiedliche Frauenpensionsalter verfassungsrechtlich festgeschrieben. Mit der schrittweisen Anhebung darf laut Verfassungsbestimmung erst 2024 begonnen werden. Die lange Übergangsfrist ist aber kein Privileg für Frauen. Grundlage war die Erkenntnis, dass einer Angleichung des Frauenpensionsalters eine „weitgehende Gleichstellung von Frauen und Männern in gesellschaftlichen, familiären und wirtschaftlichen Belangen“ vorausgehen muss. Mehr als 20 Jahre später sind wir von einer „weitgehenden Gleichstellung“ aber immer noch ziemlich weit entfernt. Die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters ist daher eine Scheindiskussion, die vom eigentlichen Problem der anhaltenden Benachteiligungen von Frauen und ihren niedrigen Pensionsleistungen ablenkt.

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Re-Visiting betriebliche Frauenförderung

Catharina Werkhausen, 6. April 2016

Werkhausen Catharina1Ob es darum geht Mädchen für technische Berufe zu begeistern oder zu erfahren, wie es erfolgreiche Top-Managerinnen geschafft haben: Themen rund um Frauenförderung sind in allen Medien vertreten. Die Begründungen für eine spezifische Förderung von Frauen sind neben der Chancengleichheit von Männern und Frauen auch Fachkräftemangel, das steigende Bildungsniveau und die steigende Erwerbstätigkeit von Frauen sowie die positive Auswirkung von weiblichen Mitarbeiterinnen auf den Unternehmenserfolg. Insbesondere in den 80er und 90er Jahren haben Programme zur Frauenförderung einen weiten Anklang gefunden. Aber was bedeutet betriebliche Frauenförderung heute? Weiterlesen

Flüchtlingskrise und globale Gleichstellung von Frauen

Irene Khan, 15. Feburar 2016

Irene KhanWie Europa mit der Flüchtlingskrise umgeht, wird enormen Einfluss auf die globale Entwicklung und die Gleichstellung der Geschlechter haben. Mehr als die Hälfte der über 60 Mio. Menschen, die derzeit weltweit auf der Flucht sind, sind Frauen und Mädchen. Die Flüchtlingskrise unter dem Gender-Aspekt zu betrachten ist daher wesentlich, um diese Herausforderung zu bewältigen, sagte Irene Khan in ihrer Keynote zum 2. Barbara Prammer-Symposium mit dem Titel „Frauen.Flucht.Solidarität“. Khan konstatierte dabei auch: „Wir befinden uns an einem gefährlichen Wendepunkt, denn bisherige Errungenschaften im Sinne der Frauen stehen auf dem Spiel“.

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Die Eltern mehr in die Pflicht nehmen? Über Armut und strukturelle Chancenungleichheit im Schulsystem

Regina Gottwald-Knoll, 18. Jänner 2016

foto_gottwald-knollLaut Schulunterrichtsgesetz sind Eltern dazu verpflichtet, die Unterrichts- und Erziehungsarbeit in der Schule zu unterstützen. Gleichzeitig ist es traurige Realität, dass schulpflichtige Kinder überdurchschnittlich häufig in Haushalten leben, die von Armut betroffen sind. Deren Eltern können die erwartete Unterstützungsleistung meist nur schwer erbringen. Ideologische Vorstellungen, Wünsche und Wirklichkeit klaffen hier deutlich auseinander.

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Geschlechterungleichheit bei der Verteilung der Arbeitszeit in Österreich

Judith Derndorfer, 12. Jänner 2016

Derndorfer_kleinIn Österreich sind die klassischen Geschlechterrollen noch immer weit verbreitet. Deutlich wird das vor allem bei der Verteilung der Arbeitszeit. Während 2014 laut Statistik Austria 60,5% des Arbeits­zeit­volumens aller Erwerbstätigen von Männern geleistet wurde, belief sich der von Frauen geleistete Anteil bei 39,5%. Bei der unbezahlten Arbeit war es genau umgekehrt. Laut der aktuellsten Zeitverwendungsstudie von 2008/09 wurde der Großteil, nämlich zwei Drittel von Frauen und nur ein Drittel von Männern geleistet. Weiterlesen