Archiv der Kategorie: Gesundheit

Was sich MigrantInnen in Wien bei Pflege und Betreuung wünschen

Jana Schultheiß, 12. Dezember 2016

jana-schultheissAlle BürgerInnen sollen den gleichen Zugang zu den Leistungen der öffentlichen Hand – wie etwa zu Pflege und Betreuungsangeboten haben. Das ist ein wesentliches Ziel inklusiver Sozialpolitik. Interne Analysen der KundInnen des Fonds Soziales Wien (FSW) haben aber gezeigt, dass bestimmte Gruppen von WienerInnen mit ausländischer Herkunft die Pflege- und Betreuungsleistungen der Stadt unterdurchschnittlich oft in Anspruch nehmen. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden im Rahmen einer aktuellen Studie MigrantInnen zu ihrem Informationsstand, Einstellungen zum Älterwerden und ihren Erwartungen an die Pflege- und Betreuungsangebote befragt. Die Studienergebnisse bestätigen inklusive Ansätze in der Pflege- und Betreuungspolitik und zeigen zudem Handlungsoptionen auf.

Weiterlesen

Unsichere Jobs beeinflussen Arbeitsqualität und Gesundheit

Patricia Mayrhofer, 6. Dezember 2016 

foto_patricia_neuDie Arbeitswelt ist im Wandel – atypische und unsichere Beschäftigungsformen sind mittlerweile durchaus üblich. Mit derartigen Beschäftigungsverhältnissen geht meist eine große Unsicherheit einher: Wer nicht weiß, ob der befristete Vertrag verlängert wird, fühlt sich oft als Arbeitnehmer/-in zweiter Klasse und kann die persönliche Zukunft kaum planen. Nicht nur die drohende Arbeitslosigkeit, auch die Ungewissheit nach Umstrukturierungsprozessen ist eine große Belastung für die Betroffenen. Die Sorge um den Arbeitsplatz wirkt sich nicht nur negativ auf die Arbeitsqualität aus, sondern führt auch zu erheblichen psychischen und körperlichen Belastungen. Weiterlesen

Von guten Arbeitsbedingungen profitieren Alle

Mirna Specht-Prebanda, 1. Dezember 2016

mirna-prebanda100x100Der arbeitsbedingte Stress als ein Symptom von unzureichenden Arbeitsbedingungen ist EU-weit und in Österreich präsent. In Österreich haben wir eine höhere Beschäftigungsqualität im Vergleich zu anderen OECD-Ländern. Sie ist jedoch kein Bewertungskriterium für die Qualität der Arbeitsbedingungen. Was gute Arbeitsbedingungen ausmacht, hat der finnische Forscher Juhani Ilmarinen untersucht. Aktuelle Umfragen bestätigen seine Thesen.

Weiterlesen

Soziale Benachteiligung macht krank

Domenica Vorderwinkler, 18. November 2016

foto_vorderwinklerneuDass Gesundheit nicht nur von biochemischen und physikalischen Prozessen des Körpers beeinflusst wird, ist schon lange bekannt. Vielmehr ist Gesundheit neben biologischen Faktoren auch abhängig von der persönlichen Lebensweise, dem Vorhandensein sozialer Beziehungen und den Lebens- und Arbeitsbedingungen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich soziale Benachteiligung negativ auf den Gesundheitsstatus auswirken kann. Ein besonders wichtiger Indikator für soziale Ungleichheit im Zusammenhang mit Krankheit ist die Bildung, aber auch das Einkommen und die berufliche Position beeinflussen sowohl das Gesundheitsverhalten als auch die effektiven Gesundheitsverhältnisse maßgeblich.

Weiterlesen

Medizin & Pflege: Politik kann Gesundheit gefährden!

Brigitte Adler, 17. Oktober 2016

Brigitte AdlerDas Gesundheitssystem ist ein bedeutendes Wirtschaftssegment. Den seit zehn Jahren stabilen Kosten von rund zehn Prozent des BIP stehen sinkende Einnahmen gegenüber. Die große und weiter steigende Zahl der Arbeitslosen wird das Finanzierungsproblem verschärfen. Aber anstatt nach neuen Einnahmequellen zu suchen und/oder die „Finanzierung aus einer Hand“ anzustreben, wird von der Politik der Sparstift angesetzt – und das noch dazu am falschen Ende und mit industriellem Denken. Weiterlesen

Jugendarbeitslosigkeit als Folge oder Ursache psychischer Beeinträchtigungen?

Christina Koblbauer, 22. August 2016

Koblbauer neuJugendliche, die mit psychischen Problemen kämpfen, fallen häufig aus dem Arbeitsmarkt heraus. Umgekehrt nehmen durch Inaktivität und Frustration auch die psychischen Probleme zu – ein Teufelskreis, der bis jetzt wenig Beachtung gefunden hat. Eine aktuelle Studie der Universität Linz hat erstmals die Zusammenhänge für Österreich analysiert. Weiterlesen

Gesundheitliche Auswirkungen von Datenbrillen auf ArbeitnehmerInnen

Hildegard Weinke, 8. August 2016

Foto A+W Blog_Weinke

In so genannten Virtual-Reality-Spielen und Simulationen kann es zur „Virtual-Reality-Sickness“ kommen. Den SpielerInnen wird schlecht, schummrig, sie sind benommen. Doch welche Auswirkungen könnten sich in der Arbeitswelt, wenn Menschen mit Datenbrillen in der „Augmented Reality“ mehrere Stunden am Tag arbeiten, ergeben? Weiterlesen

Personalschlüssel in der Altenpflege: Trägeraufgabe oder öffentlicher Auftrag?!

Alexander Gratzer & Heidemarie Staflinger, 29. Juli 2016

StaflNEUGratzer A_NEUIn der Altenpflege herrscht Personalmangel – das zeigen aktuelle Studien und Aussagen vieler Beschäftigten und ExpertInnen. Genauer gesagt: es gibt Handlungsbedarf bei den Mindestpflegepersonal- schlüsseln in den österreichischen Alten- und Pflegeheimen. Welche gesetzlichen Entwicklungen es auf Bundesländerebene gibt, beschreibt das Beispiel aus der Steiermark. Die derzeitige Diskussion zur Notwendigkeit von gesetzlichen Vorgaben wird ergänzt um Chancen und Grenzen der Berechnung des Pflegepersonalbedarfs auf Trägerebene.  Weiterlesen

Mindestpersonalschlüssel in der Pflege: Utopie oder Wirklichkeit

Heidemarie Staflinger, Alexander Gratzer,  20. Juli 2016

Gratzer A_NEUStaflNEUBeschäftigte in den österreichischen Alten- und Pflegeheimen klagen, dass die Arbeit immer dichter wird und ständig neue oft pflegeferne Aufgaben dazu kommen. Es bleibt – so Schilderungen – immer weniger Zeit für die Bewohner/-innen. Grund dafür: Personalausstattungen, die teils seit über 20 Jahren nicht verändert wurden und oft als Höchstschlüssel ausgelegt werden. Der Beitrag gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen und zeigt Handlungsfelder anhand einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Weiterlesen

Neues Leak deckt auf: ISDS-Klausel für EU-Binnenmarkt in Diskussion

Elisabeth Beer, 13. Juli 2016

Beer_Elisabeth_100x100In einem neuen vertraulichen Papier fordern mehrere EU-Regierungen Investitionsschutzabkommen auch für den Binnenmarkt. Europäischen InvestorInnen soll damit die Möglichkeit eingeräumt werden, bei innereuropäischen Streitfällen die nationale Gerichtsbarkeit zu umgehen. Wie bei den geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP sollen InvestorInnen dann auf ein Investor-Staat-Streitbeilegungsverfahren (ISDS) zurückgreifen können. Der Vorstoß konterkariert nicht nur die offizielle Linie der nationalen Parlamente, die mehrheitlich ein Ende der Sonderjustiz für Konzerne fordern. Er untergräbt auch die Politik der EU-Kommission. Unter den VerfasserInnen des geleakten Papiers findet sich unter anderem auch Österreich wieder. Weiterlesen