Archiv der Kategorie: Familienpolitik

Praxistest Freizeitoption: Erfahrungen von Beschäftigten

Stefanie Gerold, Michael Soder, Michael Schwendinger, 21. April 2017

Seit nunmehr drei Jahren haben Beschäftigte in mehreren Branchen in Österreich die Möglichkeit, die kollektivvertragliche Lohnerhöhung gegen mehr Freizeit einzutauschen. Zeit, sich die Auswirkungen auf Work-Life-Balance, Lebensqualität und Arbeitsbedingungen einmal genauer anzuschauen. Weiterlesen

Kinderbetreuung und 12-Stunden-Tag – eine Kontroverse

Sybille Pirklbauer, 5. April 2017

Bei der Debatte um die Arbeitszeitflexibilisierung und den 12-Stunden-Tag ist ein neuer Aspekt in den Fokus gerückt: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Während die Einen behaupten, der 12-Stunden-Tag würde dabei wesentliche Verbesserungen bringen, sehen die Anderen das Ende der Familie kommen. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage, wie sich die Situation aus Sicht der Kinder darstellt. Weiterlesen

Was macht der 12-Stunden-Tag mit der partnerschaftlichen Teilung von Beruf und Familie?

Ingrid Moritz, 16. März 2017

Der 12-Stunden-Tag könnte einen massiven Rückschritt bringen. Nicht nur im Arbeitszeitrecht an sich, sondern auch in der Gleichstellung. Denn auch wenn noch große Unterschiede bestehen: Die Arbeitszeiten von Frauen und Männern haben sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich angenähert. Der 12-Stunden-Tag könnte diesen Trend verlangsamen oder sogar stoppen. Viele Frauen mit Kindern wären damit gezwungen ihre Arbeitszeit zu reduzieren oder die Erwerbstätigkeit ganz aufzugeben, weil sich sonst die Kinderbetreuung nicht mehr organisieren lässt, zumal die Männer aufgrund der langen Arbeitstage ausfallen. Es stellt sich allerdings die Frage, wie wirtschaftlich es ist, hoch qualifizierte Frauen mit Kindern aus dem Arbeitsmarkt zu drängen. Weiterlesen

Wie profitieren Frauen vom Digitalen Wandel

Sylvia Kuba, 6. Februar 2017

Sind Frauen anders vom Digitalen Wandel betroffen als Männer? Dazu beantwortet der Beitrag fünf Fragen: Finden die Interessen von Frauen im Digitalen Umbruch Gehör? Was bedeutet Digitalisierung für die Arbeitsplätze von Frauen und was für die Verteilung zwischen den Geschlechtern? Werden Buben und Mädchen gleich gut auf die neuen Anforderungen vorbereitet?  Bringt die Digitalisierung Vorteile für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?   Weiterlesen

Familienpolitik mit Handbremse

Sybille Pirklbauer, 31. Jänner 2017

Die österreichische Familienpolitik ist bisweilen seltsam unentschlossen. Ob Betreuung von Kinder oder auch pflegebedürftigen Erwachsenen eine private oder staatliche Aufgabe ist, da scheint sich der österreichische Staat nicht ganz entscheiden zu können. Zwar gab es in den letzten Jahren einige wichtige Schritte in Richtung Modernisierung – aber das Tempo entspricht einer Fahrt mit angezogener Handbremse.

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Kinderbetreuung, Finanzausgleich und die teuflischen Details

Sybille Pirklbauer, 18. Jänner 2017

Mehr Geld für mehr Leistung – so lautet ein recht einfache Grundprinzip für eine komplizierte Baustelle: den Finanzausgleich. Nach der Einigung von Bund und Ländern soll ab 2018 im Bereich der Kinderbetreuung und Elementarbildung diese neue Art der Mittelverteilung zum Einsatz kommen. Ab 2019 soll der Pflichtschulbereich folgen. Das dazugehörige Stichwort heißt „Aufgabenorientierung“. Länder und Gemeinden, die ihre Aufgaben besonders gut erfüllen, sollen künftig dafür auch mehr Geld erhalten. Woran das gemessen wird, ist allerdings noch offen und soll im heurigen Jahr erarbeitet werden. Dabei könnten echte Fortschritte erzielt werden – und es kann Vieles schiefgehen. Die Details sind eben gern einmal ein wenig teuflisch.

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Weit entfernt von Gleichstellung

Renate Anderl, 23. November 2016

Renate AnderlFrauen kümmern sich so gut wie allein um Haushalt und Kinderbetreuung. Sexismus ist nach wie vor für viele Frauen ein alltägliches Problem – von Gewalt gegen Frauen gar nicht zu reden. Die Benachteiligungen von Frauen hören hier aber nicht auf: Frauen verdienen weniger als Männer, Frauen stoßen an die gläserne Decke, Frauen arbeiten häufig in Teilzeit und laufen Gefahr, im Alter arm zu werden. Weiterlesen

Elementarbildung: Investitionen rechnen sich

Sybille Pirklbauer & Adi Buxbaum, 31. Oktober 2016

adi-buxbaumsybille-pirklbauer-mit-c-2Mehr und bessere Kinderbetreuung und Elementarbildung könnte nicht nur Tausende neue Arbeitsplätze schaffen, sie würde sich mittelfristig auch selbst finanzieren. Diese positiven Effekte zeigte eine AK-Modellrechnung aus dem Jahr 2013. Der Ausbau der Elementarbildung wäre auch ein Betrag zu einer sozial-ökologischen Investitionsstrategie, weil diese Steigerung in der Beschäftigung kaum Energie oder andere natürliche Ressourcen kostet. Doch grau ist alle modellierte Theorie und die Frage lautet: Lassen sich diese Ergebnisse auch in der Realität zeigen? Ein kurzer Check der Entwicklungen in der Kinderbetreuung der letzten Jahre zeigt: die Rechnung geht auf!

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Gemeinsame Obsorge: BeziehungsWaisen auf dem Prüfstand

Tanja Kowatsch, 19. Oktober 2016

tanja-kowatschEs sind Worte, die aufs Erste absurd klingen: „Zwangsharmonie“ oder „Friedenszwang“ – aber die gemeinsame Obsorge erfordert genau das: dass sich (nicht selten zerstrittene) Elternteile einigen müssen. Das stellt alleinerziehende Mütter immer wieder vor gravierende Probleme, selbst bei unehelich geborenen Kindern. Auch gut gemeinte und relativ klare gesetzliche Regelungen können nur dann erfolgreich sein, wenn sie mit der nötigen Bedachtnahme auf die Eltern vollzogen werden.   Weiterlesen

Hohe Schulkosten belasten die Eltern

Manuela Delapina und Andreas Kastner, 7. September 2016

andikastnerManuela_DelapinaTrotz gesetzlicher Schulgeldfreiheit müssen Wiener Eltern pro Kind bis zu 1.300 Euro an Schulkosten tragen. Die Eltern fühlen sich aufgrund von diversen „versteckten“ Schulkosten finanziell stark belastet; ganz besonders betroffen sind sozial schlechter gestellte Familien. Weiterlesen