Archiv der Kategorie: Bildung

Kinderbetreuung, Finanzausgleich und die teuflischen Details

Sybille Pirklbauer, 18. Jänner 2017

Mehr Geld für mehr Leistung – so lautet ein recht einfache Grundprinzip für eine komplizierte Baustelle: den Finanzausgleich. Nach der Einigung von Bund und Ländern soll ab 2018 im Bereich der Kinderbetreuung und Elementarbildung diese neue Art der Mittelverteilung zum Einsatz kommen. Ab 2019 soll der Pflichtschulbereich folgen. Das dazugehörige Stichwort heißt „Aufgabenorientierung“. Länder und Gemeinden, die ihre Aufgaben besonders gut erfüllen, sollen künftig dafür auch mehr Geld erhalten. Woran das gemessen wird, ist allerdings noch offen und soll im heurigen Jahr erarbeitet werden. Dabei könnten echte Fortschritte erzielt werden – und es kann Vieles schiefgehen. Die Details sind eben gern einmal ein wenig teuflisch.

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Nehmen uns die Ausländer die Arbeitsplätze weg?

Johannes Schweighofer, 9. Jänner 2017

Ein klassischer Fall einer falsch gestellten Frage! Denn im Kern geht es bei den Themen Migration und Asyl um eine Klassen-, nicht um eine Nationalitätenfrage! Angesichts einer völlig verfehlten Wirtschaftspolitik gibt es natürlich auch bei der Zuwanderung, ähnlich wie bei der Globalisierung, GewinnerInnen und VerliererInnen. Weiterlesen

Migration und Geschlecht am Arbeitmarkt: Warum eine gleichstellungspolitische Perspektive wichtig ist

Viktoria Spielmann und Martina Maurer, 22. Dezember 2016

Allzu oft werden Menschen mit „Migrationshintergrund“ oder „Migrant_innen“ homogenisiert, obwohl diese Gruppen in sich sehr heterogen sind: Abhängig vom Herkunftsland, (Aus)Bildung und Alter gibt es unterschiedliche Erfahrungen und Barrieren am Arbeitsmarkt. Neben der Nicht- Unterscheidung zwischen den verschiedenen Gruppen wird die Geschlechterperspektive oft im gesellschafts- und arbeitsmarktpolitischen Diskurs marginalisiert. Dieser Beitrag richtet daher den Blick sowohl auf die Geschlechterdimension als auch auf die Unterscheidung der verschiedenen Gruppen: insbesondere auf Frauen und Männer mit Migrationshintergrund und jene, die in den Vorjahren einen positiven Aufenthaltsstatus erhalten haben. Weiterlesen

Drei Eckpunkte für ökonomische Bildung in der Schule aus gewerkschaftlicher Sicht

Tobias Hinterseer, Florian Preisig, Michaela Schmidt, 22. November 2016

schmidt_blogpreisigfloriantobi_blogDurch Erfahrungen aus der gewerkschaftlichen Bildung blicken wir mit einer speziellen Brille auf den schulischen Ökonomieunterricht. Bei der ArbeiterInnenbewegung spielte der Bildungsauftrag historisch eine wesentliche Rolle – sie entstand vorwiegend aus Arbeiterbildungsvereinen. Heute soll gewerkschaftliche Bildungsarbeit ein Bewusstsein schaffen: Problemlagen mit denen BetriebsrätInnen bei ihrer täglichen Arbeit in den Unternehmen konfrontiert sind, sollen als Ausdruck gesamtgesellschaftlicher Gegensätze verstanden werden. Gewerkschaftliche Erwachsenenbildung soll Verbindungen zwischen beruflicher Fachbildung und Allgemeinbildung herstellen. Gleichzeitig soll eine unabhängige Position gegenüber bürgerlichen Bildungseinrichtungen eingenommen werden. Klarerweise muss die ökonomische Bildungsarbeit in der Schule andere Anforderungen erfüllen. Einige Aspekte und Erfahrungen aus der gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung können aber auch auf den Schulunterricht angewandt werden.

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Soziale Benachteiligung macht krank

Domenica Vorderwinkler, 18. November 2016

foto_vorderwinklerneuDass Gesundheit nicht nur von biochemischen und physikalischen Prozessen des Körpers beeinflusst wird, ist schon lange bekannt. Vielmehr ist Gesundheit neben biologischen Faktoren auch abhängig von der persönlichen Lebensweise, dem Vorhandensein sozialer Beziehungen und den Lebens- und Arbeitsbedingungen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich soziale Benachteiligung negativ auf den Gesundheitsstatus auswirken kann. Ein besonders wichtiger Indikator für soziale Ungleichheit im Zusammenhang mit Krankheit ist die Bildung, aber auch das Einkommen und die berufliche Position beeinflussen sowohl das Gesundheitsverhalten als auch die effektiven Gesundheitsverhältnisse maßgeblich.

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Schulen gerecht finanzieren: das AK Chancen-Index Modell

Philipp Schnell und Vucko Schüchner, 10. November 2016

vucko_schuechnerJede sechste Schule kann ihre Kinder auf Grund der Lernumgebung nicht fördern. Die Chancen-Index Finanzierung gleicht diese Nachteile aus. Der Befund für das österreichische Bildungssystem ist eindeutig: unseren Schulen gelingt es im Gegensatz zu jenen in anderen Ländern deutlich weniger häufig die soziale Herkunft der Schülerinnen und Schüler auszugleichen.  Weiterlesen

Elementarbildung: Investitionen rechnen sich

Sybille Pirklbauer & Adi Buxbaum, 31. Oktober 2016

adi-buxbaumsybille-pirklbauer-mit-c-2Mehr und bessere Kinderbetreuung und Elementarbildung könnte nicht nur Tausende neue Arbeitsplätze schaffen, sie würde sich mittelfristig auch selbst finanzieren. Diese positiven Effekte zeigte eine AK-Modellrechnung aus dem Jahr 2013. Der Ausbau der Elementarbildung wäre auch ein Betrag zu einer sozial-ökologischen Investitionsstrategie, weil diese Steigerung in der Beschäftigung kaum Energie oder andere natürliche Ressourcen kostet. Doch grau ist alle modellierte Theorie und die Frage lautet: Lassen sich diese Ergebnisse auch in der Realität zeigen? Ein kurzer Check der Entwicklungen in der Kinderbetreuung der letzten Jahre zeigt: die Rechnung geht auf!

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„Digital divide“ entzweit „digital natives“ 

Andreas Kastner, 20. Oktober 2016

andikastnerDie sogenannten „digital natives“ wachsen in einer digitalisierten Lebenswelt auf. Völlig selbstverständlich wird über das Internet und soziale Medien kommuniziert, das Smartphone ist der ständige Begleiter in allen Lebenslagen, der Onlineauftritt mindestens ebenso bedeutsam wie das persönliche Auftreten. Doch bei genauerer Betrachtung wird klar: nicht alle „digital natives“ sind vorne mit dabei, wenn es darum geht, ihre digitale Lebenswelt mitzugestalten.  Weiterlesen

Berufsbegleitendes Fachhochschul-Studium in Österreich – Eine kritische Analyse einer Erfolgsgeschichte

Georg Pilz, 23. September 2016

Mit der Etablierung der ersten Fachhochschulen im Jahr 1994 in Österreich wurde der Zugang für berufstätige Menschen zu Ausbildungen im tertiären Bereich erleichtert bzw. erweitert. Die Angebote an speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittenen Studiengängen, welche ein Studium neben einer Vollzeitbeschäftigung erlauben, wurden sukzessiv ausgebaut. So erfreulich diese Entwicklung in quantitativer Hinsicht zu beurteilen ist, so muss auch genauer hinterfragt werden, ob die aktuellen Rahmenbedingungen für die Studierenden immer optimal gegeben sind oder ob etwas geändert werden sollte.

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Bildung ist der Schlüssel

Rudi Kaske, 16. September 2016

Rudi KaskeWie schaffen wir es, dass aus „Geflüchteten“, aus „Fremden“, aus AsylwerberInnen und MigrantInnen ArbeitnehmerInnen in Österreich werden? Der Schlüssel dafür liegt nicht in Ein-Euro-Jobs. Bildung ist der Schlüssel. Und das gleich auf mehreren Ebenen. Weiterlesen