Archiv der Kategorie: Arbeitsmarkt

Entwicklung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung in Wien

Judith Wiesinger und Ursula Ganal, 7. Februar 2017

Seit ihrer Einführung im Jahr 2010 hat sich die Zahl der BezieherInnen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS) in Wien erhöht, ebenso das dafür verwendete Budgetvolumen. Um die zentralen Einflussfaktoren für diese Veränderungen zu identifizieren, beauftragte die Magistratsabteilung 24 der Stadt Wien das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) mit der Erstellung einer Studie. Die Betrachtung exogener und endogener Faktoren zeigte, dass die Inanspruchnahme der BMS stark abhängig von vorgelagerten Systemen, vor allem des Arbeitsmarktes, ist.

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Familienpolitik mit Handbremse

Sybille Pirklbauer, 31. Jänner 2017

Die österreichische Familienpolitik ist bisweilen seltsam unentschlossen. Ob Betreuung von Kinder oder auch pflegebedürftigen Erwachsenen eine private oder staatliche Aufgabe ist, da scheint sich der österreichische Staat nicht ganz entscheiden zu können. Zwar gab es in den letzten Jahren einige wichtige Schritte in Richtung Modernisierung – aber das Tempo entspricht einer Fahrt mit angezogener Handbremse.

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Wirtschaftliche Stagnation und ihre Überwindung

Markus Marterbauer, 20. Jänner 2017

Marterbauer, Konjunktur, Experte, WirtschaftspolitikSeit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 stagniert die Wirtschaftsleistung in Österreich und der Eurozone. Wirtschaftswissenschafter von Paul Krugman über Richard Koo bis Larry Summers bieten aktuell wesentliche Einsichten zu den Ursachen der säkularen Stagnation (Zustand ohne wirtschaftliches Wachstum). Aber auch historisch hat die Ökonomie – allen voran der Österreicher Josef Steindl – viel Erhellendes beizutragen. Die Lösungsvorschläge liegen auf der Hand: Ein Impuls durch öffentliche Investitionen, die Priorisierung der Realwirtschaft gegenüber der Finanzwirtschaft, Umverteilung zu den konsumfreudigen unteren Einkommensgruppen, technologische und soziale Innovationen, aber auch eine Debatte um die Ziele des Wirtschaftens. Weiterlesen

Nehmen uns die Ausländer die Arbeitsplätze weg?

Johannes Schweighofer, 9. Jänner 2017

Ein klassischer Fall einer falsch gestellten Frage! Denn im Kern geht es bei den Themen Migration und Asyl um eine Klassen-, nicht um eine Nationalitätenfrage! Angesichts einer völlig verfehlten Wirtschaftspolitik gibt es natürlich auch bei der Zuwanderung, ähnlich wie bei der Globalisierung, GewinnerInnen und VerliererInnen. Weiterlesen

Herausforderungen 2017: Arbeitslosigkeit senken, in die Zukunft investieren

Markus Marterbauer, 30. Dezember 2016

Nach fünf Jahren steigender Arbeitslosigkeit ist 2017 eine Trendwende möglich. Die Zahl der Arbeitslosen kann allerdings nur dann markant sinken, wenn die Wirtschaftspolitik dieses Ziel in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen rückt. Die konjunkturellen Voraussetzungen haben sich verbessert, Industrieproduktion, Investitionen und Konsumnachfrage ziehen an. Allerdings bestehen schwierig zu meisternde Hürden durch fehlendes wirtschaftliches Verständnis in der Politik, etwa was die Notwendigkeit von Investitionen in die Zukunft betrifft. Weiterlesen

Migration und Geschlecht am Arbeitmarkt: Warum eine gleichstellungspolitische Perspektive wichtig ist

Viktoria Spielmann und Martina Maurer, 22. Dezember 2016

Allzu oft werden Menschen mit „Migrationshintergrund“ oder „Migrant_innen“ homogenisiert, obwohl diese Gruppen in sich sehr heterogen sind: Abhängig vom Herkunftsland, (Aus)Bildung und Alter gibt es unterschiedliche Erfahrungen und Barrieren am Arbeitsmarkt. Neben der Nicht- Unterscheidung zwischen den verschiedenen Gruppen wird die Geschlechterperspektive oft im gesellschafts- und arbeitsmarktpolitischen Diskurs marginalisiert. Dieser Beitrag richtet daher den Blick sowohl auf die Geschlechterdimension als auch auf die Unterscheidung der verschiedenen Gruppen: insbesondere auf Frauen und Männer mit Migrationshintergrund und jene, die in den Vorjahren einen positiven Aufenthaltsstatus erhalten haben. Weiterlesen

Selektion durch Migration: Höhere Bildung = schnellere Integration?

Judith Kohlenberger, 16. Dezember 2016

Die vor kurzem veröffentlichte Studie „Displaced Persons in Austria Survey (DiPAS)“ des Wittgenstein Centres in Wien belegt: Das Humankapital jener Geflüchteter, die im Herbst 2015 nach Österreich kamen, ist hoch. Doch wie erklärt es sich, dass viele Flüchtlinge in punkto Bildung und Arbeitserfahrung wesentlich besser abschneiden als die Gesamtbevölkerung ihres Heimatlandes? Ist diesen Angaben, die auf reinen Selbstauskünften basieren, überhaupt zu trauen? Und was bedeutet das für österreichische Integrationsbemühungen? Weiterlesen

Typisch Mann? Geschlechtsbezogene berufliche Segregation

Michael Mesch, 15. Dezember 2016

Michael Mesch, Lohnpolitik, Automatisierung, Beschäftigung, Wirtschaftsgeschichtem, Keynesianismus, BerufsstrukturGeschlechtsbezogene berufliche Segregation bedeutet, dass bestimmte Branchen, Berufe, betriebliche Funktionen (zB leitende Funktionen) und Tätigkeiten von Frauen bzw. Männern dominiert werden. Sie hat eine ungleiche Verteilung von Erwerbs-, Berufs-, Einkommens– und Lebenschancen für Frauen und Männer zur Folge. Der Abbau dieser besonderen Form der Arbeitsmarktsegregation ist eines der Ziele der Gleichstellungspolitik. Weiterlesen

Unsichere Jobs beeinflussen Arbeitsqualität und Gesundheit

Patricia Mayrhofer, 6. Dezember 2016 

foto_patricia_neuDie Arbeitswelt ist im Wandel – atypische und unsichere Beschäftigungsformen sind mittlerweile durchaus üblich. Mit derartigen Beschäftigungsverhältnissen geht meist eine große Unsicherheit einher: Wer nicht weiß, ob der befristete Vertrag verlängert wird, fühlt sich oft als Arbeitnehmer/-in zweiter Klasse und kann die persönliche Zukunft kaum planen. Nicht nur die drohende Arbeitslosigkeit, auch die Ungewissheit nach Umstrukturierungsprozessen ist eine große Belastung für die Betroffenen. Die Sorge um den Arbeitsplatz wirkt sich nicht nur negativ auf die Arbeitsqualität aus, sondern führt auch zu erheblichen psychischen und körperlichen Belastungen. Weiterlesen

Von guten Arbeitsbedingungen profitieren Alle

Mirna Specht-Prebanda, 1. Dezember 2016

mirna-prebanda100x100Der arbeitsbedingte Stress als ein Symptom von unzureichenden Arbeitsbedingungen ist EU-weit und in Österreich präsent. In Österreich haben wir eine höhere Beschäftigungsqualität im Vergleich zu anderen OECD-Ländern. Sie ist jedoch kein Bewertungskriterium für die Qualität der Arbeitsbedingungen. Was gute Arbeitsbedingungen ausmacht, hat der finnische Forscher Juhani Ilmarinen untersucht. Aktuelle Umfragen bestätigen seine Thesen.

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