Archiv der Kategorie: Arbeitsmarkt

Jobkiller Digitalisierung? Zumindest bislang nicht

Agnes Streissler-Führer, 22. August 2017

In den letzten 20 Jahren hat die Zahl der Arbeitsplätze in Österreich zugenommen. Die Digitalisierung ist dabei nicht der einzige Treiber, dennoch sehen wir, dass in stärker digitalisierten Branchen mehr Arbeitsplätze entstanden als weggefallen sind. Können wir davon ausgehen, dass diese Entwicklung anhält und was muss getan werden, damit neu entstehende Arbeit auch „gute Arbeit“ ist? Weiterlesen

Erwerbslose wünschen echte Qualifizierung – Ergebnisse einer Arbeitslosenbefragung

Matthias Specht-Prebanda und Laura Kepplinger, 7. August 2017

Die Ergebnisse einer Erhebung unter Erwerbslosen in Oberösterreich aus 2016 stellen dem AMS und seinen Mitarbeiter/-innen grosso modo ein positives Zeugnis aus. Kritisch werden allerdings Vermittlungsversuche in prekäre Beschäftigung wie zum Beispiel Leiharbeit und kurzfristige, wenig qualifizierende Kursmaßnahmen gesehen. Längerfristigen, wirklich qualifizierenden (Um-)Schulungsmaßnahmen stehen viele Erwerbslose dagegen ausgesprochen positiv gegenüber. Weiterlesen

Dem Strukturwandel mit existenzgesicherten Weiterbildungsmöglichkeiten begegnen

Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger und Ulrike Huemer, 4. August 2017

Der Strukturwandel und die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt erfordern ein leistungsfähiges System der Aus- und Weiterbildung für Erwachsene. Die wesentlichen Instrumente zur Existenzsicherung in Weiterbildungsphasen in Österreich ‑ Bildungskarenz, Bildungsteilzeit, Fachkräftestipendium und Selbsterhalterstipendium ‑ bieten jenen, die insbesondere von dem Strukturwandel und der Digitalisierung betroffen sind, nur unzureichende Unterstützung. Es bedarf daher einer Anpassung der vorhandenen Instrumente der existenzgesicherten Weiterbildung, die insbesondere auf Personen mit geringen und mittleren Qualifikationen fokussiert. Weiterlesen

Hartz IV für Österreich: Finger weg von der Notstandshilfe, Herr Finanzminister!

Christine Stelzer-Orthofer, 31. August 2017

Ende Mai gab es Schlagzeilen zu einer möglichen Abschaffung der Notstandshilfe und die Aufregung war groß: Nur über Umwege hat eine vom Finanzministerium beauftragte Studie zur „Simulation der Umlegung der Hartz-IV-Reform auf Österreich“ die Öffentlichkeit erreicht. Im Rahmen dieser Studie wurde geprüft, wie sich die Übernahme des deutschen Modells, das de facto eine Aussteuerung aus der Arbeitslosenversicherung nach einem Jahr vorsieht, in Österreich auswirken würde. Der politische Vorstoß dazu ist nicht ganz neu; immer häufiger wird in Österreich von jenen, die mehr der freien als der sozialen Marktwirtschaft anhängen, die Abschaffung der Notstandshilfe gefordert. Weiterlesen

20.000 neue Jobs, 20.000 neue Perspektiven, 20.000 Chancen

Judith Pühringer, 26. Juli 2017

Am 29. Juni 2017 kam mit der Aktion 20.000 eine Gesetzesänderung zur Abstimmung, die für viele Frauen und Männer sehr relevant sein wird. Aktuell sind in Österreich rund 50.000 Menschen über 50 Jahre langzeitbeschäftigungslos. Das bedeutet, dass sie trotz Arbeitswillen und Arbeitsfähigkeit seit über einem Jahr keine Anstellung finden. Mit der Aktion 20.000 bietet sich die Chance, zumindest einem Teil dieser Menschen eine sinnvolle Beschäftigung in Gemeinden und Sozialen Unternehmen anzubieten. Weiterlesen

Berufserfahrung anerkennen: Know-how-Transfer und Qualitätsentwicklung mit ERASMUS+

Franz Fuchs-Weikl, 24. Juli 2017

Berufserfahrung für formale Qualifikationen anzuerkennen, ist ein wichtiger Meilenstein für das lebensbegleitende Lernen und die Beteiligung an Weiterbildung. Der Ansatz ist in Österreich relativ neu. Das Projekt „Du kannst was“ stellt hier eine große Innovation dar. Andere Länder wie Frankreich und die Niederlande verfügen hier über viel mehr Erfahrung, die wir uns zunutze machen können. Weiterlesen

Berufliche Aus- und Weiterbildung: Förderung für Umstiege, Aufstiege und Absicherung

Ulrike Papouschek, 19. Juli 2017

Dass berufliche Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle für Arbeitsmarktpositionen und Berufsverläufe und -karrieren von Beschäftigten spielen, ist unumstritten. Um berufliche Aus- und Weiterbildung zu unterstützen, wurde in Österreich daher eine Reihe von Fördermaßnahmen geschaffen, darunter Fachkräftestipendium, Weiterbildungsgeld und Bildungsteilzeitgeld. Genauere Einblicke in die Umsetzung der Fördermaßnahmen aus der Perspektive von BezieherInnen dieser Förderungen waren bislang kaum vorhanden. Die Studie „BezieherInnen von Fachkräftestipendium, Weiterbildungsgeld und Bildungsteilzeitgeld“ stellt einen Schritt dar, diese Lücke füllen. Das Ergebnis grob skizziert: hohe Zufriedenheit, aber auch Stolpersteine auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss; ohne Fördermaßnahme aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit der Teilnahme an einer Aus- oder Weiterbildung, aber trotz Fördermaßnahmen finanzielle Einschränkungen bis zur Armutsgefährdung; berufliche Um- und Aufstiege und Arbeitsplatzsicherung nach Ausbildungsabschluss. Weiterlesen

Ein Ranking für die europäischen Arbeitsmärkte

Philipp Stachelsky, 7. Juli 2017

Indikatoren wie die Arbeitslosenquote oder die Beschäftigungszahl können nur einen sehr groben Überblick des Zustands der Arbeitsmärkte liefern. Ein vergleichendes EU-weites Ranking hilft dabei, die Strukturen der jeweiligen Arbeitsmärkte besser zu verstehen. Weiterlesen

Der Mindestlohn ist weiblich

Sybille Pirklbauer, 4. Juli 2017

Man trifft sie beim Haareschneiden, wenn sie den Kaffee servieren oder das Büro putzen: Beschäftigte, die weniger als 1.500 Euro im Monat verdienen. Mehr als 350.000 Menschen in der Privatwirtschaft verdienen gemessen an Vollzeitarbeit weniger als 1.500 Euro brutto im Monat. Zwei Drittel davon sind Frauen. Weiterlesen

Hartz IV – Klassenkampf von oben

Josef Wallner, 3. Juli 2017

Darum ginge es wohl in Wahrheit bei Hartz IV für Österreich: Die Löhne im unteren Bereich weiter abzusenken und die soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit zu beschädigen, ohne dass Langzeitarbeitslose bessere Arbeitsmarktchancen hätten. Weiterlesen