Archiv des Autors: Vanessa Mühlböck

Vanessa Mühlböck

Über Vanessa Mühlböck

Referentin für Steuerpolitik in der Abteilung Steuerrecht der AK-Wien

Täglich grüsst der Mythos der zu hohen Abgabenquote

Vanessa Mühlböck, 12.Mai 2017

Wieder einmal ist die Höhe der Abgabenquote im Zentrum der Debatte: Österreich müsse dringend seine Steuern und Abgaben senken, da die Abgabenquote im internationalen Vergleich zu hoch sei.

Nur oberflächlich betrachtet klingt dies verlockend: Die Abgaben und Steuern werden gesenkt, wir können alle billiger und mehr einkaufen bzw. mehr Geld zur Seite legen. Komplett übersehen wird hierbei die Tatsache, dass das Einheben von öffentlichen Abgaben und Steuern kein Selbstzweck ist. Mit diesen Einnahmen werden wichtige sozialpolitische Leistungen finanziert, von der kostenfreien Bildung, über die Krankenversorgung für alle bis hin zur Bereitstellung der öffentlichen Infrastruktur (Straßen, Schienen, öffentliche Sicherheit etc.). Diese sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und könnten sich viele von uns allein in dieser Qualität nicht leisten. Weiterlesen

Hat die kalte Progression die Steuerreform schon gefressen? – Nur wenn man falsch rechnet!

Vanessa Mühlböck, 23. April 2015*

4,9 Milliarden Euro beträgt das Entlastungsvolumen der Tarifänderungen im Zuge der Steuerreform 2016. Dennoch meinen Kritiker, wie die ua. von Industriellen und Privatstiftungen finanzierte Agenda Austria, dass man nicht von einer Entlastung sprechen könne. Würde doch die die kalte Progression weit höher ausfallen als die Entlastung. Nun, zu so einem Ergebnis kann nur kommen, wer sich verrechnet oder auf fragwürdige Tricks zurückgreift. Weiterlesen

Der Mythos der hohen Abgabenquote

Vanessa Mühlböck, 24. Oktober 2014

Im Zuge der aktuellen Steuerdebatte wird vehement eine Senkung der Lohnsteuer gefordert. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es sich nicht um eine generelle Senkung der Steuereinnahmen handeln soll. Mit öffentlichen Abgaben werden schließlich wichtige sozialpolitische Errungenschaften wie freie Bildung und Krankenversorgung für alle sowie die öffentliche Infrastruktur (zB: Straßen, öffentliche Sicherheit) finanziert. Institutionen und Personen, die sich für eine Senkung der Gesamtabgabenbelastung einsetzen, halten dem entgegen, dass andere wirtschaftlich hoch entwickelte Staaten derartige Aufgaben mit geringeren Abgabenquoten (Summe der Steuern und Abgaben im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung) erfüllen. Weiterlesen

Steuerpauschalierung neu: Ein sozial bedenkliches und verwaltungsökonomisch sinnloses „Steuerzuckerl“

Vanessa Mühlböck, 1. März 2013

Unter dem Deckmantel der „Entlastung des Mittelstandes“ werden im Zusammenhang mit der Unternehmensbesteuerung verfassungsrechtliche Grundsätze ignoriert. Es entsteht gar der Eindruck, als werde eine verfassungsgerichtliche Entscheidung zum Anlass genommen um einzelne SteuerzahlerInnen besonders zu schonen.

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