Archiv des Autors: Sarah Godar

Sarah Godar

Über Sarah Godar

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang MA Tax Policy and Tax Administration an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Von Oktober bis Dezember 2013 Forschungsassistentin in der AK Wien.

Kapitaleinkommen höher besteuern – bröckelt die Unantastbarkeit?

Sarah Godar und Achim Truger, 25. Oktober 2016

Steuerpolitik, BudgetpolitikBesteuerung von Kapitaleinkommen, Fiskalpolitik, öffentliche Haushalte, Verteilung, SteuernSeit der Krise kam es in einigen EU-Ländern wieder zu Steuererhöhungen auf persönliche Kapitaleinkommen, und auch der Steuersenkungswettlauf bei den Unternehmenssteuern verlangsamte sich. Gleichzeitig nahmen internationale Kooperationsbemühungen gegen Steuerhinterziehung und -umgehung deutlich an Fahrt auf. Kürzlich meldeten sich selbst aus der OECD Stimmen, die eine stärkere steuerliche Heranziehung von persönlichen Kapitaleinkommen erwogen. Von einem verteilungspolitischen Durchbruch kann zwar keine Rede sein – dennoch bieten die jüngsten Steuertrends Anknüpfungspunkte für eine Neuvermessung des Möglichen. Umso erstaunlicher, dass in Österreich ausgerechnet jetzt wieder über eine Unternehmenssteuersenkung diskutiert wird. Weiterlesen

Progressiv besteuern – es gibt noch Luft nach oben

Sarah Godar & Achim Truger, 20. Juli 2015

Achim Truger 100x100Sarah GodarNach jahrzehntelangem Abwärtstrend steigen die Spitzensteuersätze in den OECD-Ländern wieder, und auch die Steuersätze auf Kapitaleinkommen haben sich seit der Krise stabilisiert. Von einer progressiven Trendumkehr in der Steuerpolitik sind wir jedoch weit entfernt. Dabei fehlt den ewigen Umverteilungsgegnern längst der wissenschaftliche Rückenwind. Wenn nun selbst die OECD steigende Einkommensungleichheit als mögliches Wachstumshemmnis bemängelt und der IWF Ländern Spielräume für die Erhöhung der Spitzensteuersätze ortet, scheinen die Zeichen für einen Politikwandel nicht schlecht. Weiterlesen

Steigender Wohlstand für wen?

Sarah Godar, 31. Jänner 2014

SEin wachsendes Bruttoinlandsprodukt wird häufig als Indikator für steigenden Wohlstand herangezogen. Durch die Steigerung der wirtschaftlichen Produktivität ist die Menge an Gütern und Dienstleistungen, die pro erwerbstätiger Person in Österreich hergestellt wird, in den letzten Jahrzehnte erheblich gestiegen. Von dieser Produktionssteigerung profitierten allerdings nicht alle Personen im gleichen Ausmaß. Seit Beginn der 1990er Jahre blieben die preisbereinigten ArbeitnehmerInnenentgelte deutlich hinter dem gesamtwirtschaftlichen Produktivitätszuwachs zurück. Überproportional profitiert haben spiegelbildlich die BezieherInnen von Gewinn- und Besitzeinkommen. Europaweit koordinierte Reallohnsteigerungen, Arbeitszeitverkürzung und staatliche Umverteilung könnten eine Trendwende bringen. Weiterlesen